{"id":1659,"date":"2013-01-22T06:58:38","date_gmt":"2013-01-22T05:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1659"},"modified":"2013-02-06T13:08:51","modified_gmt":"2013-02-06T12:08:51","slug":"tag-36-22-1-endlich-wilson-promontry-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2013-1659\/tag-36-22-1-endlich-wilson-promontry-nationalpark\/","title":{"rendered":"Tag 36 \u2013 22.1.: Endlich: Wilson Promontry Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1663\" title=\"22-05\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-05.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-05.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-05-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nErbarmungslos fr&#252;h klingelt der Wecker und ich steh gleich auf, um nicht wieder einzunicken. Schnell in die K&#252;che runter, Kaffee aufsetzen, dann nochmal kurz den Rucksack checken und unter die Dusche. Danach bin ich einigermassen wach. Ercole schleicht auch schon durchs Haus, nur Karl und Thomas haben sich noch nicht gezeigt. Also d&#252;se ich nochmal schnell in den oberen Stock und tippe Karl auf die Schulter. Endlich gehts in den Wilson Prom, ein Ziel auf das ich mich schon wochenlang gefreut habe. Leider nur f&#252;r zwei N&#228;chte, aber besser als nix ;-) Ein bisschen &#228;rgere ich mich trotzdem, dass es am Ende nur ein kurzer Abstecher wird, aber da der Park nicht mit &#246;ffentlichem Verkehr zu erreichen ist, gings auch kaum anders.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nFast p&#252;nktlich machen wir vier Jungs uns dann um viertel nach Sechs auf den Weg. Im Auto &#252;bermannt mich dann auf dem R&#252;cksitz neben Thomas wieder die M&#252;digkeit und ich nicke immer wieder ein. Bei der Abfahrt ist der ganze Himmel noch bedeckt, aber je n&#228;her wir dem S&#252;dzipfel Australiens kommen umso heller wir der Streifen am Horizont. Als wir das Tor zum Park passieren ist der Himmel schon fast wieder wolkenlos und wir schauen dem Unternehmen Prom mit Freude entgegen. Zuerst m&#252;ssen wir uns in Tidal River an der Park-Info melden und unsere &#220;bernachtungspl&#228;tze buchen. Da wir uns auch noch nicht ganz sicher sind, welche Route wir nehmen wollen, lassen wir uns noch mit ein paar Tips und Infos von der netten Dame am Counter f&#252;ttern. Nach kurzer Beratung entschliessen wir uns dann, unsere Zelte f&#252;r zwei N&#228;chte in der Little Waterloo Bay aufzuschlagen. Da die Rundwanderung wegen eines gesperrten Weges vom Telegraph Saddle zum Sealers Cove immer noch wegen Unwettersch&#228;den gesperrt ist, k&#246;nnen wir leider die pr&#228;ferenzierte Route nicht laufen. Die Waterloo Bay bietet aber wenigstens den Vorteil, dass wir den zweiten Tag mit leichtem Gep&#228;ck wandern k&#246;nnen und unsere Zelte auch nur einmal auf- und abbauen m&#252;ssen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1664\" title=\"22-01\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-01.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-01.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-01-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nNachdem der Papierkram erledigt ist, k&#246;nnen wir mit dem Auto auf den Telegraph Saddle hochfahren. Die Strasse ist nur solange offen, wie Parkpl&#228;tze oben auf dem Saddle verf&#252;gbar sind. Ansonsten h&#228;tten wir auf den Shuttlebus ausweichen m&#252;ssen, was aber auch kein Problem gewesen w&#228;re, denn w&#228;hrend der Hochsaison verkehrt dieser Busservice zwischen den verschiedenen Parkings, welche mit den Autos zug&#228;nglich sind. Kurz vor halb zw&#246;lf laufen wir los. Unser Gep&#228;ck ist m&#228;chtig schwer und es dauert ein ganzes Weilchen, bis sich unsere K&#246;rper ans Gewicht gew&#246;hnt haben. Der Weg hinunter zur Telegraph Junction f&#252;hrt zu meiner Entt&#228;uschung &#252;ber eine breite Schotterstrasse. Wege die ich eigentlich nicht so gerne wandere. Kleine,\u00a0 Pfade sind doch viel sch&#246;ner und spannender. Trotzdem ist die Kulisse, die uns schon auf dem Weg hinunter in die grosse Ebene zur Telegraph Junction schon vielversprechend und macht Lust auf mehr. Nach eindreiviertel Stunden erreichen wir die Kreuzung, von der aus sich der Weg in vier Himmelsrichtungen teilt. Von dieser grossen Kreuzung zweigt unser Weg Richtung Waterloo Bay dann nach vielleicht zweihundert Metern nach links ab und ich freue mich, dass wir nun auf einem sch&#246;nen Pfad weiterlaufen k&#246;nnen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1665\" title=\"22-02\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-02.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-02.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-02-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nDie Kulisse ist atemberaubend, vor allem die Felsformationen auf der Anh&#246;he vor uns, ziehen mich in ihren Bann. Der Weg steigt sanft an, grosse Berge sind hier nicht zu &#252;berwinden. Zu meiner Freude f&#252;hrt er recht Nahe an diesen rundgewaschen Granitfelsen vorbei. Auf der Anh&#246;he tut sich dann erster Blick auf das tiefblaue Meer an der Westk&#252;ste auf. Die n&#228;chste dreiviertel Stunde gehts bergab, und das letzte St&#252;ck zur K&#252;ste f&#252;hrt durch eine sumpfige Ebene, wo der Weg immer wieder auf Holzplanken verl&#228;uft. Als wir die K&#252;ste erreichen und wir den ersten Blick auf die Waterloo Bay erhaschen k&#246;nnen, bleibt uns allen fast die Spucke weg. Vor uns liegt eine grosse Beach. Schneeweisser Sand und glasklares Wasser. Die Farben sind auch f&#252;r mich farbgest&#246;hrten unglaublich, kaum vorstellbar, dass es f&#252;r normalsehende wohl noch ein Sp&#252;rchen toller ausschaut. Ich bin hin und weg. Einen solchen Strand hab ich in Australien noch nie gesehen und keine Menschenseele weit und breit. Ein paar Wanderern mit schweren Rucks&#228;cken sind wir zwar schon begegnet, aber die sind nicht der Rede wert. Unser Campingplatz kann nicht mehr sehr weit sein, mein GPS zeigt noch einen knappen Kilometer an. Ich laufe mit Thomas dem Strand entlang, Erci und Karl folgen dem Weg, der aber am Ende des Strandes wieder mit der Beach zusammentrifft. Danach folgt der Weg bisschen auf und ab nahe der K&#252;ste. Wir erreichen unseren Campground kurz vor vier. Ein wahres Bijou in einem wundersch&#246;nen Wald. Einige Leute sind schon hier, aber es hat noch gen&#252;gend Pl&#228;tze und wir suchen uns einen netten Spot aus und nach einer kurzen Verschnaufpause bauen wir die Zelte auf und installieren uns.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1666\" title=\"22-07\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-07.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-07.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-07-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nDanach gehts nat&#252;rlich auf Erkundungstour. Der Campingplatz liegt neben einem kleinen Creek, der auch als Frischwasserquelle dient und m&#252;ndet ein paar Meter weiter &#252;ber den schneeweissen Sandstrand ins Meer. Die little Waterloo Bay ist noch h&#252;bscher als die grosse Bay, die uns zuvor schon ins Staunen versetzt hatte. Das Wasser ist auch hier glasklar, zur linken schliesst die Bucht mit sch&#246;nen runden Felsformationen ab, auf denen sich wunderbar herumkraxeln l&#228;sst. Ich w&#228;hne mich im Paradies und meine Gsp&#228;nli sind nicht weniger begeistert, von diesem Fleckchen Erde.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1667\" title=\"22-06\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-06.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-06.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-06-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nNachdem wir die n&#228;here Umgebung erforscht und uns vom Marsch erhohlt haben, installieren wir unsere K&#252;che, sprich Karls Benzinkocher mit Topf und unsere Trockenfutter. Was noch fehlt, ist das frische Wasser. Gem&#228;ss Info sollte es hier Wasser geben, aber der Hahn unten am B&#228;chlein, dass eher ein Rinnsal ist, ist nicht in Betrieb. Nach Nachfrage bei unseren Nachbarn, holt man das Wasser etwas weiter oben am Bach, wo ein kleiner Wasserfall sein soll. Der Wasserfall entpuppt sich dann als zwei Meter hohes Felsbr&#246;cklein &#252;ber dass das Wasser in einem d&#252;nnen Rinnsal herunterl&#228;uft. Aber genug um Flaschen zu f&#252;llen. Karl hat einen Wasserfilter dabei, den man ganz einfach auf gew&#246;hnliche Petflaschen schrauben kann. Die braune Farbe bringen wir zwar damit nicht aus den Filtern, aber ich kann hier schon mal verk&#252;nden, dass wir die Reise ohne D&#252;nnpfiff und irgendwelche Seuchen prima &#252;berstanden haben. Die Filter scheinen also wirklich was zu taugen und ich werde Karl mal noch anfragen, wo er das Ding her hat, denn so eins will ich nun auch ;-) Supereasy, braucht kaum Platz und funzt. Mit dem frisch gefilterten Wasser wird dann etappenweise gekocht. Unsere Trockenpasta, die wir bei Wollies gekauft haben entpuppt sich als ganz ok und geniessbar. Hab da wirklich schon &#252;bleres gegessen. Es schmeckt also und macht satt und w&#228;rmt. Denn auch hier wird es nach Sonnenuntergang und Wind schnell wieder kalt und wir packen uns warm ein. Schade, dass man hier nirgends Feuer machen kann, das w&#228;re eigentlich das T&#252;pfelchen auf dem i. So sitzen wir halt um den Kocher, essen unsere Pastas und Fertiggerichte und tr&#228;umen davon, wie sch&#246;n es w&#228;re, jetzt noch ein Fl&#228;schchen Wein dabei zu haben&#8230; oder Tomatensalat mit frischen Zwiebeln ;-)<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1668\" title=\"22-08\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-08.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-08.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/22-08-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nAlt werden wir nicht. Nach dem Essen gehen wir nochmal an den Strand auf die Felsen. Karl m&#246;chte unbedingt seine Angelrute auswerfen. Ich streike, denn es ist hier verboten und ich akzeptiere das Verbot gerne, ist es in Australien ja sonst fast &#252;berall m&#246;glich zu fischen. Erci zieht sich zur&#252;ck und geht schlafen, Thomas hat sich schon kurz nach Sonnenuntergang freiwillig schlafen gelegt. Ich warte auf dem Felsen, bis Karl mit seiner Rute zur&#252;ck kommt und leiste ihm noch Gesellschaft. Die Nacht ist wundersch&#246;n, zwar ziemlich frisch, aber wenn man sich obenrum sch&#246;n warm anzieht gehts gut. Fische beissen keine, auch der Versuch vom Strand aus zu angeln fruchtet nicht und so legen wir uns dann auch gegen Elf ins Zelt.<\/p>\n<p>Das ganze <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157632691392497\/\">Aussie-Album<\/a> gibts bei flickr. <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/8449480717\/in\/set-72157632691392497\/lightbox\/\">Die Bilder zu Tag 36 starten hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbarmungslos fr&#252;h klingelt der Wecker und ich steh gleich auf, um nicht wieder einzunicken. 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