{"id":1981,"date":"2015-01-06T23:22:22","date_gmt":"2015-01-06T22:22:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=1981"},"modified":"2015-01-06T23:31:57","modified_gmt":"2015-01-06T22:31:57","slug":"sansibar-tag-11-5-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-1981\/sansibar-tag-11-5-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 11 &#8211; 5. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1984\" title=\"Day-11---Beach-mit-Kuh\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-Beach-mit-Kuh.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-Beach-mit-Kuh.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-Beach-mit-Kuh-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Das Geschichtenschreiben zu Relaxtagen zuhause, wird immer schwieriger. Ganz besonders, wenn man nicht gleich Abends, die kleinen Erlebnisse niederschreibt. Ich k&#246;nnt euch ja mal ein bisschen &#252;bers Wetter berichten, das m&#246;gen die Schweizer ja ganz besonders. Ihr hattet in den letzten 10 Tagen ja alles: Schneefall, K&#228;lte, Regen und auch von Murg&#228;ngen haben wir gelesen. Facebook quoll &#252;ber mit all den Schneebildern von &#252;berall. Bei uns sind die Nuancen etwas bescheidener. Nachts schwitzen wir bei Temperaturen irgendwo um die 27 Grad, tags&#252;ber triefts bei 31 was in den Wetterdiensten immer noch mit dem \u00abReal Feel\u00bb Wert erg&#228;nzt wird, der bei heiss-schw&#252;len 36 Grad liegt. Morgens hats Wind, oder auch mal nicht, dann ists mal bew&#246;lkt, oder auch nicht. Abends hats Wind, oder auch mal nicht, dann ists bew&#246;lkt oder auch nicht. Das mit dem Wind ist etwas verl&#228;sslicher, denn der l&#228;sst in den Abendstunden und Nachts meist nach. Hier hab ich auf jeden Fall noch nichts von Murg&#228;ngen geh&#246;rt, h&#246;chstens die Str&#228;nde sind mal mehr und mal weniger und das nicht nur wegen Ebbe und Flut. Die Voraussichten f&#252;r die n&#228;chsten Tage sind: 31\u00b0, 32\u00b0, 32\u00b0, 32\u00b0, 34\u00b0, 34\u00b0. Wobei ich den Verdacht hege, dass die Meteorologen hier einfach jeden Tag mal ein Grad mehr oder weniger hinschreiben, damit wir den Eindruck haben, die tun was. Denn Wetter gibts hier bis jetzt gar nicht, da es jeden Tag eh immer heiss ist. Und da spielt es oft kaum eine Rolle ob Schleierwolken oder auch mal etwas dichtere Wolken, die Sonne abschw&#228;chen, oder auch mal kurze Zeit ganz verschwinden lassen.<\/p>\n<p>Aber zur&#252;ck zum Relaxday: Ich hatte mir den Wecker auf acht Uhr gestellt, weil ich nicht den Morgen verschlafen wollte, wie gestern, empfand es dann aber doch gar fr&#252;h und knipste das Ding wieder aus. Unsere Nachbarn, welche von meinem Schlafzimmerfenster etwa 2,75 m entfernt leben, machten genug Krach, dass ich eine halbe Stunde sp&#228;ter wieder aufwachte und aufstand. Schlaftrunken &#246;ffnete ich mal die Haust&#252;r, setzte mich an die \u00abfrische\u00bb (lach) Luft und liess den Tag angehen. Als ich in die K&#252;che laufe, liegt eine grosse Glaskarraffe zerschlagen am Boden. Langsam beginne ich doch an diese Woodoogeschichten zu glauben. Kein Mensch war da und eine Karraffe liegt in tausend St&#252;cken am Boden. Des R&#228;tsels L&#246;sung, d&#252;rfte aber Ziti unsere Hauskatze sein, die in der Nacht wohl die Maus gejagt hat, die Barbara am Vorabend mal hinter dem Herd verschwinden sah. Ich wische den Karsumpel zusammen und koche dann Kaffee und bereite ein kleines Fr&#252;hst&#252;ck, mit Ban&#228;nchen und Passionsfrucht zu. Danach regten sich dann meine Lebensgeister etwas.<\/p>\n<p>Die ruhigen Stunden n&#252;tze ich nochmal, um meine offene Arbeit endlich ganz abzuschliessen. Es geht nur noch um etwas Kosmetik und einen letzten Test auf meinem Entwicklungsserver, bevor ich dann die definitive Version der Website, auf den Liveserver laden kann. Ich bin froh, der Kunde auch. Nun hat er eine responsive Website, die sich auch auf dem Handy gut bedienen l&#228;sst. F&#252;r den Rest der Ferien stehe ich nun nur noch auf Standby und checke t&#228;glich die Mails und h&#246;re einmal am Tag mein Schweizer Handy ab.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1985\" title=\"Day-11---King\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-King.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-King.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-11-King-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeit rauscht auch an solchen Tagen recht z&#252;gig an einem vorbei. Am Nachmittag, nachdem die &#228;rgste Mittagshitze vorbei ist &#8211; wobei ich da nicht wirklich einen Unterschied merke &#8211; gehen wir zusammen noch ein paar Besorgungen machen. Das Haushaltgesch&#228;ft beim Versammlungsplatz, dass ich liebevoll \u00abSiebler\u00bb nenne, wird auf die Probe gestellt. Wir brauchen einen kleinen Trichter, um unsere t&#228;gliche Ration Appenzeller in Barbaras Flachmann zu f&#252;llen und noch eine neue Karraffe mit Deckel. Im ersten Gesch&#228;ft finden wir beides nicht, aber das ist auch eher ein Gemischtwarenladen, mit grossen S&#228;cken voll Linsen, Bohnen und sonstigen K&#252;gelchen. Die Frauen finden daf&#252;r Schulhefte und kaufen gleich den ganzen Vorrat auf. Nun haben Sie gen&#252;gend Schulmaterial, um all ihre Kinder, die in ihrem Riziki-Projekt dabei sind, zu versorgen. Auf der anderen Strassenseite gehen wir nun zum richtigen \u00abSiebler\u00bb und finden auch was wir suchen. Das Platiktrichterchen und die Flasche kosten um die 8000 Schilling. Die M&#228;dchen im Laden sind sehr freundlich und zur&#252;ckhald und &#8230; nicht die besten Rechner, denn auf die 10000er Note, die ich der einen gebe, bekomme ich 8000 zur&#252;ck. Als ich es merke, winken wir sie nochmal her und kl&#228;ren das Missverst&#228;ndnis nach einigem hin und her. Denn zuerst dr&#252;ckt sie mir mit voller &#220;berzeugung immer wieder die 5000er Note in die Hand, die ich wieder zur&#252;ckgegeben habe. Sie ist dann aber recht froh, dass der Fehler bemerkt wurde und sie kein b&#246;ses Minusgesch&#228;ft gemacht hat. So spazieren wir mit Taschen voller Schulhefte zur&#252;ck. Der Gem&#252;seladen, bei dem wir noch ein paar Tomaten holen m&#246;chten, hat gerade geschlossen, da es Zeit zum beten ist und die Verk&#228;ufer in die Moschee verschwunden sind. Das geh&#246;rt hier zum sansibarischen Alltag. Wir setzen uns f&#252;r zehn Minuten unter einen Baum, aber das Gebet scheint heute etwas l&#228;nger zu dauern und so ziehen wir weiter und holen was wir noch brauchen im Supermarkt.<\/p>\n<p>Am fr&#252;hen Mittag stand ich heute schon mal vor verschlossenen T&#252;ren. Unser Internetstick, mit dem wir uns ins Netz w&#228;hlen war aufgebraucht. Den Laden um die Ecke kannte ich und wollte mir vier neue Rubbelkarten f&#252;r je 10\u2019000 Schilling holen. Der Shop war aber wie gesagt geschlossen. Also ins n&#228;chste Gesch&#228;ft fragen gegangen wo es sonst noch Prepaid K&#228;rtchen gibt. Der Mann verweist mich nur 3 T&#252;ren weiter. Ich gehe in eine schmale T&#252;re, durch die ich fast nur quer durchkomme, in ein dunkles R&#228;umchen und frage nochmal. Freundlich zieht der Mann hinter der Theke eine Schublade auf und reicht mir ein Zettelchen, mit einem Wert von 1000 Schilling. Eine grosse schwarze Frau in leuchtend rotem Kleid, mischt sich ein und meint zu ihm, dass ich nach 40\u2019000 Schilling Kredit gefragt habe. Er schaut zuerst verdutzt auf sie, dann auf mich und meint dann achselzuckend, dass er nur 1000er Zettelchen habe. Ich lehne dankend ab, weil man da kirre wird, bis man 40\u2019000 Schilling geladen hat, ums Internet wieder in Gang zu schieben. F&#252;r viele Sansibari reichen diese Tausender-K&#228;rtchen, oder sie k&#246;nnen sich ganz einfach nicht mehr leisten.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Verschnaufpause nach unserer Shoppingrunde beschliessen wir, noch einen Schwumm zu nehmen und werfen uns in die Badeklamotten. Die Flut ist da, die Wellen hoch, der Strand wie immer angenehm leer, das Wasser erfrischend &#8230; wenn man wieder raus kommt ;-) Wir bleiben nicht allzulange, aber es ist trotz allem eine nette Abk&#252;hlung. Ich bin auch froh, dass es wieder nach Hause geht, denn mein Magen ist seit zwei Tagen ziemlich rumplig und treibt mich &#246;fter auf die Toilette als mir lieb ist. Ich habe zum Gl&#252;ck keine Bauchschmerzen, aber es gurgelt und die Sitzungen sind nicht sehr angenehm. Ich hoffe, dass es nicht &#228;rger wird und habe mal vorsorglich mit einer Bioflorin-Kur begonnen.<\/p>\n<p>Zum Abendessen gingen wir wieder mal ins Baraka. Der Stand mit den Tagesf&#228;ngen sieht verlockend aus und so w&#228;hle ich an diesem Abend einen Kingfish. Dazu gibts etwas Gem&#252;se und Chips. Das Fl&#228;schchen Wein dazu passt auch und auch Riziki hat wieder einen gesgneten Appetitt. Wie gewohnt kippt sie bald nach dem Essen in den Schlafmodus und so verlangen wir schnell die Rechnung und spazieren nach Hause. Auch hier pendelt sich langsam eine sch&#246;ne Routine ein. Zu Beginn sitzen wir meist alle noch ein Weilchen draussen auf der Veranda und quatschen und nachdem sich auch Malou verabschiedet, spiele ich mit Barbara noch ne Runde Yatzy mit eisgek&#252;hltem Appenzeller. Die Schreiberei lass ich schleifen, manchmal muss man die Priori&#228;ten eben anders setzen. Den Bericht von Heute versuche ich dann morgen fr&#252;h nachzuliefern.<\/p>\n<p>Gute Nach Nungwi, gute Nacht Vollmond.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Geschichtenschreiben zu Relaxtagen zuhause, wird immer schwieriger. Ganz besonders, wenn man nicht gleich Abends, die kleinen Erlebnisse niederschreibt. Ich k&#246;nnt euch ja mal ein bisschen &#252;bers Wetter berichten, das m&#246;gen die Schweizer ja ganz besonders. Ihr hattet in den letzten 10 Tagen ja alles: Schneefall, K&#228;lte, Regen und auch von Murg&#228;ngen haben wir gelesen. 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