{"id":1255,"date":"2012-02-29T11:18:45","date_gmt":"2012-02-29T10:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1255"},"modified":"2012-02-29T12:22:40","modified_gmt":"2012-02-29T11:22:40","slug":"igluprojekt-gulme-2012-der-frust-und-die-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2012-1255\/igluprojekt-gulme-2012-der-frust-und-die-alternative\/","title":{"rendered":"Igluprojekt Gulme 2012. Finale: Frust und die Alternative"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1260\" title=\"iglufrust\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/iglufrust.jpg\" alt=\"iglufrust\" width=\"430\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/iglufrust.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/iglufrust-300x178.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die &#220;bernachtung im Iglu planten wir f&#252;r Donnerstag auf Freitag, 16.\/17. Februar, da ich am Wochenende im Schwarzwald war und nicht konnte und die Kids noch Ferien hatten. Das Wetter machte uns aber einen Strich durch die Rechnung. Ziemlich viel Neuschnee, schlechtes Wetter und die grosse Lawinengefahr liessen uns den Termin canceln und die &#220;bernachtung aufs kommende Wochenende verschieben.<br \/>\nDa war das Wetter etwas besser, aber die fr&#252;hlingshaften Temperaturen machten uns einen Strich durch die Rechnung, denn als wir oben auf dem Gulme ankamen, war vom Iglu nur noch ein j&#228;mmerliches H&#228;ufchen zerfallener und angetauter Schneebl&#246;cke zu sehen. Der Steinbruch war v&#246;llig zugeweht und nicht mehr existent.<\/p>\n<p>Hier nochmal alle Links zu den Bildern und Filmen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157629189330289\/show\/\">Flickr von Pierre<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/64065773@N02\/sets\/72157629461282061\/show\/\">Flickr von Corinne (Schneeh&#246;hli)<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/64065773@N02\/sets\/72157628870133953\/show\/\">vom ersten Tag<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/36820091\">Video Tag 1+2<\/a> und <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/37485251\">Schneeh&#246;hli<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.alpen-panoramen.de\/panorama.php?pid=18766\">Panorama<\/a><\/p>\n<p><!--more--><img decoding=\"async\" title=\"Weiterlesen...\" src=\"..\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1259\" title=\"hoehli-inside\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/hoehli-inside.jpg\" alt=\"hoehli-inside\" width=\"430\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/hoehli-inside.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/hoehli-inside-300x173.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Der Frust zu Beginn war riesig. Unter den herrschenden Bedingungen war an einen Neubau nicht zu denken. Mit dem durchweichten und feuchten Schnee war ein Bau unm&#246;glich und da wir erst gegen 12:30 auf dem Gipfel waren, h&#228;tte wohl auch bei guten Bedingungen die Zeit nicht gereicht. Jul und Janina waren aber die Antreiber und fanden meinen Vorschlag prima, uns in den hohen Schneeverwehungen eine Schneeh&#246;hle zu buddeln. Sofort machte sich Julian ans Graben und wir liessen uns von seiner Euphorie anstecken und halfen bald kr&#228;ftig mit. Als wir sahen, dass wir zu viert recht gut voran kamen, wurde dann das Projekt Schneeloch seri&#246;s angegangen und damit wir uns nicht auf den F&#252;ssen rumstanden wurde ein zweites Loch gegraben. So konnte die H&#246;hle von zwei Seiten ausgehoben werden. Einer buddelte sich in den Schneehaufen, der andere schaufelte die Schneeberge weg. Super Einsatz Julian und Janina, Bravo! So gegen 17 Uhr war dann die H&#246;hle gross genug und wir verschlossen den ersten Eingang. Im Inneren des Baus wurde noch bisschen gefeilt, W&#228;nde und Decken etwas gegl&#228;ttet und der Boden ausgeebnet. Draussen sorgte Julian daf&#252;r, dass wir eine sch&#246;ne K&#252;che bekamen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1261\" title=\"buddeln\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/buddeln.jpg\" alt=\"buddeln\" width=\"430\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/buddeln.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/buddeln-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Danach machten wir uns dann f&#252;r die Nacht parat. Kerzen und Taschenlampen erzeugten ein wunderbares Licht in unserem Schneeloch. Im Iglu wirds wegen der d&#252;nneren W&#228;nde nie so dunkel. Draussen bliess inzwischen schon wieder ein fieser Wind und so verzichteten wir auf Gipfelfeuer und die Pastas wurde drinnen verspeist. Die kalte Sauce liess dann die warme Pasta in sekundenschnelle ausk&#252;hlen und so war das w&#228;rmende Essen dann nicht mehr ganz so gluschtig, aber Hunger hatten wir alle und geschmeckt hats trotzdem. Nach dem Essen kuschelten wir uns dann alle in unsere Schlafs&#228;cke, quatschen noch ein Weilchen und liessen uns dann langsam in den Schlaf fallen. Die Kids etwas schneller, wir Alten w&#228;lzten uns die halbe Nacht im Minutenschlaf hin und her. Die Isomatten sind der absolute Wahnsinn und liessen kein bisschen des eisigen K&#228;lte vom Boden durch. Im Schlafsack wars mir mal zu heiss, dann wieder fast zu k&#252;hl, weil der leichteste Hauch der kalten Feuchten Luft doch immer wieder mal durchkam, wenn man sich nicht richtig fest einmummelte. Schlussendlich fand ich dann aber auch noch ein bisschen Schlaf, aber alles in allem wars nicht grad entspannend ;-) Ich war froh, als sich draussen Tageslicht abzeichnete. Unser \u00abLoch\u00bb war ziemlich feucht. An manchen Orten hatte sich im Laufe der Nacht Schmelzwasser einen Weg gesucht und tropfte an den tiefsten Stellen permanent auf den Boden oder auf die Schlafs&#228;cke. Alles war feucht und nicht sehr angenehm.<\/p>\n<p>Das Aufstehen braucht dann unheimlich viel &#220;berwindung. Sich aus dem warmen Schlafsack zu sch&#228;len, in geduckter Stellung die kalten Kleider anzuziehen und dann noch in die nassen durchfrohreren Schuhe mit den eiskalten feuchten Socken zu schl&#252;pfen&#8230; pfui! Wir waren nicht wenig &#252;berrascht, als wir merkten dass der Eingang fast zugeschneit war. Corinne war die erste, die sich aus der H&#246;hle gegraben hatte und nach keiner Minute wieder wie ein Schneemann zur&#252;ck durchs enge Loch in die H&#252;tte kam. Draussen tobte ein Schneesturm erster G&#252;te. Eiskalt, harter graupel&#228;hnlicher Schnee peitschte &#252;ber den Gulme. Keine Chance sich draussen aufzuhalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1262\" title=\"fire-in-the-sky\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/fire-in-the-sky.jpg\" alt=\"fire-in-the-sky\" width=\"430\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/fire-in-the-sky.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/fire-in-the-sky-300x184.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>So entschieden wir uns, schnell noch etwas zu Fr&#252;hst&#252;cken und dann unseren Krempel zusammenzupacken und uns dann an den Abstieg zu machen. Das Packen war dann das n&#228;chste Adventure. Die Decke hatte sich an der d&#252;nnsten Stelle beim Eingang schon ziemlich gesenkt und machte ein Kauern dort kaum mehr m&#246;glich. In der Enge der H&#246;hle alles zusammenzufalten und einzupacken ist schon fast ein Kunstst&#252;ck, aber schlussendlich hatten wir doch alles beisammen und machten uns dann im dicken Nebel und Schneesturm an den Abstieg. Die Sicht war dermassen schlecht, dass man sich &#252;berhaupt nicht orientieren konnte. Zum Gl&#252;ck war ich die letzten Wochen auch schon im Nebel unterwegs und kannte ein paar Eckpunkte an denen ich mich orientieren konnte und wusste so, dass wenn nicht bald die eingeschneite Alph&#252;tte rechts, das Seil, oder ein T&#228;nnchen auftauchte ich nicht auf dem richtigen Weg war. Bis zur Vorder H&#246;hi hinunter war der Abstieg ziemlich deftig, der Wind und Schnee schmerzte im Gesicht, der verblasene Schnee war oft schon Metertief. Unten bei der Vorder H&#246;hi besserten sich die Verh&#228;ltnisse dann wieder und wir folgten abseits der Lawinenh&#228;nge dem teilweise zugewehten Weg ins Tal.<\/p>\n<p>Was war das f&#252;r ein Abenteuer! Fast eineinhalb Monate hielt mich das Igluprojekt Gulme an den Wochenenden auf Trab. Lust und Frust lagen manchmal nahe beieinander, aber schlussendlich &#252;berwiegte das Positive bei Weitem. F&#252;rs 2012 wird die Iglu-Geschichte nun ad acta gelegt, aber im n&#228;chsten Jahr werd ich wieder auf diesen H&#252;gel steigen und dann ist das erkl&#228;rte Ziel: &#220;bernachtung im Iglu und nicht in einem feuchten ewig tropfenden Schneeloch :-) Ich freu mich jetzt schon wieder drauf. Aber lassen wir doch erst mal die Sommer-Actions kommen. Danke an Corinne, Janina und Julian f&#252;r eure nette Begleitung. Hat riesen Spass gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#220;bernachtung im Iglu planten wir f&#252;r Donnerstag auf Freitag, 16.\/17. 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