{"id":1913,"date":"2014-12-28T23:09:30","date_gmt":"2014-12-28T22:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1913"},"modified":"2014-12-29T20:33:13","modified_gmt":"2014-12-29T19:33:13","slug":"sansibar-tag-3-28-dezember-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2014-1913\/sansibar-tag-3-28-dezember-2014\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 3 &#8211; 28. Dezember 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1914\" title=\"Day-3---Palmtree-Impression\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Palmtree-Impression.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Palmtree-Impression.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Palmtree-Impression-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Ich wache kurz vor 12 Uhr Mittags auf. Die Nacht wurde gestern dann doch etwas zu lang. Erst gegen 3 Uhr morgens knipste ich das Licht in meinem Zimmer aus. Ich schlafe in einem herrlich grossen Bett, unter einem dichten, frisch gewaschenen Moskitonetz. Meine Nachbarn hab ich auch schon kennengelernt, zumindest weiss ich nun wie die Frau beim Sex st&#246;hnt. Es f&#252;hlte, bzw. h&#246;rte sich so an, als ob da zwei Menschen, zwei Meter neben mir Sex h&#228;tten ;-) Es klang auf jeden Fall leidenschaftlich und entspannt. Ich schlief herrlich, wachte morgens nur kurz mal auf, fand es eindeutig noch zu fr&#252;h und dann wars &#8230; na ja&#8230; Zw&#246;lf!<\/p>\n<p>Ein gem&#252;tlicher \u00abMorgen\u00bb\u00a0folgte. Barbara machte schon Fr&#252;hst&#252;ck. Alles stand parat, als ich aus der Dusche kam. Der Raum duftete nach frischem Kaffee und Malou &#252;berraschte uns noch mit frischem Fruchtsaft. Herrlich! Danach l&#252;mmelten wir etwas auf der Terrasse herum, blinzelten in den n&#228;chsten heissen Tag und entschieden uns, dass wir gegen 3 Uhr, wenn die gr&#246;sste Hitze vorbei ist, mal einen ersten Schwumm am Strand zu machen. Ich hatte inzwischen auch eine Wochenaufgabe f&#252;r mich gefunden und mir vorgenommen, den Sandgarten und die Wege zu j&#228;ten und ein Zeng&#228;rtchen \u00abzu bauen\u00bb. Daf&#252;r w&#228;r ein Rechen ganz praktisch und da wir im Haus keinen mehr haben, mache ich mich mal auf den Weg zum Supermarkt und frage nach einem \u00abReki\u00bb. Er schaut mich mit grossen Augen an, versteht aber was ich suche und erkl&#228;rt mir den Weg zu einem Hardware Store bei Dala Dala. Das ist der Dreh und Angelpunkt in Nungwi, wo die Busse nach Stone Town fahren. Ich spaziere die staubige Strasse in die angegebene Richtung, vorbei an kleinen Shops und St&#228;nden, wo diverses Verkauft wird oder irgendwelche Handwerker arbeiten verrichten. Eine Schneiderei, wo eine Schwarze an einer Fussbetriebenen N&#228;hmaschine sitz, ein H&#228;uschen wo M&#228;nner damit besch&#228;ftigt sind, Kokosnussschalen herumzuschaufeln. Sp&#228;ter erkl&#228;rt mir Barbara, dass man hier aus diesen &#228;usseren Schalen Schn&#252;re macht. Dazu legt man die Kokosschalen f&#252;r eine gewisse Zeit ins Wasser und kann danach die Fasern heraustrennen, um sie dann zu Schn&#252;ren und Stricken zu flechten. Ich komme an Handwerkergesch&#228;ften vorbei, wo Schwarze irgendwelche Metallgestelle zusammens&#228;gen, um daraus irgendwelche Anh&#228;nger zu bauen, Shops wo alte Fahrr&#228;der gewartet werden. Unglaublich, wie hier aus jedem Fitzelchen irgendwas neues gemacht wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Day-3---Dala-Dala-Station\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Dala-Dala-Station.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" \/><\/p>\n<p>Dala Dala Station<\/p>\n<p>Als ich nach ein paar Minuten Dala Dala erreicht habe, stehe ich wieder vor einem grossen offen staubigen Platz, dahinter beginnt die geteerte Strasse nach Stone Town. Kleine Busse stehen herum, Lastw&#228;gelchen werden be- und entladen. Auf der einen Seite gesch&#228;ftiges Treiben, ein paar Meter nebendran liegen und sitzen andere im Schatten und schauen ins Leere. Wirken dabei aber entspannt und in keiner Weise gefrustet. Ich laufe zuerst nach links, drehe aber nach gut hundert Metern wieder um, da es mir scheint, dass hier keine weiteren Shops mehr sind und versuche mein Gl&#252;ck in anderer Richtung. Vorbei an weiteren Shops und St&#228;nden, kleinen Restaurants und herumsitzenden Sansibaris. In einem Store, der ansatzweise meine Frage beantworten kann, bringe ich mein Reki-Anliegen nochmal an und werde wieder genau dorthin geschickt, wo ich vorhin umgedreht hatte. Also zur&#252;ck und tats&#228;chlich finde ich den Shop. Ein kleines feines M&#228;nnchen steht im Eingang und schraubt an irgend einem Blechst&#252;ck herum, kann mir aber auch keinen Rechen anbieten und meint, ich solle doch zur&#252;ck gehen und dort fragen ;-) Na ja, ich habs versucht und nochmal ein paar Eindr&#252;cke vom Leben hier gewonnen.<\/p>\n<p>Zur&#252;ck zu Hause fange ich dann mal an, ein paar Gr&#228;ser auszureissen. Nichts wirklich anstrengendes, aber schweisstreibend ist es allemal. Als mein T-Shirt nach einem Weilchen dann langsam durchn&#228;sst ist, machen sich Barbara und Malou f&#252;r den Strand parat und so wechsle ich meine Shorts auch und schl&#252;pfe in meine neuen roten Badehosen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1916\" title=\"Day-3---Beach\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Beach.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Beach.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Beach-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Wir laufen hinunter zum Strand und breiten unsere T&#252;cher unter einer knapp schattenspendenen Palme neben dem Waves aus und springen ins Wasser. Erfrischend ist anders, aber das sch&#246;ne am warmen Wasser ist, dass man nicht gegen dieses leidig unangenehme Gef&#252;hl ank&#228;mpfen muss, dass man bei uns in den Schweizer Gew&#228;ssern hat, wenn man &#252;ber Oberschenkelh&#246;he tiefer ins Wasser geht und sich alles zusammenzieht. Zum schwimmen reichts irgendwie nicht. Das Wasser bleibt lange Knie- bis Oberschenkeltief, es hat recht hohe Wellen, welche einem ein entspanntes stehen fast verungm&#246;glichen und der feine Sand wechselt nach den ersten paar Metern recht abrupt in fieses piecksendes Korallengestein. So planschen wir in seichten Tiefen herum und ich freue mich, &#252;ber das sehr erfrischende Gef&#252;hl auf der Haut, als wir wieder aus dem Wasser kommen. Wir fl&#228;zen noch ein bisschen unter der Palme und machen uns dann auf einen Spaziergang hinauf zum n&#246;rdlichsten Punkt der Insel. Vorbei an h&#252;bschen Hotelanlagen, wo irgendwelche Europ&#228;er bewacht von schwarzen auf gepolsterten Liegest&#252;hlen neben dem Pool im Schatten liegen. Ich werds nie verstehen, wieso man deshalb nach Afrika kommen muss. Eigentlich wollte ich noch Barbaras Sansibar Cache suchen gehen, aber just an diesem Felsen hatte sich eine Moslemfamilie h&#228;uslich eingerichtet, mit Kind und Kegel und da hatte ich keine Lust zu suchen. So kehrten wir wieder um und spazierten gem&#252;tlich wieder zur&#252;ck. An einem Strandabschnitt werden Dhaus gebaut. Das sind die typischen Holzboote, wie sie hier seit hunderten von Jahren gebaut werden. Ich bin fasziniert, dass diese traditionellen Boote hier &#252;berall noch gebaut und gebraucht werden. Man sieht eigentlich nur holzige Fischerboote hier vor Anker liegen. Wir gehen etwas n&#228;her ran und ich frage die Arbeiter, ob ich Fotos machen darf. Sie willigen freundich ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1917\" title=\"Day-3---Bootbauer\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Bootbauer.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Bootbauer.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Bootbauer-300x187.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Zur&#252;ck am Strand genehmigen wir uns noch einen frischen Fruchtshake im Waves und gehen dann nach Hause. Risiki kommt auch wieder mit. Die Frauen erwarten noch Besuch von Beryl, einer &#228;lteren Engl&#228;nderin, die seit vielen Jahren hier mit ihrem Mann auf Sansibar lebt und als Divemasterin f&#252;r die lokalen Tauchschulen arbeitet. Eine freundliche Engl&#228;nderin, denen Barbara und Malou K&#228;se und Schokolade und ein paar Weihnachtsgeschenke von Freunden mitgebracht haben. Dann kommt auch noch der Schreiner vorbei, dem wir gestern schon &#252;ber den Weg gelaufen waren. Die M&#228;dels m&#246;chten ihren alten Bootsausleger, den sie mal als Tisch hatten umbauen lassen durch einen Betontisch mit Bank ersetzen, da das Holz hier in der feuchten Hitze sehr schnell verrottet und der Tisch am zusammenfallen ist. Pl&#228;ne werden gezeichnet, H&#246;hen f&#252;r Tisch und B&#228;nke ausgemessen und diskutiert. Der nette Schreiner, deren Namen mir Barbara morgen bestimmt nochmal sagen wird &#8230; Ali Shehar ;-) nimmt die Notizzettelchen mit und wird morgen mit einem Angebot zur&#252;ckkommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1919\" title=\"Day-3---Risiki-und-King-on-Seahorse\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Risiki-und-King-on-Seahorse1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Risiki-und-King-on-Seahorse1.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Day-3-Risiki-und-King-on-Seahorse1-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Risiki und King am Paddeln<\/p>\n<p>Inzwischen ist es bereits wieder dunkel geworden und es ist wieder Zeit f&#252;rs Abendessen. Alle sind hungrig und wir hatten beschlossen heute nochmal ausw&#228;rts zu gehen. Risiki freut sich, als wir ihr Pizza vorschlagen und so gehts wieder hinunter zum Strand ins Nungwi Inn. Wir spazieren an Hotelanlagen vorbei, Barbara erkl&#228;rt mir, was hier in den letzten Jahres alles gebaut wurde, erinnert sich an ihren ersten Urlaub und erz&#228;hlt mir, wie sich hier in den letzten zehn Jahren alles ver&#228;ndert hat. Das Restaurant hat wie es hier &#252;blich zu sein scheint, alle Tische in den Strand gestellt und bei Kerzenlicht und herrlich erfrischendem Wind sitzt man an einem Tisch und kann seine F&#252;sse im Sand vergraben. Risiki ist schon ziemlich m&#252;de, k&#228;mpft sich aber durch, bis das Essen kommt. Wir bestellen alle Pizza, ich noch einen Tomatensalat dazu. Wieder mit dieser wunderbaren Limettennote, einfach fantastisch. Auch meine Pizza ist hervorragend, mit Meeresfr&#252;chten und Chicken. Trotz der ewigen Warterei und einem viertelst&#252;ndigen Stromausfall in der Beiz geniessen wir den Abend am Strand, machen uns nach dem Essen dann aber bald auf den Heimweg um die M&#252;de Risiki schnell ins Bett zu bringen. Auch ich bin schlapp und m&#252;de und froh, dass es nach Hause geht, obwohl die obligatorische Schreibstunde noch ansteht. Inzwischen ist es schon wieder Morgens um eins und h&#246;chste Zeit sich hinzulegen. Die M&#252;cken nehmen langsam die K&#252;che ein, ich bin pappig und m&#246;chte noch schnell unter die Dusche stehn. Ein paar Bilder gibts heute auch noch und das Korrekturlesen folgt dann morgen ;-)<\/p>\n<p>Gute Nacht Nungwi, gute Nacht Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wache kurz vor 12 Uhr Mittags auf. Die Nacht wurde gestern dann doch etwas zu lang. Erst gegen 3 Uhr morgens knipste ich das Licht in meinem Zimmer aus. Ich schlafe in einem herrlich grossen Bett, unter einem dichten, frisch gewaschenen Moskitonetz. 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