{"id":1676,"date":"2013-01-24T10:37:20","date_gmt":"2013-01-24T09:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1676"},"modified":"2013-02-06T13:11:21","modified_gmt":"2013-02-06T12:11:21","slug":"tag-38-24-1-the-prom-way-back-via-oberon-bay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2013-1676\/tag-38-24-1-the-prom-way-back-via-oberon-bay\/","title":{"rendered":"Tag 38 \u2013 24.1.: The Prom: Way back via Oberon Bay"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1681\" title=\"38-01\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-01.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-01.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-01-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nAls ich aus dem Zelt krieche, sieht das Wetter immer noch gleich aus, wie am Abend zuvor. Dicke Wolken, Wind, Kalt. Man hat das Gef&#252;hl, dass es in den n&#228;chsten f&#252;nf Minuten zu regnen beginnt. Aber das hatte ich ja gestern auch schon, trotzdem blieb es in der Nacht trocken. Mit frisch gefiltertem Wasser wird Kaffee gekocht und und unsere M&#252;eslis zubereitet. Die Lust schon wieder zusammenzupacken h&#228;lt sich in Grenzen. Die Lust, diesen paradiesischen Ort schon wieder verlassen zu m&#252;ssen, h&#228;lt sich bei mir in Grenzen. Aber so isses nun mal.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nNach dem Zusammenpacken schlage ich den anderen noch eine Alternativroute f&#252;r den R&#252;ckweg vor. Anstatt denselben Weg wieder zur&#252;ckzulaufen, k&#246;nnten wir auch bei der Telegraph Junction weiter Richtung Oberon Bay zur Westk&#252;ste des Wilson Prom laufen. Dort f&#252;hrt ein Weg der K&#252;ste folgend hinauf nach Tidal River. Ich sch&#228;tze die Marschzeit vielleicht um eine Stunde l&#228;nger ein. Karl m&#246;chte aber mit Thomas keine Experimente eingehen und Erci schliesst sich Karl an. Da ich noch etwas mehr sehen m&#246;chte, entschliesse ich mich dann, die Route via Oberon Bay, alleine zu laufen und verabschiede mich von den Jungs, Ausgangs Campground, als dort alle nochmal kurz auf Toilette m&#252;ssen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1682\" title=\"38-011\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-011.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-011.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-011-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nDer Weg zur&#252;ck zur Telegraph Junction ist auch auf dem R&#252;ckweg nicht minder sch&#246;n. Ich versuche z&#252;gig zu laufen und komme ganz sch&#246;n ins Schwitzen. Der Blick Richtung Westen l&#228;sst auf besseres Wetter hoffen, denn dort zeichnet sich ein blaues, wolkenfreies Band am Horizont ab. Tats&#228;chlich &#228;ugt dann die Sonne oben bei den runden Steinen, bevors wieder hinunter zur Junction geht auch hinter den Wolken hervor. Ich krame sofort meine Sonnencr\u00e8me hervor und packe Arme, Beine, Nacken und Gesicht unter einen 30er UV-Film. Mir scheint, als ob hier auf der Insel ein Microklima herrscht. Denn die Ostk&#252;ste ist immer noch in dicke Wolken geh&#252;llt, w&#228;hrend der Westen inzwischen komplett wolkenfrei ist. Nat&#252;rlich ein Aufsteller, denn der Unterschied der Waterloobay im Sonnenlicht, oder bei Wind und dicken Wolken ist frappant. So eindr&#252;cklich, atemberaubend und umwerfend diese Bay vor zwei Tagen war, so banal wirkte sie im Gegensatz dazu heute morgen.<br \/>\nDen Abstieg zur Junction verw&#246;hnt mich dann schon wieder die Sonne und ab der Junction, hin&#252;ber zur Oberon Bay bin ich froh, wenn ich zwischendrin mal etwas Schatten ergattern kann. Der Weg f&#252;hrt &#252;ber eine Sandpiste durch die Ebene. Ges&#228;umt von niederen B&#228;umen, die kaum h&#246;her als vielleicht vier Meter sind. Es gibt wenig zu sehen, man bewegt sich wie in einem Kanal. Mein GPS vertreibt mir immer wieder die Zeit. Wenns langweilig wird, beginne ich Spielchen, schaue auf die zur&#252;ckzulegenden Distanzen oder messe Zeiten von A nach B.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1683\" title=\"38-02\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-02.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-02.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-02-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nPl&#246;tzlich taucht wie aus dem nichts vor mir eine gr&#252;ne Wiese auf, als ich etwas n&#228;her komme, sehe ich links eine Holzkonstruktion, mit Treppen. Ich denke zuerst, dass dies ein Outlook w&#228;re, als ich aber N&#228;her komme und das ganze Gebilde sehe, entspuppt es sich als eine erh&#246;hte Toilettenanlage. Die hat der Himmel geschickt, denn &#8230; gut, das will hier vielleicht niemand so genau wissen, aber erz&#228;hlen tu ichs trotzdem, weils so sch&#246;n war &#8230; seit ich hier im Prom unterwegs war, war ich noch nie auf Klo und seit den Morgenstunden versp&#252;hrte ich immer st&#228;rker ein Verlangen, in Ruhe abr&#252;sten zu k&#246;nnen. Die Toiletten in der Waterloobay m&#252;ssen unglaublich gestunken haben und seien auch nicht sehr einladend gewesen. Hier ist das alles ganz anders. Ich steige die Treppen hoch, w&#228;hle die saubere Kabine aus und geniesse eine Sitzung auf einer absolut geruchsfreien und recht sauberen Toilette. Keine Menschenseele weit und breit, die einen st&#246;rt, oder schon nerv&#246;s an der T&#252;r r&#252;ttelt. Perfekt. Als ich mein Gesch&#228;ft dann erledigt habe, merke ich erst, was f&#252;r eine Last von mir abgefallen ist ;-)<\/p>\n<p>Die Toilettenanlage geh&#246;rt zum Campground hier und da schon an der Parkinfo darauf hingewiesen wurde, dass es hier kein Frischwasser gibt, nehme ich an, dass auch dieser Platz ziemlich verlassen ist. Ich lass es aber bleiben, mir den Camping anzuschauen, denn der Wegweiser zum Platz zeigt genau in die andere Richtung, als meine Route. Nach ein paar Metern &#252;ber eine kleine D&#252;ne stehe ich an der langen Oberon Beach. Menschenleer, flach wie an der Nordsee. Wahrscheinlich ist gerade Ebbe, denn die Wasserkante ist weit draussen. Als ich den Strand in seiner ganzen Pracht sehe, bin ich froh, dass wir uns zu Beginn unserer Tour f&#252;r die Waterloo Bay entschieden hatten, denn dieser kann die breite Oberon Bay aus meiner Sicht in keiner Weise das Wasser reichen. Das heisst nun nicht, dass es hier nicht sch&#246;n w&#228;re, aber die Messlatte wurde in den letzten zwei Tagen einfach zu hoch gesetzt, dass nur noch Superlativen das bereits Erlebte in den Schatten stellen konnten ;-) Mein Weg folgt dem ganzen Strand. Es dauert bestimmt eine viertel Stunde, bis ich das n&#246;rdliche Ende erreicht habe. Dort &#252;berquert man einen kleinen Fluss und folgt dann der westlich verlaufenden Landzunge. Der Weg ist sch&#246;n, die Aussichten, die sich einem immer wieder bieten atemberaubend &#8230; und die Temperaturen werden immer m&#246;rderischer. Die Sonne brennt inzwischen wieder erbarmungslos auf mich herab, aber die Brise, die vom Meer her&#252;ber weht, macht es ertr&#228;glich.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1684\" title=\"38-03\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-03.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-03.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-03-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nIch erreiche nochmal eine kleine, menschenleere Bucht. Der Weg f&#252;hrt auch hier kurz hinunter zum Strand um ein paar Meter weiter gleich wieder steil aufzusteigen und der n&#228;chsten Landzunge hinauf zu folgen. An deren Spitze gibt es dann noch einen kleinen Abzweiger zum Norman Point, oder so &#228;hnlich. Wie immer, kann ich diese kleinen Abzweiger nicht einfach ignorieren und folge dem Weg in der Hoffnung auf eine spezielle Aussicht. Ist dann aber nicht wirklich spektakul&#228;r. Der Weg f&#252;hrt einige Meter hinunter und endet dann einfach an einem flachen Felsen. Dort sitzen schon ein paar Leute und da ich es wie gesagt nicht so mitreissend finde, drehe ich gleich wieder um und gehe zur&#252;ck zum Hauptpfad. Von dort sind es nur noch ein paar Minuten, bis sich der Blick zur riesigen Norman Beach &#246;ffnet. An dessen Ende sieht man viele Menschen. Tidal River liegt gleich dahinter und da dies der Hauptstrand ist, tummeln sich hier nat&#252;rlich die Menschen. Von der &#228;usseren Landzunge, hinunter zum S&#252;dende der Beach brauche ich aber bestimmt nochmal ne knappe halbe Stunde. Am diesem Ende tummeln sich nur ein paar Wellenreiter und einige Spazierg&#228;nger, die wohl einfach die Beach hinunterlaufen. &#196;hnlich wie die Oberon Bay, ist auch die Normal Bay flach, unheimlich lang und gross. Je n&#228;her man sich dem Nordende n&#228;hert um so voller wirds. Es gibt hier auch wieder eine Strandaufsicht. F&#252;r mich wirkts schon &#252;berf&#252;llt, aber wenn man zuvor immer an menschenleeren Str&#228;nden gewesen ist, wirkt das noch schnell mal so. Im Vergleich zu europ&#228;ischen Badestr&#228;nden ist immer noch leer und man hat unheimlich viel Platz.<\/p>\n<p>Ich w&#228;hle dann kurz vor dem Ende des Strandes einen Aufgang, der mich wie vermutet direkt auf den Camping bringt. Dieser Campground ist riiiiiesig. Mir wird fast schwindelig. So viele Menschen, Zivilisation. Toilettenh&#228;uschen mit Dusche und Waschmaschinen. Luxuszelte mit Barbies, gasbetriebene K&#252;hlschr&#228;nke, Antennen, Strom, das ganze Trallali ist pl&#246;tzlich wieder allgegenw&#228;rtig. Ich suche mir den Weg zur Parkinfo. Dort rufe ich Karl an, der grade im Selbstbedienungsrestaurant sich ein paar Sandwiches bestellt hat. Da ich unterwegs nichts gegessen hatte, geh ich auch gleich rein und kauf mir auch was zu essen und vor allem, was k&#252;hles, prickelndes zu trinken. Ich bin ziemlich fertig und m&#252;de, aber auch Karl, Thomas und Erci sind kapputt. Die k&#252;rzere Strecke bezahlten sie daf&#252;r mit dem viel l&#228;ngeren Aufstieg, zur&#252;ck zum Parkplatz auf dem Telegraph Sattle. Wie sie erz&#228;hlen, muss es am Ende ne ziemliche Qual gewesen sein. Ich schmunzle f&#252;r mich und freue mich &#252;ber meine Routenwahl. Auch wenn sie etwas l&#228;nger war, war sie doch zumindest viel, viel abwechslungsreicher und ein paar neue und sch&#246;ne Orte im Prom habe ich auch noch gesehen. Nach einer kurzen Pause und nachdem wir uns alle wieder gest&#228;rkt hatten, gehts dann zur&#252;ck nach Lakes.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1685\" title=\"38-04\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-04.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-04.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/38-04-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nIch nicke hinten im Auto bald mal wieder ein. In Sale machen wir dann noch ne kurze Rauch- und Beinevertrete-Pause um dann die letzte Stunde in einem Schnurz durchzufahren.<br \/>\nIn Lakes ist inzwischen auch Ercoles Verwandschaft aus Melbourne angekommen. Das Essen steht schon bereit, wir m&#252;ssen uns nur noch an den Tisch setzen. Ich lass es mir aber nicht nehmen, vorher schnell unter die Dusche zu stehen um mich wieder frisch zu machen. Danach f&#252;hl ich mich wieder richtig gut. Erci wird noch ein sch&#246;nes Happy Birthday gesungen, denn er hat heute Geburtstag. Am Tisch ists eng: Fuscos, dann Tante und Onkel, Cousine und Mann, Thomas und Karl und ich. Phwee&#8230; es ist laut, es wird erzh&#228;lt, gelacht, gegessen und zum Nachtisch gibts irgend sonen typischen Cremetorten-Dingens. Weiss den Namen nicht mehr, aber anscheinend was typisch australisches. Richtig alt, werden wir trotz Geburtstagsfete nicht. Alle sind m&#252;de und so gehts dann doch ohne grosse Trinkerei und M&#252;de gegen Mitternacht ins Bett.<\/p>\n<p>Das ganze <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157632691392497\/\">Aussie-Album<\/a> gibts bei flickr. <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/8449112584\/in\/set-72157632691392497\/lightbox\/\">Die Bilder zu Tag 38 starten hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich aus dem Zelt krieche, sieht das Wetter immer noch gleich aus, wie am Abend zuvor. Dicke Wolken, Wind, Kalt. Man hat das Gef&#252;hl, dass es in den n&#228;chsten f&#252;nf Minuten zu regnen beginnt. Aber das hatte ich ja gestern auch schon, trotzdem blieb es in der Nacht trocken. 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