{"id":111,"date":"2006-06-25T23:57:00","date_gmt":"2006-06-25T22:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=111"},"modified":"2006-08-02T09:04:31","modified_gmt":"2006-08-02T08:04:31","slug":"chufirsten-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2006-111\/chufirsten-marathon\/","title":{"rendered":"Churfirsten-Marathon"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" id=\"image123\" alt=\"Churfirsten\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/08\/churfirsten.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nach meiner Tourenwoche bin ich in perfekter Form um meine schon lange geplante Churfirstentour anzupacken. Noch einmal richtig fr&#252;h austehen und mit dem Auto hoch nach Arvenb&#252;el. Ich w&#228;re gerne von Weesen oder Ziegelbr&#252;cke mit dem Bus gefahren aber so fr&#252;h geht da noch nix. Um halb sieben lauf ich los und folge dem normalen Wanderweg Richtung Leistkamm bis Pt. 1911. Dort verlasse ich den Weg und steige hinauf um den Talkessel hinten wos Felsig wird &#252;ber dem Felsband zu durchlaufen. Ich f&#252;hl mich nach dem Kurs so richtig ready for the wilderness und geniesse es mir den eigenen Weg zu suchen. Und es ist eine phantastische Alternativroute, obwohl nicht ganz ungef&#228;hrlich, denn die Steine sind manchmal nass und ganz sch&#246;n rutschig.<\/p>\n<p>F&#252;r die Lesefaulen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/docs\/gps\/Churfirsten-Marathon.xol\">Overlay Daten<\/a> (SwissMap 25)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/08\/churfirsten-marathon-1.jpg\">Kartenausschnitt<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/docs\/Churfirsten-Marathon.mov\">Quicktime Movie<\/a> (Achtung: 34 MB)<br \/>\n<!--more-->Ich durchlaufe also den Kessel hoch &#252;ber dem Wanderweg und halte die H&#246;he bis zum Glattchamm. Dort finde ich zum Gl&#252;ck eine Stelle wo man Richtung Gocht absteigen kann. Die genaue Route k&#246;nnt ihr euch als SwissMap 25 Overlay File <a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/docs\/gps\/Churfirsten-Marathon.xol\">hier<\/a> runterladen. Der Ausblick vom Gocht ist phantastisch und bis hierhin ist die Wanderung (f&#252;r alle die lieber dem Weg folgen) easy und in vielleicht zweieinhalb Stunden zu schaffen. Aber den Abstieg von Gocht hinunter Richtung Walensee empfehle ich nur schwindelfreien und absolut trittsicheren Wandersleuten. Hier wirds n&#228;mlich richtig steil und auch bei mir kommt da manchmal ein mulmiges Gef&#252;hl auf. Es ist nichts gesichert, ziemlich rutschig, voller Schotter und auch Steinschlag gef&#228;hrdet. Manche Passage musste ich R&#252;ckw&#228;rts absteigen. Aber die Abenteurer werden daf&#252;r mit einer unglaublichen Route belohnt, die immer wieder phantastische Aussichten birgt, aber bis hinunter nach  S&#228;ls immer wieder extrem steil und oft auch recht ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Von dort geht der Weg dann nicht mehr ganz so spektakul&#228;r weiter. Via S&#228;lser H&#252;tte, S&#228;lser Schwamm an der Alp Schwaldis vorbei. Vor einem kleinen Couloir gehts dann wieder auf richtigen Wanderwegen weiter und der Weg steigt wieder kr&#228;ftig an und die Sonne brennt um diese Zeit ziemlich gnadenlos auf einen herunter. Auf ca. 1700 Metern f&#252;hrt der Weg dann wieder eben durch herrliches Gel&#228;nde bis zur Alp Tschingla, die ziemlich gut besetzt ist und von Walenstadtberg wohl gut zu erreichen ist. Wenn ich mir die Karte anschaue, sollte dies auch mit dem Bike gut machbar sein. K&#246;nnt ich ja mal ausprobieren.<\/p>\n<p>Da mir die Zeit schon wieder im Nacken sitzt &#252;bergehe ich diese Rastm&#246;glichkeit und zweige vielleicht einen halben Kilometer danach links ab, wos wieder richtig heftig hoch geht. Die Wege sind nicht ganz so ausgesetzt wie beim Abstieg von Gocht, aber doch auch sehr ausgesetzt. Vals ist eine klitzekleine schnuggelige Alp auf einem kleinen R&#252;cken. Ich mache nochmal kurz Rast, habe z&#252;nftig Hunger und Durst und weiss, dass mich nun nochmal ein heftiger Aufstieg bis zum Ch&#228;serrugg erwartet. Der Einstieg ins Valsloch ist mit einer riesengrossen Markierung am Fels schon von der Alp sichtbar. Es ist ein abenteuerlicher aber extrem sch&#246;ner Weg und ich bin ziemlich platt als ich an einer Steinbockherde mit ungef&#228;hr 12 Steinb&#246;cken vorbeikomme. Die scheinen sich von mir &#252;berhaupt nicht st&#246;ren zu lassen und grasen friedlich oder k&#228;mpfen miteinander.<\/p>\n<p>Ziemlich ausgelaugt treffe ich um 16 Uhr dann auf der Bergstation Ch&#228;serrugg ein. Ich h&#228;tte gern noch ein bisschen mehr Zeit, denn die Landschaft hier oben ist herrlich, aber erstens muss ich irgendwie wieder zur&#252;ckkommen und zweitens ziehen ziemlich dunkle Gewitterwolken auf, so dass ich die m&#252;hsame Heimreise mit dem &#214;V gleich antrete und die n&#228;chste Seilbahn nach Iltois nehme. Von dort gehts mit der Standseilbahn weiter Unterwasser. Und nun steh ich ziemlich im Schilf. Meine Karte hilft mir nun nicht mehr weiter und so muss ich mich mehr nach meinem Gef&#252;hl orientieren. Erst mal suche ich die Postautostation. Ich hab keine Ahnung, welcher Weg mich schneller zur&#252;ckf&#252;hrt. Wattwil oder Rheintal. Egal &#8211; ich entscheide mich f&#252;rs Rheintal und nehme den Bus nach Buchs. Da wart ich nat&#252;rlich erst mal ne halbe Stunde. Von Buchs gehts weiter mit dem Zug nach Sargans, dort umsteigen nach Ziegelbr&#252;cke und von da gibts ja wieder den Bus hoch nach Amden\/Arvenb&#252;hl &#8230; denke ich mir und freu mich, als ich hier grade Anschluss habe und der Bus vor dem Bahnhof bereit steht. Nur guckt mich der Schaffner mit grossen Augen an, als ich das Ticket nach Arvenb&#252;el bestelle. \u00abJa, lieber Mann\u00bb meint er \u00abum diese Zeit fahren wir nur noch nach Amden\u00ab! AUTSCH, es ist irgendwas nach sieben Uhr, ich bin seit &#252;ber 12 Stunden unterwegs und nun erwartet mich nochmal ein knapp einst&#252;ndiger Fussmarsch hoch nach Arvenb&#252;el.<\/p>\n<p>Aber auch den hab ich dann noch geschafft und war ganz sch&#246;n stolz auf diese spannende, manchmal ganz sch&#246;n kribbelige Tour.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meiner Tourenwoche bin ich in perfekter Form um meine schon lange geplante Churfirstentour anzupacken. Noch einmal richtig fr&#252;h austehen und mit dem Auto hoch nach Arvenb&#252;el. Ich w&#228;re gerne von Weesen oder Ziegelbr&#252;cke mit dem Bus gefahren aber so fr&#252;h geht da noch nix. 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