Pierres Blog

Was mich bewegt, interessiert und mir Spass macht …

Gärtnern, putzen, biken, sammeln, einkochen

murgsee
Ein vollgepacktes Weekend liegt hinter mir. Erst musste der Garten in Murg wieder in Schuss gebracht werden und die ganze Hütte nochmal richtig durchgefegt werden. Samstag war somit Schnippeltag im Garten, wo ich auf allen Etagen soviel Grünes abschnitt, dass ich Blasen an den Händen bekam und locker drei Hundertliter Säcke mit Gartenabraum füllte. Jä nu, bin halt ein Bürohocker und hab höchstens an meinen Fingerkuppen Hornhaut. Unsere netten Nachbarn halfen mir noch und liehen mir ihre Grüntonne aus und spendierten zur Kellermiete gar noch ein Fläschchen Rotwein. Sehr nett, merci!

Barbara machte auf ihrer Rückreise von Chur noch einen 3-stündigen Putzstopp und half mir beim Fensterputzen. Was war ich um ihre Hilfe froh, denn dank ihr war der grosse Putz dann doch so gut vorangekommen, dass ich mir den Sonntag zum Biken freihalten konnte. Ich wollte mal wieder in die Murgseen hoch und wegen dem anstehenden Generoso Bikerennen war dringend mal eine Standortbestimmung gefragt und ich wollte wissen, ob ich die 1400 Höhenmeter von Murg zu den Murgseen schaffen würde. Ehhh… i did it. War ganz ehrlich überrascht, wie gut es ging. Obwohl ich heute auf dem Weg ins Büro doch merkte, dass meine Beine noch richtig müde sind.

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Aemtlerstrassenwolke

aemtlerwolke

Freitags beim Käfele über der Ämtlerstrasse.


Back to normal…

altberg3
Nach einem längeren Abtauchen, stellt sich bei mir langsam wieder Normalität ein. Höchste Zeit auch, meinem Blog wieder mal etwas mehr Leben einzuhauchen. Da über den Eurovision Song Contest vom Samstag eh schon alles geschrieben ist, muss ich das hier nun nicht mehr tun, sondern berichte nur, wie ich den kleinen Hangover eines wunderschönen Eurovision Events mit Freunden bei mir zuhause verarbeite: Ich geh raus und fülle Geist und Körper wieder mit frischer Luft… und die war am Sonntag einfach wahnsinnig. Das Wetter wechselte im Stundenrhythmus zwischen Sonnenschein und Wolkenbrüchen, Licht, Glanz und Nebelschwaden. Zu meiner Überraschung Endete die Runde auf einem Turm, der bei meinem letzten Besuch hier auf dem Altberg noch nicht da stand. Bei dem Wetter lohnte sich der Aufstieg doppelt und die Aussicht ist einfach phänomenal.

Sodeli, ich wär also wieder back. In Zukunft gibts hier auch wieder bisschen mehr zu sehen und zu lesen. … hoff ich mal ;-)


Facebooken und so…

fp-screen
Bis jetzt hab ich Facebook immer sehr stiefmütterlich behandelt. Als Webdesigner sollte man die immer wichtiger werdenen Social Services im Web aber nicht einfach übergehen. Deshalb habe ich mir als Spielwiese nun noch eine eigene Firmenseite auf FB eröffnet. Im Moment soll es noch eine Spielwiese sein, um in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln. Privat werde ich mich nach wie vor auf FB nicht austoben. Schau mer mal wie’s weiter geht.
Hier gibts mal den vorübergehenden Link. Nachdem die ersten Fans das alles gut finden, sollte die URL noch bisschen lesbarer und besser einzuprägen sein ;-) Unten klicken, oder den lässigen «like» Button rechts in der Navigation anklicken.
http://www.facebook.com/pages/pernet/193912210640949


88 K’s – so ne Scheisse

overweight
Da hab ich mich nun extra überwunden, mal wieder bisschen mehr Spocht zu machen und steh seit 4 Monate mal wieder auf ne Waage. Dass die Tendenz eher nach oben zeigt überrascht mich eigentlich nicht, aber musses denn grad ein Lifetime Rekord sein?

Mal gucken, ob ich heut Abend das aufgesparte Linzertörtli, Linzertörtli sein lassen kann und zwei Stullen Wurstbrot und Salat genügen. Und dann lecker Sprudel zu… umpf…

Toll, dass ich grad so viel Zeit habe um mich um gesunde und ausgewogene Ernährung zu kümmern. Aber die 90 geht ja gar nicht, also öffentlich anprangern und bisschen was von «ich nehm jetzt aber ab» in die Welt rausposaunen und hoffen, dass das dem Ego bisschen hilft, oder dem Schweinehund, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass ich immer schwerer werd. SAUHUND!

jaja… auf’m Foto zeigts 89, nackigmessung zuvor war aber 88 ;-)

… manno… hab hunger :-(

Datum Gewicht
21.2.2011 88

Spocht…

connect-garmin
Seit 2 Monaten bin ich nun in Bonstetten zuhause und geniesse das Landleben. Ich beginne mich wieder mehr zu bewegen, hab in den letzten Wochen wieder das Joggen begonnen und nehm auch meine Velos wieder aus dem Keller. Es war aber auch Zeit! Meine Fitness ist ziemlich dahin und ich hab keine Lust, mich wie letztes Jahr fast auf jeder Tour zu quälen. Seis auf dem Bike, bei Hochtouren oder längeren Wanderungen. Da tut die Joggerei doch schon mal bisschen was für die Grundkondition und da und dort mal ne kleine Runde auf dem Rad kann die Qualen der jährlichen Generoso Tour auch etwas lindern ;-)

Ich war ja schon immer ein Kind, dass Gadgets liebt. Ich geh nie aufs Bike ohne mein GPS an den Lenker zu klemmen und genauso ist mein Garmin in der Trainerjacke, wenn ich rennen geh. Erstens interessierts mich immer, wie lange die Runde war oder wie weit ich geradelt bin und – falls ichs auch wirklich durchzieh – ob ich mich mit der Zeit auch verbessere. Nun hab ich begonnen, das ganze online zu tracken und zu verwalten. Es gibt ein paar coole Tools, wo man alle GPS-Daten speichern kann und so auch ne Übersicht über das geleistete bekommt. Ok, ich weiss… dat is Jungens-Kram. Die Mädels interessiert das ja nicht und das ist von mir aus auch ok. Aber ich finds geil, wenn ich nach getaner «Arbeit» auf google Maps meine Route nochmal abfahren kann. Dass ich das ganze nun jedesmal noch in Facebook veröffentliche, wird sicher nicht so bleiben. Da gehts mir mehr drum, zu gucken wie das alles funzt.

Im Moment spiel ich mit «Dailymile» und «connect.garmin». Beides Portale, welche meine Daten vom iPhone oder dem Garmin Oregon ganz einfach übernehmen und sehr detailliert auflisten und wieder ausgeben. Die Tracks werden in Online Karten angezeigt, Durchschnittswerte, maximale Geschwindigkeiten und vieles mehr wird mehr oder weniger übersichtlich und anschaulich präsentiert. Welches der beiden Portale mir besser gefällt weiss ich noch nicht, deshalb poste ich meine Tracks erst mal in beiden Portalen. Geht ja so einfach. Dailymile arbeitet phantastisch mit «Runmeter» einer geilen iPhone App und «connect.garmin» zusammen. connect.garmin übernimmt die Daten aus dem Oregon super easy.

Das geile an diesen Toys ist definitiv auch der Motivationsfaktor. Schau mer mal, wie lange die Euphorie anhält, ewig dauerte es bis jetzt ja noch nie ;-)


Cach’eye

cacheye
Mal wieder bisserl Geocaching Insiderisch. Muss das hier einfach posten, weil ichs cool finde. Cach’eye ist ein neuer Map-Service bei dem man seine Geocaching-Daten anzeigen lassen kann. Leider nicht öffentlich, man muss sich einloggen um die Karte nutzen zu können. Wer mal rumstöbern will, muss halt bei mir das Login anfordern, ist ja jetzt nicht soooo geheim, was man da findet;-)

Ich finds cool, weil ich nun alle meine gefundenen Caches auf einer eigenen Karte anzeigen lassen kann. Natürlich finden dass sicher alle Mädels wieder doof, weil das ja eh niemand interessiert. Wir Jungs (ich schliess jetzt da einfach mal auf eine Mehrheit der männlichen Spezies) finden natürlich alles Geil, was irgendwie statistisch ist. Egal ob wir wissen möchten, wie schnell wir die letzte Woche durch den Wald gejoggt sind, oder wieviele Höhenmeter wir auf der letzten Wanderung gelaufen sind… oder eben halt, wieviele Geocaches ich schon gefunden hab und wo die überall waren. Die einen waren ganz schön weit weg. Der weggste bringts auf satte 18’745.1 km. Hups… hab dabei grad gemerkt, dass ich zwei Neuseeland Caches noch nicht geloggd hatte ;-)


Königsfelder Pilze

fliegenpilz
Kurzvisite bei Mami und Papi im Schwarzwald. Der Herbst ist da. Hab selten mehr Pilze gesehen, als dieses Wochenende. Dieser leuchtende Freund schlüpfte wohl erst vor ein paar Stunden aus dem Boden, die Tannennadeln hatte er noch nicht mal abgeschüttelt. Schade, hatte nur das iPhone dabei, denn jetzt wo ich mir den leuchtenden Fliegenpilz nochmal anschaue, ärgerts mich fast ein bisschen, dass ich nicht diese unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Pilzen im Bild festgehalten habe. Wirklich faszinierend.

holzpilz

Mein frischer Holzkamerad kann mit den echten Pilzen natürlich nicht ganz mithalten. Er ist Teil meines Symbolikus Geocaches in Köngisfeld und musste ersetzt werden, da der letzte leider zerstört wurde. So verzog ich mich dann am Weekend für ein paar Stunden in Papis Werkstatt und bastelte einen neuen. Ich liebe diesen Ausgleich zu meinem Bildschirmjob und vergesse dabei Zeit und Raum wenn ich mich an der Drechsel-, Bandschleif-, Bohr- und Sägemaschine austoben kann und aus einem banalen Stück Holz einen Geocachebehälter in Form eines hohlen Pilzes zaubern kann.


Damals im Frühling

osterhase_small
Wär ja schade, wenn diese Bilder vom Osterhasen verloren gingen ;-) Merci Nicole für den Reminder.


Appezöll, mini nö Liebi!

einstieg

Dass das Appenzellerland und der Alpstein schön ist wusste ich schon. Dass ich mich bei meinem ersten Besuch aber gleich so in diese Gegend verlieben würde, konnte ich nicht voraussehen. Die Häuser sind hier oft gelb… oder auch mal lieblich blau. Viele davon riesengross und mit unendlich vielen Fenstern versehen. Wer was auf sich hält malt Bilder oder Ornamente auf die Fassade, wer noch mehr von sich hält macht gleich eine Beiz aus dem Haus. Die Leute sprechen nicht mehr Schweizerdeutsch, sondern irgend ne ö-Sprache, die lustig klingt. «Ja geen», heisst ja gerne, «nebbis» heisst glaub ich etwas und den Rest konnt ich mir nicht merken. Die Beizendichte übersteigt hier die Bevölkerungszahl und die Berge die im Süden die lieblichen Hügel des Vorlandes überragen sind nicht von schlechten Eltern. Hier weiss man wie man Käse macht, hier weiss man wie man Biberli macht, hier weiss man wie Magenbrot macht und hier weiss man wie man Schweizer Clichés lebt und die Volklore noch im Herzen trägt. Musig spielen die Appenzeller auf einem Klavier, dass sie sich auf den Schoss legen und weil wohl die Konstruktion mit den Tasten zu aufwändig war, klöppeln sie mit kleinen Filzhämmerchen auf den Saiten rum. Artikel weiter lesen »


Nadelhorn 4327m

sonnenaufgang
Wallis zum Dritten: schon zum dritten führte mich eine Hochtour ins Wallis. Geht ja seit dem Lötschbergtunnel so einfach und schnell. Zusammen mit Schranz und Indle verabredeten wir uns für ne Tour aufs Nadelhorn. Das liegt nur grade zwei Gipfel neben dem Dom und ist ganz schön hoch. Gemäss Skala eine einfache Hochtour, die’s aber schon in sich hat. Die Anreise konnten wir gemütlich angehen. Morgens um 9 trafen wir uns auf dem HB, kurz vor 12 stiegen wir in Saas Fee aus dem Posti. Ich brauchte noch einen neuen Camelbag und dieser kurze Zwischenstopp vermieste uns die Bergfahrt auf den Hannig, weil hier in Saas Fee die Uhren etwas langsamer ticken als anderswo. Wir konnten es kaum glauben: Das Bähnli hat Mittagspause von 12:15 bis 13:30. Seis drum. Der Tag war ja schon ein Weilchen alt und so setzten wir uns auf eine hübsche Sonnenterrasse und genossen ein leckeres Zmittag.

Pünktlich um halb Zwei waren wir dann wieder bei der Bahn und liessen uns auf gut 2300 Meter hochtragen. Von da an gings dann zu Fuss weiter. Zu Beginn gemächlich bis an den Fuss des Distelhorns und von dort an dann steil und ziemlich direkt hoch zur Hütte. Den Weg könnte man auch als Klettersteig für Anfänger bezeichnen. Denn von hier geht es 500 Höhenmeter über den felsigen Grat direkt zur Hütte hoch. Unzählige Eisenbügel und unzählige Drahtseile wurden hier montiert. Mir gefällts! Lockeres einkraxeln als Einstimmung einer grandiosen Hochtour. Indle findets bisschen grenzwärtig und Schranz fühlt sich wider erwarten safe und scheint den ausgesetzten Weg auch zu geniessen. Trotz allem, es geht ganz schön an die Substanz und wir sind froh, gut drei Stunden später die Hütte erreicht zu haben. Wie zu erwarten war, ist die Mischabelhütte sehr gut besucht. Der Hüttenwart ist «etwas speziell». Sein extrovertiertes Gehabe find ich zu Beginn ganz witzig, mit der Zeit geht mir sein ewiger Kommandoton aber ganz schön auf den Sack. Jä nu, ist ja nur eine Nacht. Wir drei geniessen den gemütlichen Rest des Tages und schauen, dass der Wein nicht ranzig wird. Soll ja schnell passieren auf dieser Höhe ;-)

Tagwach ist kurz nach 4. Das übliche Ritual. Husch aus dem Bett, möglichst ohne Aufwand alles schnell verpacken, einen Kaffee und zwei Brötchen reinhaun und sich rasch parat machen. Im Schein der Stirnlampen gehts nochmal gut 300 Höhenmeter weiter dem Felsgrat hinauf, bis wir auf gut 3600 Meter die Steigeisen montieren und uns anseilen. Langsam beginnts zu dämmern und wir queren den Hohbalmgletscher nur leicht ansteigend bis zur steilen Ostflanke. Dort gehts dann steil hoch zum Windjoch. Es ist bitter kalt und oben auf dem Grat bläst ein eisiger Wind. Die Morgenstimmung ist atemberaubend und belohnt einen fürs frühe aufstehen. Freiheit pur! Rot glühende Wolken und die Lenzspitze und das Nadelhorn leutchen in schönstem Morgenrot. Auf dem Grat wird der Aufstieg dann etwas knackiger und ausgesetzter. Schranz entwickelt sich zum Mountainier und scheint seine Höhenangst gut im Griff zu haben. Wir kraxeln zweimal über kleinere Felsblöcke bis es dann kurz vor dem Gipfel richtig steil wird. Zum ersten Mal müssen meine beiden Gspänli den Pickel nicht nur als Geh- und Stützhilfe auf dem Gletscher einsetzen, sondern sich über ein ziemlich vereistes Stück mit Hilfe des Pickels sichern. Also schön die Haue ins Eis schlagen, damit man sich am Schaft gut halten kann. Es ist ein ziemliches Gewusel im Aufstieg. Die grosse 12-er Gruppe konnten wir zum Glück hinter uns lassen, aber sie sind uns auf den Versen. Den Gipfel erreichen wir nach gut 3,5 Std. Aufstieg. Erst auf dem letzten Meter öffnet sich der Blick zu Dom und Matterhorn. Der absolute Hammer! Aber zum Geniessen bleibt keine Zeit. Es ist viel zu kalt – ich hab eiskalte Füsse, Indle und Schranz klagen über halb abgefrohrene Finger. Also schnell abklatschen und runter. Platz hats hier oben sowieso nicht. 5 Personen ist das höchste der Gefühle. Natürlich wirds im Abstieg etwas eng, denn immer noch sind viele Türeler im Aufstieg und das Kreuzen ist nicht immer ganz einfach.
eisig
Wegen der Kälte und des starken Windes beschliessen wir, unsere Vesperpause erst wieder nach dem Grat, unten auf dem Joch einzulegen. So steigen wir die letzte halbe Stunde mit knurrendem Magen über den Grat ab. Für meine beiden Gefährten wars eine Tour im Grenzbereich, aber sie hatten es gut gemeistert. Ich muss mich da nun auch nicht vorne hin stellen, denn so ganz Ohne war die Sache bestimmt nicht und auch bei mir setzte die Adrenalinproduktion zwischenzeitlich mal ein. Nach der Verpflegung gings dann erst mal zurück zur Hütte. Dort genossen wir die wärmende Sonne, stärkten uns nochmal kurz und beglichen die offene Rechnung. Der weitere Abstieg war dann ziemlich mühsam. Erstens waren wir wohl alle schon ziemlich müde und die Kraxelei über den ausgesetzten klettersteigähnlichen Hüttenweg ist auch nicht ohne. Na ja… und 2000 Höhenmeter gehn nun sowieso auf die Knochen. Ziemlich abgekämpft erreichten wir gegen 14 Uhr die Hannigbahn und schafften es so gerade noch auf den halb Drei Bus zurück nach Visp. Danke Indle und Schranz für die nette Begleitung. Macht Spass mit euch!

Hier gibts die Bilder. Sorry, alles etwas rauschig, da ich alles mit 1600 ISO fotografierte :-(


Krönten zum Zweiten

spannort-blog

Langsam kenn ich die Ecke rund um die Kröntenhütte mit all ihren Gipfeln. Am letzten Wochenende stand meine zweite Krönten-Besteigung an. Vor allem Patrick ist grade dran, sich vom Hochtouren-Virus infizieren zu lassen und freut sich über leichte Einsteigertouren, um Erfahrungen zu sammeln. Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter und führe das kleine Grüppchen, dem auch Michi und Othmar angehörte an. Damit uns am Samstag noch genügend Zeit blieb um Klettern zu gehen, trafen wir uns nach acht Uhr im HB und fuhren nach Engelberg. Othmar stiess in Luzern zu uns und bei herrlichem Wetter eiferten wir der frischen Bergluft entgegen. Damit der Anstieg zur Spannorthütte nicht endlos wurde, fuhren wir mit dem Ortsbus noch bis zur Talstation der Fürenalpbahn. Danach gings bei noch ganz angenehmen Temperaturen hoch zur Spannorthütte. Die Verhältnisse waren unschlagbar. Herrliches weiches Licht, glasklare Luft und noch nicht mal allzu heiss: Just perfect! Der Aufstieg ist ab Stäfeli dann ziemlich schweisstreibend und steil, aber die Jungs hatten alle das reissen und nach gut zweieinhalb Stunden hatten wir schon die Hütte erreicht. Dort erstmal den Wasserhaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht und die Rucksäcke erleichtert, bevor wir in den nahegelegenen Klettergarten gingen. Tja und wenn kein Rotti und CH mit von der Partie ist, bin ich halt als erfahrenster der Gestrafte der beim Klettern natürlich vorsteigen darf. Prima! Was lieb ich es im Fels zu hängen um bei heiklen Passagen mir einzuhämmern, dass es irgendwie schon weiter geht, weil das ja grade mal ne 4 irgendwas ist und abrutschen einfach grad mal nicht drin liegt und wohl ziemlich schmerzhaft wäre. Dummerweise hatten wir viel zu wenig Express Karabiner dabei, was das Unternehmen nochmal etwas kitzliger machte. Aber es funzte dann doch und ich erreichte den oberen Standplatz sicher und sogar ohne Kratzer, um meinen Gspänlis ein toprope Klettern (von oben gesichert) zu ermöglichen und sie dann nach erreichen des Standplatzes zu instruieren, wie das Abseilen funktioniert. Hat glaub ich allen Spass gemacht und für Schranz wars ne Premiere. Der Abend war dann recht gemütlich und die Zeit reichte um die eine oder andere Rotweinflasche zu vernichten und uns die Zeit mit einem gemütlichen Schieber zu vertreiben.
glattfirn
Sonntag war dann kurz vor 5 Tagwach und pünktlich um halb sechs konnten wir im Schein der Stirnlampen zur Schlossberglücke starten. Ein heftiger Aufstieg bei dem man in eineinhalb Stunden mal so knapp 700 Höhenmeter aufsteigt. Kurz vor der Lücke erleuchteten die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel des mächtigen Spannorts. Ein phantastisches Bild. Wir waren die einzige Gruppe die auf der Hütte übernachtete, die nicht auf den Spannort stieg, sondern den Glattfirn Gletscher bis zur Kröntenlücke querte. Von dort aus sinds dann noch ca. 45 Minuten bis zum Gipfel, der an diesem Tag wie der Spannort auch gut besucht war. Gegen 10 Uhr waren wir auf dem Gipfel und ich stürmte dann mit Indle noch die letzten 10 Meter des Gipfelblocks. Man muss sich durch ein furchtbar enges Kamin zwängen, was aber nicht weiter schwer war um die kleine Plattform ganz oben beim Gipfelkreuz zu erreichen. Die Aussicht war phänomenal und bei angenehmen Temperaturen und stahlblauem Himmel genossen wir eine längere Mittagspause auf dem Gipfel. Danach begann der endlose Abstieg. Zurück zur Kröntenlücke, über den Gletscher hinunter zum Grawstock und dann bisschen im felsigen Gelände weiter, bis der markierte Bergweg begann, hinunter in die immer reizvoller werdende Wunder-Berglandschaft um die Kröntenhütte. Dort legten wir dann nochmal eine Pause ein, füllten unsere durstigen Bäuche mit Apfelschorle und Rivella und nahmen dann noch die letzten 900 Meter Abstieg in Angriff. Wie immer, wurde auf Bodenberg dann das Taxi bestellt, dass uns hinunter nach Erfeld fuhr. Die Heimfahrt war dann easy, in Zügen, wo’s sogar noch genügend Sitzplätze gab. Einmal mehr ein Hammerweekend in der Traumbergwelt des Erstfeldertales und seiner schönen Gipfel.

Der Muskelkater ist mal wieder ganz schön heftig, ist doch auch schon wieder ein Weilchen her, seit ich an einem Tag über 2000 Meter abgestiegen bin… pwheee… ;-)

So und zu guter letzt, wie immer: Bilder-geflickr