{"id":1889,"date":"2014-12-27T06:38:05","date_gmt":"2014-12-27T05:38:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1889"},"modified":"2014-12-28T21:51:55","modified_gmt":"2014-12-28T20:51:55","slug":"sansibar-tag-1-26-dezember-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2014-1889\/sansibar-tag-1-26-dezember-2014\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 1 &#8211; 26. Dezember 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1902\" title=\"Day-1---Dreamers-Paradise\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-1-Dreamers-Paradise.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-1-Dreamers-Paradise.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-1-Dreamers-Paradise-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die erste Nacht in Afrika, im Hotel<\/p>\n<p>Zwanzig vor f&#252;nf weckte mich der Wecker und mein Handy. Verr&#252;ckt, wie \u00ableicht\u00bb an solchen Tagen das Aufstehen geht. Die erste &#220;berraschung an diesem Morgen waren die blinkenden Trakt&#246;rchen, die die eingezuckerten Strassen in Bonstetten salzten. Passt ja wieder pr&#228;chtig. Da wartet man auf den Schnee und wenn er dann kommt, d&#252;se ich ab nach Afrika. Im Koffer ein paar lange Hosen und ein dutzend T-Shirts und Flip Flops. Da um diese Zeit am zweiten Weihnachtstag nat&#252;rlich kein Bus an den Bahnhof f&#228;hrt, spaziere ich im Stechschritt mit der ganzen Bagage zum Bahnhof. 15 Sekunden vor der offiziellen Abfahrtszeit, stehe ich schon das erste mal schwitzend am Bahnsteig und bin guter Dinge, dass ich meine beiden &#196;mtli noch in Ruhe erledigen kann: &#196;mtli 1: M&#252;nzsammlung in Dollars und Fr&#228;nkli wechseln, um f&#252;r die erste Woche gen&#252;gend Cash dabei zu haben. Tansanische Schilling bekommt man in der Schweiz auf keiner Bank. Nicht mal auf der UBS am Flughafen, was mich doch etwas &#252;berrascht. &#196;mtli 2: Kurz bei Sunrise nachfragen, obs f&#252;r Tansania auch irgendwelche Roaming-Verbilligungen gibt. Tuts nat&#252;rlich nicht&#8230; und so zottle ich leicht frustriert zum Check-In. Die Geb&#252;hren in Afrika mit Schweizer Karte sind eine absolute Frechheit.<\/p>\n<p>Die M&#228;dels treffe ich p&#252;nktlich um viertel nach sieben am Check-In. Abschieds-Kaffee in der Bye Bye Bar, Passkontrolle, l&#228;uft alles rund. Keine vergessenen Utensilien, die Fahnenschwinger im B&#228;hnli aufs Terminal E sind auch schon wach und juchzen und der feine Wintereinbruch ist in Kloten auch noch nicht zu sp&#252;ren. So gibts auch keine Verz&#246;gerungen wegen Enteisungsaktionen und wir starten ziemlich p&#252;nktlich in den Tag und gen Afrika.<\/p>\n<p>Der Flieger ist voll. Ich am&#252;sier mich wieder &#252;ber die \u00abQuetsch-Verpflegung\u00bb, wo man nie weiss, welches Gef&#228;ss man nun zuerst &#246;ffnen soll, um irgendwie ein gergeltes Essen geniessen zu k&#246;nnen. Das Besteck ist wie immer tiefgefrohren und mein bestelltes Christmas-Turkey entpuppt sich als Hackbraten mit Kartoffelstock. Lecker wars trotzdem. Der Flug verl&#228;uft ruhig, die Zwischenlandung in Nairobi ist auch nicht so wild, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da lassen sie dich ja nicht mal aus dem Flieger. Da aber bestimmt 3\/4 der Leute hier aussteigen, ist die Wartezeit doch recht entspannt. Man kann rumstehen, hat Platz, kann bisschen quatschen und nach einer dreiviertel Stunde gehts weiter. Schnell wirds draussen dunkel und nach einer knappen Stunde landen wir schon wieder in Dar. Als ich aus dem Flieger komme, merke ich dann schnell, wie sich die afrikanische Hitze anf&#252;hlt. Nach gef&#252;hlten 60 Sekunden kullert das erste Schweisstr&#246;pfchen den R&#252;cken runter und nach weiteren 60 Sekunden finde ich mich schon pappig ;-) Der Flughafen scheint mir sehr klein. Etwas schmuddlig und abgen&#252;tzt, aber ok. Wir sind in Afrika, was anderes w&#252;rde gar nicht passen.<\/p>\n<p>Beim Zoll macht mich der Mann mit seinen schicken Immigration-Patten am Hemd dann doch etwas nerv&#246;s. Erst dauerts mal gef&#252;hlte 5 Minuten, bevor er zum ersten Mal wieder zu mir hochschaut und mich fragt wie alt ich sei. \u00abIch schaue j&#252;nger aus\u00bb meint er &#8230; Ich bin erst mal platt, verstehe ihn kaum. Zum einen nuschelt er hinter seinem Glasfensterchen mit nur kleinem Sprechloch, zum anderen bin ich mir dieses Englisch noch &#252;berhaupt nicht gewohnt. Irgendwann kapier ich dann, dass er irgendeine Diskrepanz mit meinem Geburtsjahr hat. Immer wieder murmelt er was von 1939 und fragt mich zig mal, nach meinem Geburtstag. Dass ich nicht &#252;ber siebzig bin, scheint er dann doch auch zu begreifen und im Pass steht ja das korrekte Alter. Nur scheint auf seinem Computer, ein Peter Meyer mit Jahrgang 39 seinen Arbeitsfluss zu stoppen. Er entschuldigt sich diverse Male, springt dann irgendwann fort und ruft eine Dame um Hilfe. Die schaut nicht weniger verwundert auf mich, auf den Bildschirm im Kab&#228;uschen und auf den Immigration Mann. Nach etwas hin und her verduftet sie dann wieder und er begann wieder zu tippseln. Nochmal ein Foto und als ich dann endlich meine Fingerabdr&#252;cke auf dem Ger&#228;t einscannen lassen durfte, war ich guter Dinge, dass nun doch alles in Ordnung kommt. Die Best&#228;tigung, war dann das laute klacken des Stempels, ein nochmaliges \u00abEntschuldigung\u00bb des Herren und ich war drin. Afrika, here i am.<\/p>\n<p>Draussen suchten wir dann vergebens nach dem Chef des Hotels, der Barbara versprochen hatte, uns abzuholen. So organisierten die M&#228;dels dann nach einigem hin und her einen Taxifahrer. Das Hotel, dass Barbara reserviert hatte, schien niemand zu kennen. Na prima&#8230; ;-) Als dann die ganze Taxifahrer-Meute zusammenstand und auf mein iPhone, mit dem Mini-Kartenausschnitt guckte &#8211; den mir Barbara am Vorabend, wegen der Adresse geschickt hatte &#8211; wusste dann doch einer der Fahrer, wo wir hin wollten und so klappte dann auch noch der Transfer ins Hotel, dass es tats&#228;chlich auch gab, noch freie Zimmer hatte und herrlich exotisch auf mich wirkte. Drei oder vier Leute hinter dem Desk, alle wirken etwas sch&#252;chtern und irgendwie erweckt auch jeder den Eindruck, nicht so ganz genau zu wissen, was man tut, was die Kunden wollen und was das ganze kosten k&#246;nnte ;-) Ich bekam dann mein Einzelzimmer, die Frauen ihr Doppio und der Schweiss floss schon, von den paar Treppen, wo\u2019s hier nat&#252;rlich ohne Lift hoch geht.<\/p>\n<p>Wir drei genehmigten uns dann nachdem wir die Koffer im Zimmer abgestellt hatten noch einen kleinen Umtrunk im Innenhof des Hotels. Wir waren allein, bekamen aber gleich mal die erste Runde offeriert, da uns der Chef nicht abgeholt hatte. Sehr seltsam kam mir der fette Flatscreen an der Wand vor, wo die Englische Premier League lief, oder die telegrafenartige eint&#246;nige Sythymusik, die im ersten Durchgang zum Hotel in endlosschlaufe \u00abStille Nacht\u00bb\u00a0quitschte. Sicher erinnert sich jeder noch an diese lusigten Telegrafenkarten, die zu spielen begannen, wenn man sie &#246;ffnete. Das waren glaub ich die letzten Versuche der Schweizer Post, die Telegramme am Leben zu halten.<\/p>\n<p>So&#8230; und nun fallen mir die Augen zu. Ich triefe etwas vor mich hin. Der Decken-Propeller dreht sich heftig, mein Laptap gl&#252;ht bald und ich wasch mir noch schnell die H&#228;nde, putz mir die Z&#228;hne und bin gespannt, wie es sich bei dieser Hitze so schlafen l&#228;sst. Hoffe mal, dass mich die Mosis heute Nacht verschonen, ein Netz h&#228;ngt ja &#252;ber dem Bett und das Hotelzimmer scheint eigentlich auch m&#252;ckfrei zu sein.<\/p>\n<p>Gute Nacht Afrika. Bin gespannt wie\u2019s weiter geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Nacht in Afrika, im Hotel Zwanzig vor f&#252;nf weckte mich der Wecker und mein Handy. Verr&#252;ckt, wie \u00ableicht\u00bb an solchen Tagen das Aufstehen geht. Die erste &#220;berraschung an diesem Morgen waren die blinkenden Trakt&#246;rchen, die die eingezuckerten Strassen in Bonstetten salzten. Passt ja wieder pr&#228;chtig. 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