{"id":2051,"date":"2015-01-12T12:25:47","date_gmt":"2015-01-12T11:25:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2051"},"modified":"2015-01-12T16:55:44","modified_gmt":"2015-01-12T15:55:44","slug":"sansibar-tag-17-11-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2051\/sansibar-tag-17-11-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 17 &#8211; 11. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2054\" title=\"Day-17---Cockpit\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Cockpit.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Cockpit.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Cockpit-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Es geht wieder zur&#252;ck auf die Insel. King konnte uns einen R&#252;ckflug am Morgen organisieren. Daf&#252;r stehe ich gerne beizeiten auf, denn mir passt es ganz gut, dass wir so einen gem&#252;tlichen Nachmittag in Nungwi verbringen k&#246;nnen und nicht den ganzen Tag mit der Reiserei versemmeln. Um halb neun holt uns das Taxi ab und bringt uns zum Flughafen. Wir haben wieder den Whitney Housten Mann gebucht, bzw. gleich gestern mit ihm den Termin abgemacht. Meine M&#228;dels sind glaub ich ein kleines bisschen nerv&#246;s, da sie die Fluglinie nicht kennen, bei der wir gebucht haben: As Salaam Air. Klingt doch gut ;-) Wir bekommen sogar noch je 30\u2019000 Schilling zur&#252;ckerstattet. Billigfluglinie sei dank. Das ist doch was :-) Das Prozedere am Miniflughafen von Tanga inzwischen auch nicht mehr neu: Pers&#246;nliches Koffer- und Handgep&#228;ckdurchw&#252;hlen auf einer kleinen Theke, danach d&#252;rfen wir in die Abfluglounge sitzen. Die Frau w&#252;hlt zwar in jedem Gep&#228;ckst&#252;ck herum, findet aber weder meine beiden Feuerzeuge die ich dabei habe, was die hier &#252;berhaupt nicht m&#246;gen, daf&#252;r aber mein Taschenmesser. Gewisse Dinge, wie ein Powerpack, dass King zum laden seines Handys dabei hat, scheinen sie daf&#252;r nicht zu kennen und wissen nicht sor recht, was damit anzufangen ist. Im TV in der Loung l&#228;uft erst irgend ein christlicher Gottesdienst mit afrikanischem Kirchensiingsang, danach ein afrikanisches Kinderprogramm. Ich vertreibe mir w&#228;hrend der Warterei die Zeit mal wieder mit dem iPad auf dem Schoss und schreibe am Blog. Unser Flug geht p&#252;nktlich, der Captain ein freundlicher arabisch aussehender kr&#228;ftiger Mann. Die Fluginfos direkt vom Piloten an die G&#228;ste gewandt wie immer sehr einfach. Nachdem alle T&#252;ren geschlossen sind zuerst in Swaheli, dann in Englisch, wird in zwei S&#228;tzen erkl&#228;rt, dass wir willkommen sind und der Flug via Pemba nach Sansibar geht. Und die Sicherheitsinformationen beschr&#228;nken sich darauf, uns zu informieren, dass ein Zettel und die Schwimmweste im Sitz vor uns platziert sind. Basta. Maschine an und los. Ich geniesse den Flug in der vordersten Reihe gleich hinter dem Piloten, versuche ein paar der vielen Anzeigen und Monit&#246;rchen zu verstehen, schaffe es bei ein paar Ger&#228;ten auch. Der Flug ist angenehm, die Maschine eine etwas &#228;ltere Chesna, aber ich mach mir keine Sorgen und denke, dass diese Kiste wohl schon tausende von Fl&#252;gen nach und von Sansibar gemacht hat. Das Wetter ist heute etwas bew&#246;lkt, trotzdem hat man meist eine ganz gute Sicht. Eine halbe Stunde dauert der Flug auf die n&#246;rdlich von Sansibar gelegene Insel Pemba. Eigentlich heisst ja die Insel Sansibar gar nicht so, sondern Unguja. Sansibar bezeichnet heute einen teilautonomen Staat Tansanias, bestehend aus den beiden grossen Inseln Unguja und Pemba und ein paar kleineren vorgelagerten Inseln. &#220;ber eine Million Einwohner leben hier. Pemba wirkt noch etwas gr&#252;ner als Sansibar. Barbara und Malou tr&#228;umen schon lange davon, die Insel zu besuchen, haben es bis heute aber noch nicht geschafft, obwohl sie schon seit 10 Jahren nach Sansibar kommen. Die Krux an der Geschichte ist, dass man f&#252;r Pemba ein paar Tage Zeit braucht, da die Infrastruktur auf der Insel nicht so gut ist wie hier auf Sansibar und dadurch die Reiserei beschwerlich und zeitintensiver.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2052\" title=\"Day-17---Mnemba\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Mnemba.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Mnemba.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-Mnemba-300x194.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Nach kurzem Zwischenstopp gehts dann, ohne dass wir aussteigen, wieder in die Luft und wir fliegen s&#252;dw&#228;rts Richtung Sansibar Stadt. Man sieht die Nordspitze von Nungwi, die Koralleninsel Nmemba, vor der Ostk&#252;ste liegend. Auch dieser Flug verl&#228;uft ruhig und ohne Probleme. Wir schnappen uns am Flughafen ein Taxi, mit dem wir gleich einen Deal f&#252;r die R&#252;ckreise nach Nungwi vereinbaren, inkl. kurzem Mittagsstopp in Stone Town, wo wir was kleines Essen und die Frauen noch Geld holen, bzw. wechseln gehn. Ich schreibe w&#228;hrend der Fahrer wie ein Irrer die Inselstrasse hochprescht an meinen Berichten weiter. Barbara fordert den Fahrer zweimal ziemlich vehement auf, doch bitte das Tempo zu drosseln, was er mit einem l&#228;cheln &#252;berh&#246;rt und ignoriert. Ich &#228;rgere mich, dass ich nicht eingreife und Barbara nicht unterst&#252;tze, weil ich von der Raserei beim schreiben gar nicht so viel mitbekomme. Sorry, Barbara, kommt nicht wieder vor. Zur&#252;ck wischen wir kurz die Veranda durch, putzen Klo und fegen das Haus, um wieder ein gem&#252;tliches zuhause zu haben. Ich konnte mir von den vielen Erz&#228;hlungen von Barbara nicht vorstellen, wie schnell hier alles verstaubt und schmutzig wird. Die Veranda k&#246;nnte man 2x t&#228;glich fegen, das Haus bestimmt t&#228;glich. Da die H&#228;user keine geschlossenen Fenster haben, sondern nur mit Fliegengittern vor dem &#228;rgsten Insektenangriff sch&#252;tzen, bl&#228;st hier der Wind nat&#252;rlich auch den ganzen Staub durchs Haus. Dazu kommen nat&#252;rlich auch noch die ganzen Insekten und Spinnen, die ihre Netze bauen, K&#228;fer und sonstiges Getier, dass hier kreucht und fleucht. Dort wo die laut h&#246;hrbaren Holzk&#228;fer bis zu 5mm dicke L&#246;cher ins Holz beissen, liegt nach einem Tag Holzstaub unter deren Baustelle. Essen und unabgewaschenes Geschirr sollte man hier auch nicht stehen lassen, denn damit zieht man noch mehr der kleinen und kleinsten Helferlein an, die alles, was irgendwie essbar ist anknabbern oder forttragen. Nach der kurzen Welcomereinigung stopfen wir alle die W&#228;sches&#228;cke voll und bringen sie in die W&#228;scherei, bzw. ein Hotel, wo Barbara und Malou schon seit l&#228;ngerem ihre Sachen waschen lassen. Kleinkram, wie mal ein paar Shirts oder Unterw&#228;sche w&#228;scht man zwischendurch auch mal im Zuber zuhause vor der T&#252;r. Nachdem die W&#228;sche abgegeben ist, gehts ins Langi Langi. Ein sch&#246;nes Lokal mit ein paar Zimmern und Bungis, wo Barbara und Malou schon lange hingehen und uns zur&#252;ckgebliebenen immer mit diesen wundervollen Fotos neidisch machten: Dunkles Holzgel&#228;nder oder Stuhl auf Veranda, im Hintergrund das blau leuchtende Meer. Es war eines der Restaurants, dass die Frauen schon seit ihrem ersten Besuch kennen. Viele der Hotels am Strand, sind erst in den letzten Jahren entstanden. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur hat hier in Nungwi in den letzten Jahren stark zugenommen. Das Langi Langi hat eine sehr gute K&#252;che, ihr Chef Sele ist ein sehr freundlich dreinschauender Schwarzer mit Dreadlocks und immer einem L&#228;cheln im Gesicht. Er kennt die M&#228;dels gut und freut sich, als wir vorbeischauen. Wir bestellen auf der sch&#246;nen Veranda, direkt &#252;ber dem Strand mit Blick aufs Meer, erst mal ein Glac\u00e9 und geniessen den frischen Wind, an diesem tr&#252;ben, aber trotz allem heissen Tag. Nach einem Weilchen werden wir noch mit einem Gruss aus der K&#252;che &#252;berrascht. Sele bringt uns eine Platte mit Geschnetzeltem an einer Kokosnussmilchsauce und Kartoffeln. Die Kartoffeln sind auch unters Fleisch und die Sauce gemischt und es schmeckt nat&#252;rlich &#8230; leeeecker! Uff&#8230; ich sollte vielleicht mal nachschauen, was f&#252;r Ausdr&#252;cke ich f&#252;r das feine Essen hier in Afrika noch verwenden k&#246;nnte, ausser permanent von wunderbar, lecker, herrlich schmeckend und so zu berichten. Aber ich kanns niemandem verdenken, wenn er sich ab der immer wieder gleichen Ausdr&#252;cke zu langweilen beginnt ;-)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2055\" title=\"Day-17---As-Salaam-Air\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-As-Salaam-Air1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-As-Salaam-Air1.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-17-As-Salaam-Air1-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Zur&#252;ck in den H&#228;usern bricht dann nochmal die Arbeitswut aus. Ich mach mich mal wieder hinter den Sandgarten und versuche die Stellen auszubessern, wo die rote Erde vorkommt und verteile die vier verbleibenden S&#228;cke mit zerkleinertem Korallenkalk auf den Wegen, wo es n&#246;tig ist. Ich reche den Sand durch und versuche die vielen Zementbrocken und Steine herauszusieben, welche von der Bauerei &#252;berall mit dem Sand vermischt haben. Geht mit dem neuen Rechen so grade mal, ist aber m&#252;hsam. Egal, mir machts Spass und am Ende der Arbeit ist mein T-Shirt komplett durchn&#228;sst, aber die Spuren der Baustellen sind danach kaum mehr zu sehen und ich glaub auch, dass sich die M&#228;dels dr&#252;ber freuen, die ihrerseits auch in Aktionismus verfallen. J&#228;ten, Blumen giessen und den neuen Tisch und die B&#228;nke von &#252;bersch&#252;ssigen Zementresten befreien und sauberschrubben, damit morgen noch Steinschutz aufgetragen werden kann. Ich geh kurz vor dem Eindunkeln noch kurz an den Strand. Hinter dem Haus wurde mal wieder die M&#252;llhalde angez&#252;ndet, ein beissender dicker Rauch zieht w&#228;hrend Stunden &#252;bers Grundst&#252;ck. Irgendwann mag man den Gestank nicht mehr riechen. In einem Gemeinschaftsraum gleich &#252;ber die Strasse vor Malous Haus wird noch ein Fest gefeiert und wir werden mit dem uns&#228;glich monotonen arabisch-afrikanischen Singsang auf eine harte Probe gestellt. So ist der Kurztripp zum Strand auch deswegen, eine Willkomene Pause, von Gestank und nerviger Musik. Unterwegs werde ich von Adam angesprochen und bin ganz &#252;berrascht, als er mich auf schweizerdeutsch begr&#252;sst, als ich ihm sage woher ich bin. Er ist ein freundlicher tiefschwarzer Typ, der einen mal nicht nur nervig anquatscht und kaum mehr weitergehen l&#228;sst und erz&#228;hlt mir in seinem gebrochenen Schweizerdeutsch, dass er mal bei einer Schweizer Familie war und deshalb deutsch kann. Zum Abendessen gehts dann wieder in unser Stammlokal, das Waves. Wir wollten zwar im Langi Langi reservieren, aber da war auf der sch&#246;nen, offenen Terrasse f&#252;r den Abend schon alles ausgebucht. Egal, Waves ist so gem&#252;tlich und wir m&#246;gen es alle sehr. Die Besitzer und Angestellten sind sehr freundlich und witzig und das Essen ausgezeichnet. Ich muss heute die Karte nicht anschauen, weil ich schon am Nachmittag Lust auf die Pizza Waves habe. Ist bei uns in etwa eine Frutti di Mare, aber unvergleichlich und tausend mal leckerer, weil hier nur frische Zutaten draufkommen und davon nicht zu wenig. Die zwei Flaschen Wein, die wir zum Essen wegtrinken verfehlen ihre Wirkung nicht ganz. Wir sind alle ziemlich in Quassellaune. Die Rechnung l&#228;sst uns schmunzeln: Wein 56\u2019000 Schilling, Essen 34\u2019000 ;-) Zuhause gibts dann noch den obligaten Kaffee und danach schaue ich mit Barbara, dass der Appenzeller hier nicht alt wird und vergammelt. Auf unsere Hilferufe in die Schweiz und der Bitte uns doch per Overnight DHL-Kurier Nachschub zu schicken reagiert leider niemand. Schade, aber irgendwie kann ichs verstehen. Sonntag Abend, am n&#228;chsten Tag m&#252;ssen alle wieder zur Arbeit, das ist schon hart genug. Dass man da unseren verzweifelten Hilferuf vielleicht nicht ganz ernst nimmt, nehm ich nun einfach mal mit einer gewissen afrikanischen Lockerheit zur Kenntnis ;-) Die Triomino-Runde endete an diesem Abend mit einem Patt und ich kippte am Schluss vor M&#252;digkeit fast vom St&#228;ngeli.<\/p>\n<p>Gute Nacht Sansibar, tsch&#252;ss Appez&#246;ller :-(<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht wieder zur&#252;ck auf die Insel. King konnte uns einen R&#252;ckflug am Morgen organisieren. Daf&#252;r stehe ich gerne beizeiten auf, denn mir passt es ganz gut, dass wir so einen gem&#252;tlichen Nachmittag in Nungwi verbringen k&#246;nnen und nicht den ganzen Tag mit der Reiserei versemmeln. 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