{"id":2095,"date":"2015-01-16T21:19:49","date_gmt":"2015-01-16T20:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2095"},"modified":"2015-01-17T16:13:02","modified_gmt":"2015-01-17T15:13:02","slug":"sansibar-tag-21-15-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2095\/sansibar-tag-21-15-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar \u2013 Tag 21 \u2013 15. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2103\" title=\"Day-21---Evergreen-Beach-1\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-Beach-1.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-Beach-1.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-Beach-1-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Wecker brauchts heute keinen, aber ein Handy als Uhr in Griffn&#228;he w&#228;re ganz ok, denn um elf haben wir uns mit Abra verabredet, der uns an die Ostk&#252;ste bringt. So stehe ich kurz vor neun auf und beginne meine Siebensachen zusammenzupacken und in den Rucksack zu stopfen. Siti ist heute irgendwie unter Strom, denn kaum &#246;ffne ich meine Zimmert&#252;r streift sie laut miauend um meine Beine. Soweit ihr ganz normales Prozedere am Morgen fr&#252;h, oder wenn man von einem Ausflug zur&#252;ck kommt. Normalerweise beruhigt sich das Katzentierchen dann aber schnell wieder, besonders wenn man ihr Sch&#228;lchen mit frischem Futter f&#252;llt. Heute scheinen aber weder Futter noch Liebkosungen zu n&#252;tzen um Siti zu beruhigen. Wenn sie in diesem Modus ist, muss man immer aufpassen dass man nicht auf sie tritt, weil sie einem immer um die Beine schleicht. Als sie mich dann noch von hinten in die Wade beisst, werd ich doch etwas grantig. Sie st&#246;rts aber nicht und erweckt auch nicht den Anschein, dass ich mich irgenwie zu beschweren h&#228;tte ;-)<\/p>\n<p>Barbara taucht kurze Zeit sp&#228;ter auch auf: Der Kaffee ist parat, Malou hat uns schon Brot geholt und sitzt schon vor ihrem Haus, als ich das erste mal in die afrikanische Sonne blinzle. Es gibt heute ein kurzes, einfaches Fr&#252;hst&#252;ck und es bleibt gen&#252;gend Zeit, stressfrei fertig zu packen.<\/p>\n<p>P&#252;nktlich wie immer steht Abra vor dem Tor und l&#228;dt uns auf. Alles wie immer, bis nach vielleicht einer Stunde Malou ein klapperndes Ger&#228;usch auff&#228;llt, dass ich zuerst nicht wahrnehme. Abra h&#246;rt es anscheinend auch, h&#228;lt kurz an, steigt aus und schaut das hintere rechte Rad am Wagen an. Er sieht nichts auff&#228;lliges, aber beim weiterfahren h&#246;r auch ich nun das Ger&#228;usch, dass schnell heftiger und lauter wird und inzwischen schon bei niedrigeren Geschwindigkeiten zu h&#246;ren ist. Nochmal ein Stopp, nix zu sehen, nochmal ein St&#252;ckchen weiterfahren, aber nur noch mit 40 und es klappert weiter und immer lauter. Aus dem offenen Fenster h&#246;rt es sich gleich doppelt so laut an. So h&#228;lt er nochmal, bittet uns um Entschuldigung, dass er anh&#228;lt und das hintere Rad nun etwas genauer untersuchen m&#246;chte. Wir also alle raus aus der Kiste, w&#228;hrend Abra den Wagenheber holt und sein Taxi aufbockt. Ich beobachte ihn dabei und finde, dass er etwas unbeholfen hantiert, obwohl er doch weiss, was er tut. Als das Rad dann in der Luft schwebt, steckt er den grossen Radmutterschl&#252;ssel an die erste Mutter. Die ist so lose, dass der Schl&#252;ssel ohne Kraftaufwand gleich mal durchrutscht. Bei der zweiten Schraube dasselbe! Daf&#252;r ist die Dritte vermurkst und die Vierte wieder lose :-( Gut haben wir angehalten und noch besser ist, dass sich das Rad bevor es abf&#228;llt wenigstens mit Klapperger&#228;uschen bemerkbar gemacht hat. Abra fixt die noch intakten Schrauben und danach gehts ohne weitere erkennbare Ger&#228;usche wieder weiter. Uff&#8230; Er erz&#228;hlt uns dann, dass er gestern in Stone Town die Reifen gewechselt habe, womit auch der Grund f&#252;r die losen Radmuttern erkl&#228;rbar ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2104\" title=\"Day-21---Evergreen-View\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-View.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-View.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Evergreen-View-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor eins haben wir die Ostk&#252;ste erreicht und Abra l&#228;dt uns an der Evergreen Lodge, etwas n&#246;rdlich von Bwejuu aus. Ich w&#228;hne mich im Paradies. Eine wunderbare kleine Bungalowanlage, mit h&#252;bschem Restaurant inmitten eines Palmenhains. Der Sand ist hier so fein wie Mehl und fast weiss. Ohne Sonnenbrille wird man fast blind. Barbara hat f&#252;r uns ein Bungalow reserviert, wo wir gleich unser Gep&#228;ck abstellen und uns dann an ein Tischchen im Sand setzen und etwas zu essen bestellen. Oben im Restaurant wird gerade ein Teller Spaghetti serviert. Die Dinger lachen mich so an, dass ich die weiteren Menuoptionen gar nicht mehr anschauen brauche und da die Portion ziemlich gross aussieht, bestelle ich mir mit Barbara zusammen einen Teller. Malou hat keinen grossen Hunger und bestellt ne Portion Chips. Wir kriegen feine Spaghetis an einer Fischsauce serviert. Passt genau zu meinem Gl&#252;stli und stillt den Mittagshunger.<\/p>\n<p>Nach dem Essen ist dann mal wieder Container-Korrespondenz gefragt. Ein Typ von der Frachtgesellschaft hat uns ein Word-Dokument gemailt, dass von Barbara und Malou unterzeichnet und gestempelt zur&#252;ckgeschickt werden soll. Dumm nur, dass wir hier keinen Drucker und nat&#252;rlich auch nicht den so wichtigen Maishastempel haben. Gut, dass ich meinen Mac dabei habe, womit mir aufs Maishamail zugreifen k&#246;nnen und ich f&#252;r die beiden, Photoshop sei Dank, mir die Unterschriften und Stempel aus anderen Dokumenten zusammenbauen kann. So kriegen wir diesen n&#228;chsten kleinen Step trotzdem geregelt und warten alle gespannt, wie dieser Krimi weiter geht. Langsam wird die Zeit knapp und passiert ist im Grossen und Ganzen bis jetzt kaum etwas, ausser dass meine beiden M&#228;dels damit im Ganzen bestimmt schon zwei Arbeitstage vertr&#246;delt haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2105\" title=\"Day-21---Cows\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Cows.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Cows.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Cows-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Der Rest des Tages l&#228;uft dann ziemlich gem&#252;tlich ab. In der sch&#246;nen offen Lounge rumfl&#228;zen, die letzten Karten schreiben &#8211; jupp, die kommen vielleicht erst nach uns an ;-) und ich leg mich noch ein bisschen in den Wind zum lesen. Geschrieben hab ich heute ja schon. Viel zu tun gibts hier an der Ostk&#252;ste nicht, aber diese entspannte, romantische Athmosph&#228;re macht auch keine Lust auf grosse Aktivit&#228;ten sondern stellt einen automatisch in den Geniesser- und Nichtstu-Modus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2106\" title=\"Day-21---Beachfire\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Beachfire.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Beachfire.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-Beachfire-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Zum Abendessen treffen wir uns dann wieder im offenen Restaurant, wo T&#252;cher gespannt sind um den hier stets kr&#228;ftigen Wind abzuhalten. F&#252;r mich gibts Prawns an Kokossause. Ein Traum. Ich h&#228;tte vor diesem Urlaub nicht gedacht, dass mich hier auf Sansibar solche kulinarischen Hochgen&#252;sse bei Laune halten. Als wir mit dem Essen fertig sind, sagt uns der Kellner, dass am Strand ein Beachfeuer brenne und wir eingeladen seinen f&#252;r einen Geburtstagskuchen und uns gerne ans Feuer setzen d&#252;rfen. Grund ist der 23. Geburtstag von Angel, einer h&#252;bschen Afrikanerin, die am Nachmittag mit einer ziemlich abgedrehten Gruppe ins Evergreen gekommen ist. Wie wir sp&#228;ter erfahren, ist sie eine Afrikanerin von hier, die als Tourguide arbeitet. Uns ist die Truppe aber etwas zu heftig drauf und wohl nicht nur vom Alkohol so guter Laune. Wir setzen uns aber gerne ans Feuer hinunter und geniessen, alle etwas wortkarg, das sch&#246;ne Feuer. Der Coconut- und Ganjaboy haben eine Herzform im Sand ausgebraben, mit sch&#246;nen bl&#252;henden &#196;sten drumherum dekoriert und ein wohliges Feuerchen darin entfacht. Ums Feuer haben sie B&#228;nke und St&#252;hle gestellt. Wir geniessen die besondere Stimmung und starren in die Flammen und den herabrieselnden Sand, der den Creux du Van in Miniature langsam zusch&#252;ttet. Als wir dann in den ausgehobenen Sandw&#228;ndchen Totenk&#246;pfe zu sehen beginnen, geht die Phantasie mit uns etwas durch und die uns hier immer begleitenden Voodoogeschichten werden wunderbar ausgeschm&#252;ckt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2107\" title=\"Day-21---totenkopf\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-totenkopf.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-totenkopf.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-21-totenkopf-300x173.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Es passt wirklich alles. Tolle Athmosph&#228;re, fantastische Str&#228;nde und liebe Freunde, um die ich als Greenhorn wirklich froh bin. Es ist so sch&#246;n, die M&#228;dels hier zu haben, die sich auch mit den Einheimischen in Swaheli sprechenden Menschen ganz gut unterhalten k&#246;nnen. Ich staune immer wieder. Der Abend kling gem&#252;tlich aus und ich steige nach dem Abendessen ins Dachgeschoss unseres gem&#252;tlichen Bungalows. Die Nacht wird dann nicht so entspannt, wie ich dachte. Erst breche in Schweissausbr&#252;che aus, stelle danach den Ventilator an, der aber auch nicht sehr viel hilft. Dann qu&#228;len mich Mosis, die sich irgenwie unter meinem Netz eingenistet haben, oder Ameisen die mir &#252;ber die Beine krabbeln. Bis morgens um vier schlafe ich sehr unruhig und wache alle halbe Stunde wieder auf, irgendwann gehts dann aber.<\/p>\n<p>Gute Nacht Evergreen, gute Nacht Ostk&#252;stenwind<\/p>\n<p>p.s. Bilder folgen, da Pita die richtigen Stecker in Nungwi liegen gelassen habt&#8230; aber das wollt ihr eh nicht sehen. Ist zu sch&#246;n &#8230; ;-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wecker brauchts heute keinen, aber ein Handy als Uhr in Griffn&#228;he w&#228;re ganz ok, denn um elf haben wir uns mit Abra verabredet, der uns an die Ostk&#252;ste bringt. So stehe ich kurz vor neun auf und beginne meine Siebensachen zusammenzupacken und in den Rucksack zu stopfen. Siti ist heute irgendwie unter Strom, denn kaum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2095"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2095"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2095\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2098,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2095\/revisions\/2098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}