{"id":1136,"date":"2011-06-14T00:52:25","date_gmt":"2011-06-13T23:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1136"},"modified":"2011-06-14T13:25:19","modified_gmt":"2011-06-14T12:25:19","slug":"im-ofenloch-und-ums-ofenloch-herum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2011-1136\/im-ofenloch-und-ums-ofenloch-herum\/","title":{"rendered":"Im Ofenloch und ums Ofenloch herum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1140\" title=\"ofeloch\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/ofeloch.jpg\" alt=\"ofeloch\" width=\"432\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/ofeloch.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/ofeloch-300x227.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nAbenteuerliche Genusswanderung ums und durchs Neckertal. Nat&#252;rlich war einmal mehr das Geocachen daran schuld, dass ich mich hierher verirrte. Auch Corinne war von den Bildern, die wir im Netz gefunden hatten begeistert und so war der Entscheid schnell gef&#228;llt, diesen Ort zu erwandern. Wir trafen uns in Bonstetten zu Kaffee und Kartenstudium um einen geeigneten Startpunkt f&#252;r die Rundwanderung festzulegen. Danach gings dann via Rapperswil, Wattwil, Ricken und Hemberg bis zum Fahrverbot ins Neckertal. Hemberg ist ein herausgeputztes Bilderbuch-D&#246;rfchen auf einer Anh&#246;he liegend, eingebettet in die lieblichen Voralpenh&#252;gel des Toggenburg. Die wundersch&#246;n verziehrten Frontfassaden (jupp&#8230; hineduri gsehts denn n&#252;mm ganz so p&#252;tzlet us) der H&#228;user erinnern ans naheliegende Appenzell.<\/p>\n<p>F&#252;r die Pressierten wie immer die Links <a href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/25025772\">zur Diashow<\/a> und den Filmchen: <a href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/25025772\">Video 1<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/25074024\">Video 2,<\/a> <a href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/25074355\">Video 3.<\/a><\/p>\n<p><!--more-->Den Weg ins Neckertal h&#228;tten wir wohl mit einfachem Kartenstudium schneller gefunden, aber Tekkiepierre hat ja viel moderenes Equipment: GPS im iPhone und nat&#252;rlich sein Garmin Oregon f&#252;rs Grobe, da kann man sich das Kartenlesen ja sparen. Dumm nur, dass er die eingegebenen Koordinaten im iPhone nicht pr&#252;fte und wir wohl souver&#228;n nach Hemberg gelots wurden, danach aber nicht ins Neckertal sondern &#252;ber M&#228;tteli auf immer schmaler werdende Strassen gelotst wurden. Irgendwann wird man dann mal misstrauisch, wenn man sich nur noch auf H&#252;gelz&#252;gen anstatt unten im Talboden befindet. Also iPhone weg, Garmin gez&#252;ckt und mal schnell den Ofenloch Cache als Ziel definiert. Nach erster Korrektur, die Tracking dann noch von den Wanderwegen auf die Strassen verlegt und brav der blauen Linie gefolgt. Aber auch die brachte uns auf wundersame Weise nicht hinunter ins Tal, sondern &#252;ber eine etwas gr&#246;ssere Strasse auf den n&#228;chsten lieblichen H&#252;gelzug. Irgendwann wurde mir dann auch dies etwas Gschmuch und ich realisierte, dass ins Ofenloch ja gar kein offizieller Weg f&#252;hrt und uns das GPS wohl einfach an den n&#228;chsten Punkt bringen w&#252;rde, welcher aber diametral entgegengesetzt zu unserem geplanten Startpunkt lag. Also nochmal alle Maschinen auf Stopp, zur&#252;ck nach Hemberg und endlich mal seri&#246;se Koordinaten, die auf den geplanten Parkplatz zeigten eingegen. Ab da gings dann recht flott und wir fanden unser Ziel ;-)<\/p>\n<p>Nun ja, wenigstens ist die Pampa hier hinten wundersch&#246;n und so st&#246;rten die Zusatzschlaufen nicht wirklich. Kurz vor zehn machten uns dann auf die Socken. Das Wetter hielt diesmal nicht ganz was es versprach. In Bonstetten &#252;berraschte uns noch ein wolkenfreier, tiefblauer Himmel, hier im Neckertal wolkte es schon ziemlich heftig.<\/p>\n<p>Zu Beginn stiegen wir gut 500 H&#246;henmeter meist &#252;ber gr&#252;ne Matten hinauf zur Chabissen. Dort steht \u00abHeie\u00bb, eine 24 Tonnen schwere Marmorplastik. Wir waren beide von diesem Kunstwerk das auf einer kleinen Anh&#246;he steht fasziniert. Spannend, wie dieser grosse, weiss leuchtende Knochen in dieser Landschaft wirkt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1142\" title=\"heie-chabissen\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/heie-chabissen.jpg\" alt=\"heie-chabissen\" width=\"432\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/heie-chabissen.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/heie-chabissen-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Nach kurzer Pause und ausgiebigem Kunststudium gings dann weiter auf den Hinterfallenchopf, dem h&#246;chsten Gipfel auf dieser Talseite. Schade nur, dass der ganze Alpstein in dicke Wolken geh&#252;llt war. Trotz allem, war die Rundsicht noch ganz passabel. Danach gings via Ellbogen hinunter in die Schlucht. Unterwegs merkten wir mal wieder, dass dieser zus&#228;tzliche Aufstieg auf den Hinterfallenchopf nicht wirklich n&#246;tig gewesen w&#228;re und wir auf dem eingeschlagenen Weg die Schlucht gar nicht durchschreiten w&#252;rden, sondern ganz hinten im Kessel der Neckerschlucht landen w&#252;rden. Wir entschieden uns aber, den eingeschlagenen Weg weiterzugehn und die Schlucht von ihrem Ende aus auf dem R&#252;ckweg dann Flussabw&#228;rts zu durchlaufen. Tja, dachten wir&#8230; ;-) Als wir zuhinterst in diesem eindr&#252;cklichen Kessel standen, stellten wir fest, dass der Wanderweg gar nicht ganz in die Schlucht hinunterf&#252;hrte, sondern in einem Kessel auf einem Zwischenboden, der gesch&#228;tzte 30 Meter &#252;ber dem Talboden lag durchf&#252;hrte. Ein Abstieg auf den eigentlichen Talboden war hier unm&#246;glich, da die W&#228;nde im ganzen Kessel senkrecht abfallend waren, also auch mit Kraxelei oder Kletterei war hier absolut nichts zu machen. So entschieden wir uns, dem Wanderweg weiter zu folgen und stiegen auf der anderen Talseite wieder hoch um gleich nach der Alp Neuwald wieder 250 Meter zum Ampferenboden abzusteigen. Dort ist der eigentliche Beginn des Nekiweges durch die Schlucht. Wobei Weg doch sehr &#252;berbrieben ist. Man l&#228;uft hier meist im Bachbett dem Flusslauf folgend zum Ofenloch bis ans Ende der Schlucht. Spannend: Oft balanciert man &#252;ber kleine Steine im Bachbett von einer Bachseite zur andern. Manchmal wird der Flusslauf richtig eng und man muss auch mal links oder rechts des Flussbetts etwas kraxeln, aber alles wirklich harmlos und wundersch&#246;n und wo n&#246;tig helfen auch mal Seile. Immer wieder er&#246;ffnen sich einem spektakul&#228;re Ausblicke. Die eindr&#252;cklichen Nagelfluhw&#228;nde steigen oft senkrecht bestimmt 50 Meter oder mehr empor.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Ende der Schlucht, kommt man am riesigen Ofenloch vorbei. Nat&#252;rlich inspizieren wir erst mal den Talboden. Lustig wie winzig man im Video zuhindert im Kessel vor den m&#228;chtigen W&#228;nden wirkt. Zu unserer &#220;berraschung kann man sogar ins Ofenloch hochsteigen. Als wir vor Stunden schon mal einen Blick von ins Ofenloch hinabwerfen konnten, sah es &#252;berhaupt nicht danach aus. Klar, dass auch diese \u00abH&#246;hle\u00bb erforscht werden will und so nehmen wir uns auch gen&#252;gend Zeit und geniessen die Eindr&#252;cke in der riesigen Grotte, suchen nach dem Geocache, drehen ein paar Videos und knipsen Bilder. Zu unserer Freude zeigt sich die Sonne nochmal und bettet die Schlucht in ein wunderbares Licht. Die Wasservorh&#228;nge die &#252;berall &#252;ber die Felsen herunterprasseln glitzern pr&#228;chtig im Gegenlicht. Im Hochsommer k&#246;nnte man sich unter einige dieser nat&#252;rlichen Duschen stellen und zwischen feinem Spr&#252;hnebel bis zum heftigen Massagestrahl so ziemlich alles testen, was einem beliebt. Spannend auch die vielen kleinen Becken die sich im Flusslauf gebildet haben. Oft haben sie die Gr&#246;sse einer Badewanne und das kristallklare Wasser macht wahrlich Lust, sich in diese nat&#252;rlichen Whirlpools zu setzen. Wir liessen es aber bleiben, denn wirklich warm wars ja nicht.<\/p>\n<p>Gegen 18 Uhr machten wir uns dann wieder auf den R&#252;ckweg zum Ampferenboden und genossen dabei nochmal die Balanceakte &#252;ber die Steine im Bachbett. Von dort gings dann gem&#252;tlich auf der Fahrstrasse zur&#252;ck zum Auto. Die urspr&#252;nglich geplante Zusatzschlaufe &#252;ber die Oberalp liessen wir bleiben. Das w&#228;re dann zu sp&#228;t geworden, aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben ;-)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1143\" title=\"hemberg\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/hemberg.jpg\" alt=\"hemberg\" width=\"432\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/hemberg.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/hemberg-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Und weil alles so wunderbar passte, machten wir im h&#252;bschen Hemberg nochmal halt, spazierten durchs D&#246;rfchen und entschieden uns nicht nur ein k&#252;hles Bierchen zu trinken, sondern gleich noch unseren Hunger in der Krone zu stillen. Merci Corinne f&#252;r die nette Begleitung. Was war das wieder f&#252;r ein spannender und ereignisreicher Tag!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abenteuerliche Genusswanderung ums und durchs Neckertal. Nat&#252;rlich war einmal mehr das Geocachen daran schuld, dass ich mich hierher verirrte. Auch Corinne war von den Bildern, die wir im Netz gefunden hatten begeistert und so war der Entscheid schnell gef&#228;llt, diesen Ort zu erwandern. 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