{"id":2016,"date":"2015-01-10T17:25:18","date_gmt":"2015-01-10T16:25:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2016"},"modified":"2015-01-12T11:22:48","modified_gmt":"2015-01-12T10:22:48","slug":"sansibar-tag-15-9-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2016\/sansibar-tag-15-9-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 15 &#8211; 9. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2043\" title=\"Day-15---Klo-3\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-3.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-3.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-3-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Nach einer k&#252;hlen Nacht, gehts heute nochmal fr&#252;h aus den Federn, bzw. aus der weichen Schaumstoffmatraze. Die Afrika-Kenner wissen nat&#252;rlich, was eine k&#252;hle Nacht hier zu bedeuten hat. Schlafen ohne Decke, aber im T-Shirt. Zum ersten mal in meinem Urlaub, lass ich das T-Shirt zum schlafen an und verzichte sogar auf den Van an der Decke. Zu meinem Erstaunen l&#228;sst die Dusche seit gestern Nacht, im Vergleich zum erb&#228;rmlichen Rinnsal vom Morgen, nun einen wunderbar weichen Monsunregen &#252;ber mich hinabrieseln. Die grosse Brause funktioniert wunderbar mit gen&#252;gend Wasserdruck und es macht richtig Spass zu duschen.<\/p>\n<p>Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck treffen wir uns vor der Hotellobby und warten auf unseren Fahrer. King hat einen Pickup bestellt, weil es in die kleinen D&#246;rfer im Busch nur &#252;ber l&#246;chrige Staubpisten geht, wir einen Fourweeldrive brauchen und Platz f&#252;r diverses Baumaterial zum Transport ben&#246;tigt wird. Der Fahrer ist ein kr&#228;ftiger &#228;lterer Mann. Das Auto ein uralter klappriger Mitshubishi Pickup. Einen Handlanger bringt er gleich auch noch mit. Wahrscheinlich ein Tagl&#246;hner, der sich damit ein paar Schilling verdient. Malou, Barbara, Riziki und ich quetschen uns hinter dem Fahrer auf die Bank und fahren in die Stadt. Die M&#228;dels brauchen noch R&#246;hren f&#252;r die Abluft der Toiletten, Blechd&#228;cher, K&#252;bel, Klosch&#252;sseln, Farbe, Pinsel und etwas Kleinkram. Das erste Gesch&#228;ft, dass wir anfahren ist geschlossen, weil jemand in der Familie gestorben ist. So kurven wir ein paar Strassenecken weiter. Beim n&#228;chsten Halt schauen wir nach grossen 100 Liter K&#252;beln, wo der Kot aufgefangen wird, finden aber nicht die richtige Gr&#246;sse. In dieser Ecke von Tanga gibt es diverse Hardware Stores und ein paar Meter vom K&#252;belladen treten wir in ein kleines Gesch&#228;ft, dass Klosch&#252;sseln und die gesuchten schwarzen R&#246;hren vor dem Laden auf der Strasse ausgestellt hat. Die sechs Meter langen Teile werden gedrittelt und 9 St&#252;ck aufgeladen. Der Ladenbesitzer zaubert von irgendwoher gen&#252;gend Klosch&#252;sseln hervor und nach etwas Feilscherei werden sich die beiden Parteien auch &#252;ber den Preis f&#252;r die Farbe einig. Da nicht gen&#252;gend blaue Farbe vorr&#228;tig zu sein scheint, wird die fehlende Menge von irgendwo her organisiert. Das Prozedere f&#252;r die Quittung und Zahlung dauert ein ganzes Weilchen. Ich bin schon wieder m&#252;de und durstig und so laufe ich ein paar Meter die Strasse hoch, um nach Wasser Ausschau zu halten. Gleich an der n&#228;chsten Kreuzung gibts eine lebendig wuselnde Markthalle, die ich wieder staunend durchschreite. Irgendwo an einer Ecke finde ich dann auch in einem Microgesch&#228;ft eine Flasche Wasser zu kaufen und geh zur&#252;ck zum Shop. Barbara z&#228;hlt das geschuldete Geld aus ihrer immer noch prall gef&#252;llten Bank-Papiert&#252;te ab, danach f&#252;hrt uns King und der Fahrer zu einem gr&#246;sseren Gesch&#228;ft. Hier stehen sogar Rasenm&#228;her vor dem Haus. M&#246;chte ja wissen, wieviele dieser Benzinverpuffer hier in Tanga verkauft werden. Ich sch&#228;tze mal, dass das nicht sehr viel sein k&#246;nnen. Die gesuchten Blechplatten k&#246;nnen wir hier kaufen, liegen aber in einem Lager, ein paar Blocks weiter. Ein &#228;lterer Inder springt mit in unsere Schaukel und weist uns den Weg zum Lager. Nun ist der Pickup gut gef&#252;llt und bis auf die K&#252;bel ist s&#228;mtliches Baumaterial f&#252;r die Klos nun beisammen und wir fahren eng zusammengequetscht los.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2033\" title=\"Day-15---Hardwarestore\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Hardwarestore.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Hardwarestore.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Hardwarestore-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Schnell sind wir aus der Stadt. Zuerst geht die Fahrt &#252;ber eine breite Strasse durch eine steppenartige Landschaft, durchsetzt mit Palmen, Mango- und Cashewb&#228;umen und vielen m&#228;chtigen Affenbrotb&#228;umen. Unser Pickup qu&#228;lt sich an nur kleinen Steigungen erb&#228;rmlich ab, aber die Maschine l&#228;uft trotz allem zuverl&#228;ssig. AC gibts nat&#252;rlich keine, aber der Fahrtwind ist erstaunlich k&#252;hl. Ich habe eh den Eindruck, dass der Wind hier auf dem Festland k&#252;hler ist, als auf Sansibar, ausser man ist am Strand. Nach einem ganzen Weilchen geht dann eine schmale Sandpiste von der Hauptstrasse rechts weg und wir fahren langsam &#252;ber eine sehr holprige Strasse mit m&#228;chtigen Schlagl&#246;chern, weiter Richtung Mandakini. Die H&#252;tten werden immer einfacher, je weiter wir uns von der Stadt entfernen. Hier sieht man fast nur noch Lehmh&#252;tten, oft in einem sch&#246;nen warmen Rotton, nat&#252;rlich gef&#228;rbt von der hier oft sehr roten Erde. Ich bin froh, als wir das Dorf erreichen, denn inzwischen schmerzt mein Po und wir kleben fast aneinander fest. Auf dem Dorfplatz stellen wir den Wagen ab und schnell sind ein paar Fundis da, die uns zu den bereits auszementierten Fundamenten der acht Toiletten des Dorfes f&#252;hren. Sie zeigen uns stolz ihr bisher vollbrachtes Werk. King spricht angeregt mit den M&#228;nnern, die Frauen mischen sich zum Teil ein und ich knipse ein paar Fotos. Die Toilettenanlagen sind an vier Orten &#252;bers ganze Dorf verteilt. Wir schauen uns jede einzelne an. Das einzige Geb&#228;ude im Dorf, dass aus Backstein ist, ist die Schule. Die anderen H&#228;user sind ausschliesslich aus Lehm. Vor vielen H&#228;usern sitzen Frauen mit Kindern auf dem Arm. Ein paar Kinder springen im Dorf herum. Ich wundere mich etwas, dass unser Besuch nicht mehr Aufsehen erregt. Als wir wieder zum Pickup zur&#252;ckkommen, ist das ganze Baumaterial, dass vorher abgeladen wurde schon irgendwo versorgt worden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2034\" title=\"Day-15---Klo-2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-2.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Klo-2-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Als n&#228;chstes besuchen wir Kings Dorf, wo seine Mutter lebt und er auch aufgewachsen ist. Wir folgen der ruppigen Staubpisten weiter, durch buschiges Land. Gewisse Stellen sehen aus, als ob sie bewirtschaftet w&#228;ren: Cashewb&#228;ume s&#228;umen oft den Weg. Immer wieder f&#252;hren kleine Trampelpfade von der Strasse weg. Ich frage mich wohin und wer hier wohl noch wohnt. Nach einem ganzen Weilchen Geholper kommen wir in ein erstaunlich grosses Dorf, mit einigen kleinen Gesch&#228;ften. Viele Menschen sitzen vor den Shops, oder unter B&#228;umen, oder sind mit irgendwas besch&#228;ftigt. Am Dorfeingang steigen wir kurz aus und schauen uns, die vor einem guten gelben Jahr gebauten Toiletten an. Zum ersten Mal sehe ich, wie das ganze in Natura ausschaut. Barbara und Malou sind erfreut, weil die Anlagen in gutem Zustand sind und auch gebraucht werden. Im Gegensatz zu Nungwi, wo ihr erstes Toilettenprojekt mit grossem Tamtam eingeweiht wurde, ein halbes Jahr sp&#228;ter aber nur noch die leeren Mauern dastanden, weil alles von den Einheimischen abmontiert und geklaut wurde. Ein Frust, der verst&#228;ndlicherweise bei den M&#228;dels tief sitzt. Sch&#246;n, dass es hier im Dorf anders l&#228;uft und die Anlagen f&#252;r die Gemeinde einen grossen Nutzen bringen und die Hilfe von der Bev&#246;lkerung auch angenommen wird. Wir schauen uns noch eine andere Anlage im Dorf an und machen uns dann auf den R&#252;ckweg. Ein kurzer Stopp bei Kings Mutter und Schwester wird noch eingelegt. Ist aber kaum der Rede wert. Es reicht grad f&#252;r ein Foto und Hallo und Adjeu. So holpern wir wieder als Sardinen in der B&#252;chse zur&#252;ck zur Hauptstrasse. Es ist inzwischen h&#246;llisch heiss, ich lass den Kopf im Auto h&#228;ngen und schaukle entspannt mit den Bodenwellen und Schlagl&#246;chern mit und d&#246;se zwischenzeitlich auch wieder ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2035\" title=\"Day-15---Haeuser\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Haeuser.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Haeuser.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Haeuser-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>King winkt immer wieder aus dem Fenster und gr&#252;sst Leute aus dem fahrenden Auto. Ein Schwarzer, der aus dem Busch auftaucht winkt und wird kurzerhand mitsamt Velo auf den Pickup geladen. Im n&#228;chsten Dorf, steigt er mit seinem Ger&#228;t dankend wieder ab und verschwindet irgendwohin. Auf der Hauptstrasse gehts weiter nach Mandakini, dem Dorf wo Riziki zur Schule geht. Ein typisches afrikanisches D&#246;rfchen. Ein paar Shops, eine Moschee, ein paar Werbeschilder, meist von Telecomanbietern, St&#228;nde mit Fr&#252;chten. Vor den L&#228;den h&#228;ngen Bananen oder Ananas, einzelne St&#228;nde pr&#228;sentieren oft nur ein paar aufgestapelte Fr&#252;chte. Einfache Lehmh&#252;tten oder simple Backsteinh&#228;uschen mit Palm- oder Blechdach s&#228;umen die staubigen Wege und oft liegt viel M&#252;ll auf ungenutzten Fl&#228;chen oder am Strassenrand herum. Schade, dass ich mich daran schon fast gew&#246;hnt habe. Man sieht viele Velofahrer, die ihre Gef&#228;hrte unglaublich bepackt haben. Meterhohe Stapel Holz, manchmal sind ganze Shops an den R&#228;dern angebracht, sehr oft einfache, bestimmt einen Meter breite K&#246;rbe hinten drauf montiert. Man sieht auch schwere Handkarren, wo ich kaum glauben kann, dass die &#252;berf&#252;llten Ger&#228;te von nur einer Person gezogen werden. Die gr&#246;sseren Karren sind mit Autoreifen versehen, die kleineren laufen auf Velor&#228;dern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2036\" title=\"Day-15---in-the-Bush\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-in-the-Bush.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-in-the-Bush.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-in-the-Bush-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Im Dorf halten wir schnell an. Wir sehen Jeremy, Rizikis Onkel, bei dem sie lebt. Ein recht hageres Massaim&#228;nnlein, mit freundlichem Blick. Er kommt zum Auto und begr&#252;sst die M&#228;dchen und mich. King holt in der Zwischenzeit f&#252;r alle etwas zu trinken. Es gibt hier in Afrika Fanta in diversen Geschmacksrichtungen, aber wenn man schwitzt und durstig ist und meist nur Wasser trinkt, etr&#228;gt man, oder ich zumindest, diese Zuckerbomben kaum, obwohl sie im Geschmack sehr lecker sind. Jeremy springt hinten auf den Pickup und der Fahrer bringt uns so weit es sich fahren l&#228;sst auf einem Weglein in die N&#228;he von Rizikis Zuhause. Als der Weg dann zu schmal wird, steigen wir in die gleissende Hitze hinaus und folgen einem sandigen Pfad den beiden Massai. Die Landschaft ist sch&#246;n, ein kleiner k&#252;nstlich ausgehobener See glitzert in der N&#228;he durchs Gestr&#252;pp. Kakteen die bei Mami zuhause in der Stube vor dem Fenster stehen wachsen hier meterhoch. Viel dorniges Gestr&#252;pp wechselt sich hier mit wunderbaren gr&#252;nen Str&#228;ucher ab. Nach ein paar Minuten riecht es nach Ziegenkot und bald sehen wir die Lehmh&#252;tten der Massai. Wir werden freundlich begr&#252;sst. Marie, Jeremys Frau kommt mit einem Baby auf dem Arm aus dem niederen, dunklen Haus und begr&#252;sst uns alle. Barbara und Malou kennen sie schon von fr&#252;her. Sie lebten schon auf Sansibar und Jeremy war fr&#252;her ihr Watchman, der ihre H&#228;user Nachts bewachte. Da er aber nicht mehr zuverl&#228;ssig war, haben sie ihm gek&#252;ndigt und Mohamed, der in Nungwi wohnt und dort auch seine ganze Familie hat, neu angestellt. Jeremy spricht etwas englisch und m&#246;chte uns sein neues Haus zeigen, dass er ein paar Meter entfernt grade am bauen ist. Wir laufen um einen aus stachligem Gestr&#252;pp gebauten Viehzaum, wie er schon immer von den Massai als Schutz vor wilden Tieren gebaut wurde. Ich w&#228;hne mich in einer komplett anderen Welt. Hier erlebe ich Afrika wirklich sehr urspr&#252;nglich und bodenst&#228;ndig. Eine H&#252;tte ist im Rohbau und besteht im Moment noch aus einem kunstvolen Geflecht aus Eckpsosten und einem Steckengeflecht. Dazwischen wird dann das Ganze mit Lehm aufgef&#252;llt. Von seinem Haus sieht man erst den Grundriss in Form von ausgehobenen L&#246;chern, wo sp&#228;ter die Pfosten in den Boden gerammt werden. Die H&#228;user sind alle gleich aufgebaut: eine T&#252;re, dahinter der Gang, wo dann links und rechts ein Zimmer liegt. Gekocht wird draussen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2037\" title=\"Day-15---Riziki-and-Familay\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Riziki-and-Familay.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Riziki-and-Familay.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Riziki-and-Familay-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2038\" title=\"Day-15---Rohbau-2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau-2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau-2.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau-2-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>King treibt uns pl&#246;tzlich zur Eile an. Es ist auch br&#252;tend heiss hier draussen und wir haben noch einen weiten Heimweg. Ich krieg am Rand mit, dass Jeremy Barbara um eine Spende f&#252;r sein Haus gebeten hat. Malou verdreht die Augen, da sie ein immer wiederkehrendes Prozedere bef&#252;rchtet. Die M&#228;dchen besprechen sich kurz und entscheiden, ihm 30&#8217;000 Schilling zu geben. Auf dem Weg zur&#252;ck zum Auto begleitet er uns noch. Er scheint mit der Spende nicht zufrieden und gr&#252;belt tats&#228;chlich, wie von Malou bef&#252;rchtet, die alten Geschichten wieder hervor und verlangt mehr Geld. Er wird ziemlich aufs&#228;ssig und unangenehm. Sp&#228;ter erfahren wir von King, dass er ihm gesagt habe, dass die Frauen und er, hier nicht mehr erw&#252;nscht seien und falls sie doch zur&#252;ckk&#228;men, er mit King k&#228;mpfen w&#252;rde. Hopsala, hier scheint wohl die kriegerische Tradition der Massai noch immer mitzuschwingen. Auch die Erwartungshaltung, dass der Weisse wohl im Geld schwimme und es hier einfach verteilen k&#246;nne, macht mich sehr stutzig. F&#252;r die Frauen ist es allerdings nicht ganz unerwartet, aber in dieser Bestimmtheit hatten sie es auch noch nicht erlebt. Immerhin hat Malou Riziki zwei sch&#246;ne Wochen Urlaub in Nungwi finanziert und das M&#228;dchen \u00abgesund gef&#252;ttert\u00bb. Ich habe etwas M&#252;he mir hierzu auf die Schnelle eine Meinung zu bilden. Viel schwirrt mir durch den Kopf, dass ich nicht einordnen kann und so halte ich mich aus der Diskussion lieber raus. Ich merke auf jeden Fall, dass bei Barbara und Malou sehr viel Entt&#228;uschung mitspielt, gerade weil sie Jeremy, ihre (vermeintliche) Mutter, die in Nungwi ihr Touristenst&#228;ndchen hat und auch Jeremias Frau schon ewig kennen und f&#252;r alle schon sehr viel getan haben. Auf dem Heimweg wird die Geschichte noch lange beredet und pl&#246;tzlich r&#252;ckt auch die Sache mit dem Voodoop&#252;ppchen wieder ins Zentrum. Als Barbara letzte Woche eine Aloe Vera gepflanzt hat, stiess sie beim Graben auf ein Strohp&#252;ppchen. Ich hatte es zuwenig genau angeschaut, aber es k&#246;nnte in der Tat sowas gewesen sein, denn der Glaube an Voodoo ist hier noch sehr verbreitet und es k&#246;nnte gar m&#246;glich sein, dass Jeremia so ein Ding vergraben hat. Barbara meinte, dass die farbigen B&#228;ndel die darum gebunden waren, trotz Dreck noch gut erkennbar waren, was darauf deutet, dass das P&#252;ppchen noch nicht Ewigkeiten in ihrem Garten vergraben war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2039\" title=\"Day-15---Rohbau\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau1.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Rohbau1-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Bei der ganzen Geschichte k&#246;nnte auch noch Eifersucht mitspielen und zwar zwischen dem Massai und King, der das Gef&#252;hl haben k&#246;nnte, dass King etwas mit seiner K&#252;ndigung als Watchman zu tun haben k&#246;nnte und er heute eine so wichtige Position bei Maisha Zanzibar einnimmt. Wahrscheinlich werden die M&#228;dels nie erfahren, was da alles mitspielte. Ein ziemlich trauriger Abschluss, dieser so interessanten Reise. Am sp&#228;ten Nachmittag sind wir dann zur&#252;ck im Hotel und wir freuen uns alle auf die Dusche und einen kleinen Nap. So verziehen sich alle in ihre Zimmer, zum relaxen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2041\" title=\"Day-15---Stacheln\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Stacheln.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Stacheln.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Stacheln-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Zum Abendessen treffen wir uns dann wieder in der Loggia und spazieren ein paar Meter die Strasse hoch, wo Malou von ihrem letzten Besuch noch ein Restaurant kennt. Hier in Tanga bewegt man sich nicht mehr in Touristenzonen. Das merkt man an den Restaurants und nat&#252;rlich auch daran, dass man hier keine Weissen mehr sieht. Gegen halb Acht treten wir in ein sehr belebtes Lokal ein. Der gr&#246;sste Teil befindet sich unter einem grossen offenen Dach. Licht brennt keins, aber verschiedene grosse LCD-Fernseher beleuchten den Raum schwach. An der hohen Decke schwirren die Propeller und es ist ziemlich laut. Der gr&#246;sste L&#228;rm verursachen die schepprigen Lautsprecher der TVs. Wir finden grade noch einen Tisch, hinten in der Ecke und setzen uns. Ich bin hier ziemlich aufgeschmissen, da ich weder die Namen der hier traditionellen Speisen kenne und auch mit Englisch nicht mehr viel ausrichten kann. Eine Lady kommt an den Tisch. King bestellt ratzfatz, die M&#228;dels versuchens mit Mbusi (Ziege). Ich schliesse mich da gerne an, nehme als Beilage aber Ugali anstatt Chips und bin gespannt was ich serviert bekomme. Getr&#228;nke und Essen werden nicht von der gleichen Person serviert und so bestellen wir die Getr&#228;nke separat. Ich bestelle mir ein Bier: Ndovu und Kilimajaro habe ich bereits probiert, so richtig toll schmecken sie mir nicht, aber eine nette Abwechslung zum Wasser sind sie allemal. F&#252;r S&#252;ssgetr&#228;nke kann ich mich hier fast gar nicht begeistern. So probier ich mal ein Safari, dass kurze Zeit sp&#228;ter von der Drinklady in einem Plasikk&#246;rbchen an den Tisch gebracht wird. Die Flaschen werden hier immer mit einer kleinen Papierserviette gebracht. Entweder ist die ins Glas gesteckt, oder um den Flaschenhals gewickelt. Die Kronkorken werden vom Kellner immer nur angehoben und auf der Flasche gelassen. Den Grund daf&#252;r hab ich noch nicht raus, das mit der Serviette macht aber durchaus Sinn, um die nicht immer ganz sauberen Flaschenh&#228;lse, oder Flugrost von den Kronkorken abzuwischen. Einen grossen Unterschied zu den anderen Biersorten kann ich nicht feststellen. Auch das Safari ist ganz ok, das ist&#8217;s dann aber auch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2040\" title=\"Day-15---Dinner\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Dinner.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Dinner.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-15-Dinner-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Das Essen kommt recht z&#252;gig. Ist wohl alles vorgekocht, oder in gen&#252;gend grossen Mengen vorbereitet worden. Besteck: nada, aber nat&#252;rlich gibts den Tisch-Handwaschservice. Das Essen wird auf einem grossen rechteckigen Metalltablett, mit verschiedenen Vertiefungen serviert. Das Ziegenfleisch ist ein H&#228;ufchen abgenagter Knochen. Hier muss man das Fleisch tats&#228;chlich gesucht werden. Dort wo noch etwas dran ist, schmeckt es hervorragend mit prima R&#246;staromen. Ein paar Knochen mit etwas mehr Fleisch dran, erweisen sich als ziemlich z&#228;he St&#252;cke, die viel Kraft im Arm und Kiefer brauchen, um sie abzul&#246;sen. Ich k&#228;mpf mich aber tapfer durch und bin froh, dass ich in solchen Dingen nicht (mehr) sehr heikel bin. Das Ugali f&#252;llt gut und ist mastig. Sauce gibts aber nicht und so dr&#252;cke ich aus einer der Tuben auf dem Tisch irgend sone chemische Pilipili-Sauce. Damit geht die recht trockene Knetmasse dann aber gut runter. Nach dem Essen wollen wir zur&#252;ck in unser Hotel, da es sich hier nicht wirklich gem&#252;tlich sitzen und quatschen l&#228;sst und so nehmen wir dann den Schlummertunk bei uns im Hotel. Gegen Elf ziehen wir uns in unsere Zimmer zur&#252;ck und legen uns schlafen.<\/p>\n<p>Gute Nacht Festland, gute Nacht Voodoogeister<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer k&#252;hlen Nacht, gehts heute nochmal fr&#252;h aus den Federn, bzw. aus der weichen Schaumstoffmatraze. Die Afrika-Kenner wissen nat&#252;rlich, was eine k&#252;hle Nacht hier zu bedeuten hat. Schlafen ohne Decke, aber im T-Shirt. Zum ersten mal in meinem Urlaub, lass ich das T-Shirt zum schlafen an und verzichte sogar auf den Van an der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2016"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2032,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016\/revisions\/2032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}