{"id":1966,"date":"2015-01-03T23:03:07","date_gmt":"2015-01-03T22:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1966"},"modified":"2015-01-03T23:04:07","modified_gmt":"2015-01-03T22:04:07","slug":"sansibar-tag-9-3-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-1966\/sansibar-tag-9-3-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 9 &#8211; 3. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1967\" title=\"Day-9---Moslemsfest\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-9-Moslemsfest.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-9-Moslemsfest.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-9-Moslemsfest-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Heute Nacht machte ich einen kleinen Ausflug ins All. 10 Minuten vor dem Aufwachen war ich im Spaceshuttle unterwegs, weiss allerdings nicht obs die Columbia oder die andere F&#228;hre war, aber das ist wohl nebens&#228;chlich. Ich musste mich hinsetzen und anschnallen. Vor mir ein recht &#252;bersichtliches Cockpit mit ein paar Kn&#246;pfen und Monit&#246;rchen. Wir bereiteten auf den Wiedereintritt in die Erdathmosph&#228;re vor. Als ich mich umdrehe, bin ich ganz verdutzt, dass die F&#228;hre, wie ein 20 pl&#228;tziges Flugzeug aussieht. In den etwa 6 Sitzreihen sitzen noch ein paar andere G&#228;ste vertstreut &#252;ber die Pl&#228;tze verteilt. Ich denke: \u00abNa logisch, in der Weltraumstation waren wir ja nicht zu zweit, das sind bestimmt die andren Astronauten. Ich warte aufs r&#252;tteln und die rot leuchtende Hitze, die bestimmt gleich beim Eintritt in die Athmosph&#228;re losgehen sollten, aber pl&#246;tzlich merke ich, dass wir in den franz&#246;sischen Alpen durch ein Tal rauschen und einer Strasse &#8211; wohl zum landen &#8211; folgen. Ein kurzes Tunnel wird dochflogen, danach sind wir unten. Phweeeehhh&#8230; wie konnte ich nur diese spannende Phase des Wiedereintrittes in die Athmosph&#228;re nicht mitbekommen? Egal&#8230; als n&#228;chstes sehe ich mich in einem grossen Schwimmbad in der Umkleide und ziehe mich f&#252;r ein erfrischendes Bad um. Als ich dabei meine Gedanken kreisen lasse, merke ich, dass meine ganzen Erinnerungen an meinen Weltraumflug gel&#246;scht sind. Das einzige, an was ich mich erinnern kann ist, dass ich in der F&#228;hre sass, zum Fenster rausschaute und mich auf den R&#252;ckflug vorbereitete. Was aber die Tage zuvor passiert war ist weg. Gel&#246;scht! Deleted! Mit diesem eigenartigen Gef&#252;hl wache ich in meinem G&#228;stebett im G&#228;stezimmer von Barbaras sch&#246;nem Haus auf und stehe leicht verdattert auf. Es ist schon 10 durch, aber klar, dass man nach einem Weltraumflug etwas erschlagen ist und nicht von selbst schon morgens um 6 aufwacht :-D<\/p>\n<p>Ein entspannter Tag steht an, von dem es nicht viel zu berichten gibt. Fr&#252;hst&#252;ck, gem&#252;tlich das Aufwachprozedere zelebrieren und danach etwas auf der Terrasse herumfl&#228;tzen. Etwas sp&#228;ter mache ich mich dann an meine Hausaufgaben und versuche die Eindr&#252;cke und das viele, was uns gestern erkl&#228;rt und erz&#228;hlt wurde nochmal einigermassen auf die Reihe zu kriegen. Wenigstens hab ich ein paar Fotos gemacht, das hilft. Einen Teil des Morgens verbrachten wir dann damit, leere Weinflaschen sauber zu zerschneiden. Barbara hat eine h&#252;bsche Bastelidee gesehen, um aus Flaschen, Windlichter zu machen. Dazu muss man den Boden abschneiden. Ich meine mich erinnern zu k&#246;nnen, dass es einen Trick gibt, mit Schnur und Spiritus und tats&#228;chlich werden wir im Internet f&#252;ndig, wo uns Videos Mut machen. So organisiert Barbara die Mittel, die wir hier zur Verf&#252;gung haben: Anstelle von Aceton, wie empfohlen haben wir aber nur Kerosin und eine Baumwollschnur ist auch nicht einfach aufzutreiben, so muss eine Bastschnur herhalten. Leider scheitern aber unsere Versuche und so brechen wir die &#220;bung wieder ab. Danach mache mich an meine Schreibarbeit und so d&#252;mpelt der Tag dahin.<\/p>\n<p>Seit dem fr&#252;hen Nachmittag wird das Dorf wieder mit islamischem Singsang beschallt. Heute klingt alles etwas improvisierter und gleich aus zwei Ecken. Ich pack nochmal die Kamera, um zu schauen, wie es am Tag auf dem Festplatz ausschaut. Es sind nur noch ein drittel so viele Leute im G&#228;sschen, aber jede Menge Kinder und auf dem Platz stehen viele M&#228;nner im Kreis. Zwei oder Drei von ihnen halten ein Mikro in der Hand und singen lauthals, abwechselnd irgendwelche, f&#252;r unsere Ohren schwer zu ertragenden arabischen Singsang. Ein paar Kinder tanzen dazu herum. Die langen Gew&#228;nder sind nicht zugegen, es scheint eher eine offene \u00abSingstunde\u00bb\u00a0zu sein, wo die Kids herumtollen k&#246;nne. Die meisten sind in Schuluniform oder in ihren sch&#246;nen bunten Kleidern hier.<\/p>\n<p>Gegen Abend kommen nochmal ein paar Fundis vorbei, um die Preise f&#252;r die Schulb&#228;nke und den weiteren Tischbau zu besprechen, denn die Pergola &#252;ber dem neuen, inzwischen fertiggestellten Tisch ist nicht mehr sehr vertrauensw&#252;rdig und soll auch gleich noch ersetzt werden.<\/p>\n<p>Als dies dann geregelt ist, machen wir uns auf zum Nachtessen ins Waves. Der fast volle Mond erleuchtet den Strand wunderbar. Ein herrliches Bild, bietet die hell leuchtende Kugel &#252;ber dem hohen Palmendach des Waves. Schade habe ich keine Kamera mit Stativ dabei, um dies festzuhalten. Heute gibts f&#252;r mich feine Spaghettis mit Meeresfr&#252;chten an Kokosmilch. So habe ich es noch nie gegessen, denn gew&#252;rzt ist das ganze afrikanisch. Wunderbar. Nachdem wir unsere M&#228;gen gef&#252;llt haben und Risiki, wie &#252;blich f&#252;nf Minuten nachdem sie sich vollgegessen hat vor M&#252;digkeit fast vom St&#252;hlchen kippt, gehen wir nach Hause. King kommt auch zur&#252;ck und so sitzen wir in gem&#252;tlicher Runde draussen und quatschen. Vom Dorf l&#228;rmt immer noch islamisches Singsang in Abwechslung mit Fl&#246;tengedudel. Als sich dann der Rest auch ins K&#246;rbchen verschiebt, spiele ich mit Barbara noch ein Triomino und werde von ihr furchtbar an die Wand gespielt. Ein nochmaliger Flaschentrenn-Versuch scheitert dann auch noch. Inzwischen ist es dr&#252;ckend heiss und zum ersten Mal absolut windstill &#252;ber Nungwi. Bin gespannt, wie die Nacht wird. Ich werd mich noch schnell unter die Dusche stellen und mich dann auch wieder hinter meinem Netz zum schlafen legen. Einfach keine K&#246;rperteile irgendwie &#252;bereinanderlegen, sondern alle Gliedmassen weit voneinander weit ausgebreite hinlegen und sich darauf konzentrieren, nicht zu schwitzen ;-)<\/p>\n<p>Gute Nacht Tropennacht, gute Nacht Flaschenteiler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Nacht machte ich einen kleinen Ausflug ins All. 10 Minuten vor dem Aufwachen war ich im Spaceshuttle unterwegs, weiss allerdings nicht obs die Columbia oder die andere F&#228;hre war, aber das ist wohl nebens&#228;chlich. Ich musste mich hinsetzen und anschnallen. Vor mir ein recht &#252;bersichtliches Cockpit mit ein paar Kn&#246;pfen und Monit&#246;rchen. 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