{"id":1166,"date":"2011-07-10T23:13:01","date_gmt":"2011-07-10T22:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1166"},"modified":"2011-07-10T23:34:58","modified_gmt":"2011-07-10T22:34:58","slug":"durchs-martinsloch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2011-1166\/durchs-martinsloch\/","title":{"rendered":"Durchs Martinsloch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1167\" title=\"martinsloch\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/martinsloch.jpg\" alt=\"martinsloch\" width=\"432\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/martinsloch.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/martinsloch-300x147.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nMuss ich noch erkl&#228;ren, dass das legend&#228;re Martinsloch im Tschingglemassiv liegt und zweimal im Jahr die Sonne genau durch dieses Loch auf die Kirche von Elm scheint? Nun, bisher mag dies das spektakul&#228;re an diesem Loch auch f&#252;r mich gewesen sein. Seit Samstag, 9. Juli ist f&#252;r mich aber viel spektakul&#228;rer, dass ICH da auch drin war. Ohne Sonne, wohlgemerkt, aber das spielte nicht wirklich ne Rolle. Corinne begleitete mich auf dieser einmalig eindr&#252;cklichen Wanderung von Elm nach Flims. Auch ohne das Martinsloch zu durchsteigen ist diese Wanderung unheimlich sch&#246;n und man kann einfach &#252;ber den Segnaspass vom Glarner- ins B&#252;ndnerland wandern. Der Start ab Elm Station, der Aufstieg oberhalb der Schlucht bis Nideren und dann weiter bis Pt. 2399 ist schon ein Erlebnis. Der Bergsommer zeigt sich hier von seiner sch&#246;nsten Seite, die Alpenblumen bl&#252;hen hier um die Wette. F&#252;r jeden der Blumen und gr&#252;ne Matten mag, Tiefblicke in Schluchten geniessen will und steile Aufstiege nicht scheut ist die Glarner Seite eine Wucht. Wir bew&#228;ltigten etwa 1700 H&#246;henmeter im Aufstieg und fast soviele beim Abstieg nach Flims. Man kann die Tour aber durch die Tschingglenbahn auf der Glarner- und die Sesselbahn ab Naraus auf der Flimserseite um einige H&#246;henmeter entsch&#228;rfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157627163614312\/show\/\">Zur Flickr-Diashow<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1175\" title=\"blog-flowers\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-flowers.jpg\" alt=\"blog-flowers\" width=\"432\" height=\"99\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-flowers.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-flowers-300x68.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nUnser Challenge und der Grund f&#252;r diese Tour war nat&#252;rlich das ber&#252;hmte Martinsloch. Ich las letztes Jahr mal, dass man da sogar hindurch steigen kann. Wohl Wissend, dass dies nichts f&#252;r Sonntagswanderer sein d&#252;rfte machten wir uns also auf den Weg. Corinne willigte ein, dieses Abenteuer auch zu versuchen und so verliessen wir bei besagtem Kartenpunkt den Weg und traversierten den Schotterhang bis unters Martinsloch. Immer wuchtiger der Eindruck dieses Nichts im Fels. Leider machte das Wetter nicht ganz so mit, wie ich das gerne gehabt h&#228;tte, aber zumindest regnete es nur kurz beim Aufstieg. Aber der Postkartenblick mit dem blauen Himmel der durchs Loch scheint, blieb uns verwehrt. Der Blick hinauf, stimmte mich dann doch etwas nachdenklich, die Hangneigung bis zum Loch ist doch sehr steil, der Schotter &#252;berall in Bewegung. Wir w&#228;hlten trotz allem den Weg direkt im kleinen Couloir hoch. Da gabs auf der einen Seite zumindest Fels, an dem man sich halten und auch mal hochklettern konnte. Den Hang im Zickzack zu traversieren, war wegen der Steilheit des Gel&#228;ndes und des rutschigen Bodens kaum m&#246;glich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1177\" title=\"blog-schiefer\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-schiefer.jpg\" alt=\"blog-schiefer\" width=\"432\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-schiefer.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-schiefer-300x100.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nMutig kraxelten wir das Couloir hoch, zu guter letzt wars eigentlich mehr Kletterei, bis wir dann endlich die helfenden Seile und Ketten erblickten, die einem &#252;ber die letzten 20 H&#246;henmeter hinauf ins Loch halt boten. Gem&#228;ss meinen GPS Daten kostete uns der Aufstieg dieser letzten gut 200 H&#246;henmeter fast eineinhalb Stunden. Mir gingen beim Aufstieg einige Gedanken durch den Kopf: Weitermachen oder doch besser Abbrechen? Schaffen wirs bis ganz hinauf? Wirds noch steiler oder besser? Ist der Abstieg auf der anderen Seite noch giftiger oder besser? Viel Spatzung gab ich mir nicht mehr, aber Corinne stieg dank ihrer Klettererfahrung aus der Halle problemlos mit und meisterte das steile Gel&#228;nde bravour&#246;s. Jupp&#8230; und dann nach etwa 90 Minuten hatten wirs dann tats&#228;chlich geschafft. Ein giftig kalter Wind blies durch das eindr&#252;ckliche 19&#215;17 Meter grosse Loch. Gl&#252;cksgef&#252;hle machten sich breit. Der Blick auf die Kirche von Elm lag frei, die imposanten Schutth&#252;gel von Atlas und Piz Sardona strahlten uns auf der B&#252;ndnerseite entgegen. Nach kurzer Verschnaufpause und leider missratenen Fotosession (hatte meine Kamera ziemlich falsch eingestellt) machten wir uns dann auf der B&#252;ndner Seite an den Abstieg. Der war um einiges angenehmer und recht einfach zu bew&#228;ltigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1176\" title=\"blog-segnas-sut\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-segnas-sut.jpg\" alt=\"blog-segnas-sut\" width=\"432\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-segnas-sut.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/blog-segnas-sut-300x117.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nDie B&#252;ndnerseite unterscheidet sich komplett vom stotzigen Glarnertal. Ein riesen Kessel tut sich vor einem auf. Der Talboden weit und Eben. Eine kleine Stufe trennt die obere hochalpine Steinlandschaft durch die lieblich gr&#252;n leuchtende Ebene wo all die vielen B&#228;che von allen Seiten sich in dutzenden B&#228;chen treffen und eine wahnsinnige meandernde Landschaft in dieses Hochtal zaubern. Nach dem steilen, weglosen Abstieg machten wir dann erst mal Mittagsrast. War auch h&#246;chste Zeit, sich mal auszuruhen und dem K&#246;rper wieder etwas Energie zuzuf&#252;hren. Waren wir beide doch seit kurz nach vier auf den Beinen. Danach ging der Abstieg dann gem&#252;tlich in dieser Traumlandschaft weiter. Wir &#228;nderten die zuerst geplante Route aus Zeitgr&#252;nden und peilten die Bahnstation Naraus an, wo wir kurz vor F&#252;nf ankamen und uns dann doch f&#252;r den weiteren Abstieg zu Fuss entschieden, weils erstens hier oben wirklich einmalig sch&#246;n ist und ich mich auch noch ganz fit f&#252;hlte. Corinne scheint eh nie m&#252;de zu werden, geschweige denn Muskelkater zu bekommen. So landeten wir dann kurz vor sieben in Flims wo nur ein paar Minuten sp&#228;ter das Postauto nach Chur fuhr. Eigentlich w&#228;ren wir gerne noch ein halbes oder dreiviertel St&#252;ndchen eingekehrt, aber danach w&#228;ren die Verbindungen zur&#252;ck nach Z&#252;rich nicht mehr so gut gewesen und so entschieden wir, gleich in den Bus zu h&#252;pfen und uns zur&#252;ck ins Flachland bringen zu lassen. Toll wars&#8230; eine unglaublich spannende und vielseitige Wanderung, inklusive Adrenalin- und \u00abWunderbar\u00bb-Faktor und einem stolzen Gef&#252;hl in der Brust, im ber&#252;hmten Martinsloch gestanden zu sein. Wow!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muss ich noch erkl&#228;ren, dass das legend&#228;re Martinsloch im Tschingglemassiv liegt und zweimal im Jahr die Sonne genau durch dieses Loch auf die Kirche von Elm scheint? Nun, bisher mag dies das spektakul&#228;re an diesem Loch auch f&#252;r mich gewesen sein. Seit Samstag, 9. 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