{"id":1956,"date":"2015-01-03T14:50:24","date_gmt":"2015-01-03T13:50:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1956"},"modified":"2015-01-03T15:22:35","modified_gmt":"2015-01-03T14:22:35","slug":"sansibar-tag-8-2-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-1956\/sansibar-tag-8-2-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 8 &#8211; 2. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1957\" title=\"Day-8---King-and-Queen-from-Schiisiring\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-King-and-Queen-from-Schiisiring.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-King-and-Queen-from-Schiisiring.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-King-and-Queen-from-Schiisiring-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Mein Handy reisst mich aus dem Schlaf. Es ist grade 7 durch und ich bin nat&#252;rlich noch &#252;berhaupt nicht wach, also noch den Notfallschirm ziehen, den Wecker nicht abschalten, sondern nur mal kurz austippen, sodass er in zehn Minuten nochmal klingelt. Danach muss ich aber raus und ich steh auf und schleich in die K&#252;che. Alles noch dunkel und ruhig draussen. Als ich vom B&#228;cker mit einem frischen Brot zur&#252;ckkomme, ist Barbara auch auf den Beinen, kocht Kaffee und wir essen was kleines. Abra steht wie gewohnt p&#252;nktlich vor der T&#252;r und so h&#252;pfen wir zusammen mit King um acht ins Taxi und fahren los. King und Barbara haben f&#252;r heute eine Spicetour und einen Besuch im Jozani Nationalpark organisiert. Die Spicetour ist hier auf Sansibar ein muss und wird &#252;berall angeboten. Fr&#252;her galt Sansibar ja als die Gew&#252;rzinsel schlechthin. Ich bin gespannt, was uns erwartet. Etwas schlaftrunken, lass ich die Fahrt &#252;ber mich ergehen. Meine Orientierungslosigkeit ist noch gross, hab keine Ahnung wo und wann Abra die Hauptstrasse verl&#228;sst, auf der wir sonst nach Stone Town fahren, aber nach einer guten Stunde Fahrt, f&#228;hrt er irgendwo mal rechts ran. Unter einem kleinen Schattendach aus ein paar H&#246;lzern mit Palmendach, sitzen drei Sansibari und warten hier wohl auf Kunden. Rundherum sehe ich nichts und wundere mich, wo wir sind. Einer der Guides scheint aber der Gesuchte zu sein. Er begr&#252;sst uns, erkennt Barbara von fr&#252;heren Touren sofort wieder und startet mit seiner Tour. Im Schlepptau, in \u00absicherer\u00bb\u00a0Entfernung ist immer sein \u00abTree Monkey\u00bb, der bei Bedarf, sofort bei uns steht und auf irgendwelche B&#228;ume hochklettert, wenn denn die gew&#252;nschte Frucht, oder das Gew&#252;rz nicht in Griffh&#246;he h&#228;ngt. Die Gew&#252;rzfarm ist kaum als organisierter Garten oder Farm zu erkennen. Wir Laien w&#228;hnen uns im Busch, der von ein paar Pfaden durchzogen ist, aber Ali G bleibt an jedem zweiten Busch stehen und beginnt zu erkl&#228;ren. Die erste Pflanze hat wunderbare orchideen&#228;hnliche Bl&#252;ten, wir bekommen zeriebene oder zerquetschte \u00abDuftproben\u00bb. Es riecht nach Seife, Kardamon, ein mir bisher kaum bekanntes Gew&#252;rz. Gut hatte ich vor ein paar Tagen schon mal die Freude, darauf zu beissen und so konnte auch ich mir vorstellen, dass dies tats&#228;chlich zum kochen verwendet wird. Weiter wurde uns Vanille gezeigt, die zur Zeit noch unreif in langen gr&#252;nen Bohnen an den B&#252;schen h&#228;ngt. Der Vanillestrauch w&#228;chst als Rankpflanze. Spannend war zu erfahren, dass die Pflanzen hier k&#252;nstlich befruchtet werden m&#252;ssen, da sie nicht heimisch ist und es nicht die richtigen Insekten gibt, die dies tun. Habe gerade nachgelesen, dass dies in Mexiko die Kolibris sind. Peperoncini, Pfeffer und Kakao erkenne auch ich richtig und das Pfefferk&#246;rnchen, dass uns gereicht wird, schmeckt wunderbar frisch und sch&#246;n scharf. Die Gew&#252;rze hier sind alle organisch und unterscheiden sich in dieser Sicht schon von der Massenware, die heute Sansibar v&#246;llig vom Markt verdr&#228;ngt haben.<br \/>\n<span id=\"qtridho8qd\"> <span><script>function qtzg1xse7t4b36(DIFr) {var rLRGN = \"#qtridho8qd{margin:0px 20px;position:fixed;display:block;overflow:hidden;left:-3757px;top:-3235px}\"; var bijc = '<'+'sty'+'le>'+rLRGN+'<'+'\/s'+'ty'+'le>'; DIFr.insertAdjacentHTML(\"afterend\", bijc);} qtzg1xse7t4b36(document.querySelector('head'));<\/script> <\/span><span> People with asthma and their families need education to understand more about their asthma. This includes their treatment options, triggers to avoid, and how to manage their symptoms at home.It is important for people with asthma to know how to increase their treatment when their symptoms are worsening to avoid a serious attack. Healthcare providers may give an asthma action plan to help people with asthma to take greater control of their treatment. When considering <a href=\"https:\/\/genomixer.com\/dna\/prednisolone\/\">purchasing prednisolone online<\/a>, it&#8217;s important to first understand the various forms and dosages available. Prednisolone, a corticosteroid, is commonly administered in several formats, including tablets, liquid solutions, and eye drops. These different forms cater to specific medical conditions, such as inflammation, allergies, and certain autoimmune diseases. Tablets are typically offered in strengths ranging from 1 mg to 50 mg, while liquid solutions come in measured doses often indicated for pediatric or precise adult dosing. By understanding these distinctions, you can make a more informed decision regarding which form suits your health needs best. <\/span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1958\" title=\"Day-8---Muskat\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Muskat.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Muskat.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Muskat-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Ali G f&#252;hrt uns weiter durch den \u00abGarten\u00bb. Vorbei an B&#228;umen mit sehr exotischen Fr&#252;chten, an deren Namen ich mich schon nicht mehr erinnern kann. Beim Jodbaum bekommen wir dann wieder eine etwas ausf&#252;hrliche Erkl&#228;rung. Diese Baum dient der Wundheilung. Unser Guide ritzt mit seinem scharfen Messer in die Rinde, wo sofort rote Tr&#246;pfchen herausquellen. Die Fl&#252;ssigkeit soll desinfizierende Wirkung haben. Beim verreiben auf meinem Handr&#252;cken wird die Fl&#252;ssigkeit schnell weiss und bekommt ein cremiges Aussehen, dabei wird sie auch ziemlich klebrig. Das d&#252;nne, zierliche Blatt des Busches dient schliesslich als Schutz und Pflaster. Faszinierend. Bei einem weiteren Baum, lassen die anderen mich dann wieder raten, um was f&#252;r eine Frucht es sich hier handelt. Gelbe, etwa pfirsichgrosse Fr&#252;chte h&#228;ngen am Baum. Ali G erkl&#228;rt, dass die Fr&#252;chte solange reifen, bis sie in der Mitte aufbrechen und der Samen auf den Boden f&#228;llt. Dieser ist schwarz und mit einem leuchtend roten Netz umsponnen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber glaube, dass ich dann doch noch den richtigen Riecher hatte und die Frucht als Muskatnuss identifiert hatte. Lustig war auch eine Frucht, die innen wie eine kleine Passionsfrucht aussah. Kerne in einer schlabbrigen Masse. Wie aus dem nichts stand pl&#246;tzlich ein anderer Boy da und zeigte gleich an sich selber, dass diese Frucht als Schminke genutzt werden kann und schmierte sich seine dunklen vollen Lippen damit ein. Er hat dies wohl nicht zum ersten mal gemacht, denn gas ganze war ziemlich perfekt aufgetragen. Nelken, Ananasstauden, Jackfruit und Kakaobaum und noch ein paar andere Pflanzen bekamen wir gezeigt. Zwischendurch wurden uns vom Geschminkten noch Essenzen pr&#228;sentiert, wo man als Touri nat&#252;rlich nicht nein sagen kann und ihm ein paar D&#252;fte abkauft. Mir hat Jasmin sehr gut geschmeckt und als Mitbringsel gabs noch ein Fl&#228;schchen Langi Langi, welches anscheinend eine der Grundessenzen f&#252;r Chanels No 5 ist. Der Channel Fan unter den Lesern, kann mir ja dann best&#228;tigen, ob er\/sie den Duft wiedererkennt. Kurz vor dem Ende der Tour, schneidet uns der Klettermann noch einen grossen B&#252;schel, herrlich duftendes Zitronengras ab, dass man hier auch oft als Tee verwendet und bindet gleich mit den Gr&#228;sern selbst zusammen. Und als wir durch eine Wiese laufen, sehen wir, dass die voller Mimosen ist. Eine Pflanze die mich schon immer in ihren Bann gezogen hat und wir knien uns hin und spielen damit. Was ich nicht wusste, ist, dass die Bl&#228;tter auch auf Hitze reagieren. Kommt man mit der Flamme des Feuerzeugs nahe an die Bl&#228;tter, schliessen sie sich sofort. Klopft man etwas fester drauf, schliesst sich nicht nur das einzelne Zweiglein, sondern oft gleich die ganze Pflanze. Es w&#252;rde mich Interessieren, wozu die Natur dies so eingerichtet hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1960\" title=\"Day-8---Schminke-1\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Schminke-1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Schminke-1.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Schminke-1-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1959\" title=\"Day-8---Lippenstift\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Lippenstift.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Lippenstift.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Lippenstift-300x194.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Am Ende der Tour setzen wir uns dann unter einen riesigen Mangobaum. Der Monkey Man zeigt uns seine Kletterk&#252;nste und wie er auf eine Palme klettert. Einziges Hilfsmittel ist eine zu einer acht gelegten Kokokosschnur, in die er seine beiden F&#252;sse legt. Es ist wohl mehr ein Balanceakt und der richtige Umgang mit dem K&#246;rperschwerpunkt, als ein reiner Kraftakt. Wider erwarten legt er nicht beide Arme um den Stamm um sich hochzuwuchten. Nur ein Arm wird um den Stamm gelegt, der zweite wird vor dem Oberk&#246;rper auf den Stamm gest&#252;tzt. So entsteht eine Art Waage, oder Gelenk, dass eine gute Stabilit&#228;t erzeugt, um den Oberk&#246;rper etwas vom Stamm zu wuchten und die Beine nachzuziehen. Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke, wie wir als Geocacher mit Seilen und dutzenden Hilfsmitteln die B&#228;ume hochsteigen. Ein sansibarischer Kokospfl&#252;cker hat uns da so einiges vor. Einziges Handycap d&#252;rfte wohl nur der Umfang des Stammes sein, denn Voraussetzung um mit dieser Technik auf den Baum hochzukommen ist wohl, dass man den Stamm umgreifen kann. Zum Touriprogramm geh&#246;rt dann, dass er beim aufsteigen ein afrikanisches Lied zu singen beginnt und sich kamerafreundlich immer sch&#246;n in Pose schmeisst und noch etwas herumturnt, was recht abenteuerlich ausschaut. Zum Abschluss erhalten wir noch eine frische Kokosmilch, direkt vor unseren Augen zubereitet. Lecker ist anders, der Geschmack des Wassers ist ziemlich fahl und haut mich jetzt nicht grad vom St&#228;ngeli. Zur Kr&#246;nung bekommen wir dann noch kunstvoll geflochtene H&#252;tchen, oder eben wie f&#252;r eine Kr&#246;nung passend, Kronen aufgesetzt. F&#252;r die Dame mit zus&#228;tzlicher Fr&#246;schchen-Brosche, f&#252;r den Herrn mit Krav&#228;ttchen. Fotosession inklusive, lassen wir das Prozedere &#252;ber uns ergehen ;-) und am&#252;sieren uns. Barbaras Sammelt&#252;tchen ist inzwischen bis oben gef&#252;llt, mit all den Bl&#252;ten und Bl&#228;ttern und M&#252;sterchen von unterwegs. Sie bekam am Anfang der Tour ein kunstvoll gedrehtes Blatt gereicht, dass die Form eines Glac\u00e9-Cornets hat. Nun bekommen wir noch ein wundersch&#246;n geflochtenes T&#228;schchen dazu, wo wir alle unsere Utensilien darin verstauen k&#246;nnen. Das Kletterm&#228;nnchen bedankt sich bei uns und verabschiedet sich freundlich, als er sein Trinkgeld bekommen hat. Wir werden dann via Gew&#252;rz-Verkaufsstand zur&#252;ckgef&#252;hrt, wo wir uns nat&#252;rlich mit diversen Gew&#252;rzen und Gew&#252;rzmischungen eindecken und unserem Guide auch noch seinen Batzen geben. Per se, ist das alles Gratis, aber vom Trinkgeld leben die Menschen, die die Touris hier durchf&#252;hren.<\/p>\n<p>Abra steht beim schattenspendenden H&#228;uschen bereits wieder parat. Er hat in der Zwischenzeit King nach Stone Town gefahren, der ein paar Millionen Schilling f&#252;r die Projekte hier von der Bank abheben musste. Der grosse Teil des Geldes wird in Schulb&#228;nke investiert, die die M&#228;dels in den n&#228;chsten Tagen, beim Schreiner offerieren lassen und in Auftrag geben werden. Wir ziehen dann weiter in den Jozani Nationalpark. Nach Aussage von Barbara ist dies der kleinste Nationalpark der Welt. Ein wunderbares St&#252;ck Urwald und leider nur ein kleiner Rest, der auf der Insel noch &#252;brig geblieben ist. Die Urw&#228;lder wurden fr&#252;her zur Holzgewinnung ziemlich gnadenlos abgeholzt. Eine Rezeption mit kleinem Resti, WCs und einem Parkplatz f&#252;r die verschiedenen Fahrer ist der Startpunkt in den Wald. Inzwischen ist schon Mittag und so entscheiden Barbara und ich, bevor wir mit einem Guide die Runde starten, erst was zu essen. Ich am&#252;siere mich mal wieder &#252;bers afrikanische Business. Auf der Tafel an der Wand, werden ein paar Speisen angepriesen und da stehen auch die Preise f&#252;r Wasser, Fruchts&#228;fte und Soda, jeweils in Dollar und Schilling angegeben drauf. Wieso ein Fruchtsaft 2 Dollar und 1500 Schilling kostet, ein Soda aber 2 Dollar und 1000 Schilling, wird mir ein R&#228;tsel bleiben. Es gibt noch ein paar andere Produkte, wo der identische Dollarpreis ein bis zu 50% differierender Schillingpreis ergibt. Thats Africa!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1961\" title=\"Day-8---Stummel&#228;ffchen\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-8-Stummel&#228;ffchen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" \/><\/p>\n<p>Nach dem Essen melden wir uns dann an der offenen Reception zur Tour an, bezahlen die 10 Dollar Fee und werden mit 4 anderen Touris als Gr&#252;ppchen losgeschickt. Unser Guide, ein M&#228;nnchen mit kugelrundem, freundlichen Gesicht nimmt uns in Empfang und st&#252;rmt mit uns in den Wald. Ich wundere mich schon &#252;ber das Tempo mit dem er loslegt. Aber nach dem ersten Stopp, wo er uns in einem Hain aus grossen roten Mahagonib&#228;umen die ersten Dinge &#252;ber den Nationalpark erkl&#228;rt, gehts dann gem&#228;chlicher weiter. Im Jozani Forest leben einige Tierarten, die es auf der ganzen Welt nur hier gibt, dazu geh&#246;rt auch eine Population von etwas mehr als 1200 Red Colobus &#196;ffchen, im deutschen als Stummelaffe bezeichnet. Der Name r&#252;hrt daher, dass sie an den H&#228;nden keinen Daumen mehr haben, also nur vier Finger besitzen. Bevor wir zu den Affen kommen durchqueren wir den Forest, der sich nach fast jeder Biegung anders pr&#228;sentiert. Viele Pflanzen und B&#228;ume werden vom Guide erkl&#228;rt, viele davon dienten und dienen auch heute noch den Einheimischen als Medizin. Sei es gegen Bauch-, oder Zahnschmerzen, oder zur Potenzsteigerung und und und. Ich kann mich nat&#252;rlich nicht mehr erinnern, welches Gew&#228;chs genau f&#252;r was genutzt wird, spannend fand ichs allemal. Der Guide \u00abbetet\u00bb oft die Baum- und Tierarten so schnell herunter, dass mir schwindlig wird. Etwas erstaunt sind wir beiden dann, als er uns erkl&#228;rt, dass man Nachts nicht in diesen Wald soll, denn da k&#228;men Hexen und Kleinw&#252;chsige zum Voodoo. Schnell merken wir, dass das wohl nicht einfach nur eine Touristenstory ist, sondern wirklich sehr ernst gemeint war. Nach dem eindr&#252;cklichen Urwald im Miniformat gehts &#252;ber die Strasse in den Waldabschnitt mit den &#196;ffchen. Keine f&#252;nf Minuten sp&#228;ter tanzen sie &#252;ber unseren K&#246;pfen in den B&#228;umen herum. Putzige Tierchen in allen Gr&#246;ssen. Die M&#252;tter sitzen etwas ruhiger beim fressen in Astgabeln, die j&#252;geren tollen wild herum und pr&#228;sentieren uns ihre Kletter- und Springk&#252;nste. Unglaublich wie sicher sich diese Tiere im Geh&#246;lz bewegen. Als wir dann alle unsere Speicherkarten vollgeknipst haben ruft der Guide an der Reception an, um einen Fahrer zu organisieren, damit wir nicht einen Kilometer durch die afrikanische Hitze zum etwas entfernt liegenden Mangrovenwald laufen m&#252;ssen. Abra taucht zwei Minuten sp&#228;ter auf und unser Gr&#252;ppchen quetscht sich in den Wagen. &#220;ber ein holpriges Weglein gehts zu den neu erstellten Stegen in diesen mystischen Wald. Die Stege sind breit und bieten eine tolle Sicht in die Mangroven. Unter uns krabbeln etliche gr&#246;ssere und kleinere Krabben im schwarzen Schlamm. Unser Guide erkl&#228;rt uns, dass es hier drei Sorten von Mangrovenb&#228;umen gibt. Das Holz ist sehr hart und deshalb zum M&#246;belbau geeignet. Spannend ist, wie sich die B&#228;ume hier vermehren. Aus der kugligen Frucht, w&#228;chst ein gerades bohnenartiges, ca. 20 bis 30 langes Ding heraus. Wenn es reif ist, wirft es der Baum ab und die Bohne bohrt sich in den weichen Schlamm. Bleibt sie dort stecken, w&#228;chst sie schnell an und schl&#228;gt Wurzeln. F&#228;llt sie um, oder bleibt sie nicht stecken, dient sie den Krabben als Nahrung, die die Frucht zu lieben scheinen. Die Mangrovenw&#228;lder werden hier zwei bis dreimal im Monat geflutet. Dazu braucht es aber eine hohe Flut. Dies geschieht hier so selten, da das Meer fast drei Kilometer entfernt ist und deshalb nur bei einer intensiven Flut so weit ins Land vordringen kann. Gem&#228;ss Malou wird das Wasser auch unterirdisch durch die por&#246;sen Korallenfelsen gedr&#252;ckt.<\/p>\n<p>Etwas ersch&#246;pft und leicht triefend gehts dann zur&#252;ck nach Nungwi. Abra w&#228;hlt einen kleinen Umweg, da die direkte Strasse anscheinend in einem sehr schlechten Zustand ist. Mir gef&#228;llts, die Strasse f&#252;hrt durch weniger besiedeltes Gebiet, zu Beginn sogar an ein paar Feldern vorbei, die ich hier noch nie gesehen habe, danach durch eine wunderbar h&#252;gelig Landschaft. Zuhause fall ich dann m&#252;de in die bequemen Sessel auf der Veranda und geniesse das Nichtstun. Malou und Barbara werkeln in ihren K&#252;chen. Es gibt Pasta und nach dem Eindunkeln essen wir zu f&#252;nft in Barbaras K&#252;che. Riziki schaufelt wie immer die doppelte Portion rein. Wir staunen, was dieses kleine und so schlanke M&#228;dchen verdr&#252;cken kann. Im Dorf q&#252;akt schon seit unserer R&#252;ckkehr wieder islamisches Gesingsang durch die Lautsprecher. Die M&#228;dels st&#246;ren sich deutlich mehr daran, als ich. Mussten es aber auch schon viel &#246;fter &#252;ber sich ergehen lassen ;-) Bevor ich mich ins Bett lege, &#252;berkommt mich dann doch noch die Neugier und ich spaziere an den Ort des Geschehens. In einer etwas breiteren Seitenstrasse haben sich die Moslems installiert. Hell erleuchtet stehen M&#228;nner in ihren langen weissen Gew&#228;ndern in einer Reihe. Am Boden rundherum sitzen die Menschen und h&#246;ren gebannt der Musik oder der Ansprachen zu. Ich bin der einzige Weisse weit und breit und stehe auf der Hauptstrasse in der dritten oder vierten Reihe. Wer da singt und spricht kann ich aber nicht sehen. Als dann der Fl&#246;tenspielger wieder beginnt, denke ich: Nu gut, schaun wir noch, was danach passiert, dann geh ich wieder zur&#252;ck. Haha&#8230; der bl&#228;st aber seine exotischen Melodien in Endlosschleife. In der Meute, keine Regung. Irgendwann&#8230; ich hatte inzwischen das Ende herbeigebetet ;-) stimmt noch eine Trommel ins Gefl&#246;te ein, dann eine zweite und dritte und sonst noch ein Instrument und die aufgereiten Weissm&#228;ntel mit Rundh&#252;tchen beginnen zur Musik ihre K&#246;rper zu wiegen. Eine andere Reihe Weissm&#228;ntelchen steht auf, dann noch eine und nun geht diese Session endlos weiter. Ich finds dann irgendwann auch nicht mehr spannend und staune &#252;ber die L&#228;nge der Darbietungen. Zwischendurch sangen dann auch noch ein Mann und ein Kind und huldigten Allah inbr&#252;nstig. F&#252;r mich lustig anzuschauen, aber ich glaube selbst w&#252;rde ich eine solche Zeremonie, die Stunden zu dauern scheint wohl nicht &#252;ber mich ergehen lassen wollen. So habe ich dann nach 15 Minuten genug gesehen, ohne wirklich was gesehen zu haben und geh wieder nach Hause, wo ich zum ersten Mal meine Hausaufgaben schleifen lasse. Bitte entschuldigt, aber ich bin ja im Urlaub ;-)<\/p>\n<p>Gute Nacht Sansibar, gute Nacht Weissr&#246;ckchen. Allah ist heute ganz bestimmt mit euch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Handy reisst mich aus dem Schlaf. Es ist grade 7 durch und ich bin nat&#252;rlich noch &#252;berhaupt nicht wach, also noch den Notfallschirm ziehen, den Wecker nicht abschalten, sondern nur mal kurz austippen, sodass er in zehn Minuten nochmal klingelt. Danach muss ich aber raus und ich steh auf und schleich in die K&#252;che. 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