{"id":2130,"date":"2015-01-20T10:11:51","date_gmt":"2015-01-20T09:11:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2130"},"modified":"2015-01-21T17:45:11","modified_gmt":"2015-01-21T16:45:11","slug":"sansibar-tag-23-17-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2130\/sansibar-tag-23-17-januar-2015\/","title":{"rendered":"Sansibar \u2013 Tag 23 \u2013 17. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p>Sorry for the delay! Hatte meinen Adapter f&#252;r meinen Laptop an der Ostk&#252;ste liegen lassen und war deshalb zwei Tage ohne Internet. Hat mir nicht geschadet und meine Tage um gef&#252;hlte zwei Stunden verl&#228;ngert :-)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2134\" title=\"Day-23---surise2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-surise2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-surise2.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-surise2-201x300.jpg 201w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die zweite Nacht im Evergreen hab ich prima geschlafen. Ich wache kurz nach sechs Uhr auf, weil die Blase dr&#252;ckt und vielleicht auch ein kleiner Kater nicht ganz unschuldig dran ist. Draussen ist es grade am D&#228;mmern und so klicke ich kurz mein GPS an, um zu sehen, wenn denn hier die Sonne aufgeht. Perfektes Timing: In f&#252;nf Minuten sollte die Kugel aus dem Meer auftauchen und so schnappe ich mir die Kamera und lauf die 18 Meter bis zum Strand. Ich habe zwar von meinem Balk&#246;nchen eine wunderbare Sicht, aber die Palmen verdecken doch viel der morgendlichen Pracht. Die Flut ist grade am reinkommen, meine Augen sind m&#252;de, der Scharfstellmuskel scheint noch nicht aufgewacht zu sein. Wie immer, liegt aber am Horizont ein Dunststreifen und so warte ich geduldig, bis sich die Sonne hinter den Wolken zeigt. Den klassischen Sonnenauf- oder -untergang hab ich hier in Sansibar noch nicht zu Gesicht bekommen. Trotz allem bietet sich mir ein wunderbares Farbenspiel, als die Scheibe sich nach einer viertel Stunde hinter den Wolken abzuzeichnen beginnt. Die Gunst der Stunde m&#246;chte ich gleich nutzen und setz mich mit meinem Buch auf die Terrasse. Mein K&#246;rper rebelliert aber mit einer fiesen Schlafattacke und tr&#228;gt mich nach ein paar Minuten zur&#252;ck ins Bett. Ich bin wehrlos und lass mich auf die Matratze sinken und falle in einen tiefen Schlaf bis &#246;hh&#8230; halb Zenn? Weiss es nicht mehr so genau. Als ich auf den Balkon trete sehe ich Barbara und Malou vor ihrem Eingang in den Kuschselsofas sitzen. Die Sansibari oder vielleicht generell die Afrikaner scheinen auf unglaublich wuchtig, h&#228;ssliche Sofas zu stehen. &#220;berall sieht man diese Dinger, hier vor den h&#252;bschen, einfachen Bungies wirken sie aber gleich doppelt h&#228;sslich und extrem unpassend. Keiner von uns f&#252;hlt sich von den Dingern angezogen und ohne eine sch&#252;tzende Decke oder Strandtuch, traut sich auch keiner, sich in dieses lebende Organ zu setzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2136\" title=\"Day-23---Bungies\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Bungies.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Bungies.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Bungies-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Fr&#252;hst&#252;ck mit Fr&#252;chten und Eierspeise, as usual. Danach setzen wir uns in die bequeme Strandlounge und warten auf Abra, der schon um viertel vor Zw&#246;lf hier ist. Wir laden unser kleines Gep&#228;ck ins Auto und fahren los. Abra erschreckt uns gleich beim losfahren mit einer Hiobsbotschaft. Michael und Delene wurden in der Nacht in ihrem neuen Haus &#252;berfallen und attackiert. Die beiden haben unten beim Waves seit vielen Jahren eine Tauchschule und kennen Barbara und Malou gut. Abra weiss noch nicht allzuviel &#252;ber den Vorfall, erz&#228;hlt aber, dass Michael von Pangas (grosse Buschmesser) schwer am Arm verletzt wurde und im Spital ist. Barbara und Malou sind von der Nachricht geschockt und mutmassen auf dem ganzen Heimweg, &#252;ber den Grund des &#220;berfalls. Unterwegs bekommt Barbara von Bo noch per sms eine Nachricht, dass die beiden auf dem Weg nach S&#252;dafrika sind, um die Verletzungen dort im Spital behandeln zu lassen. Ich hoffe, dass die Verletzungen nicht allzuschwer sind, da sie immerhin nach S&#252;dafrika fliegen k&#246;nnen. Delene scheint mit einem Schock davongekommen zu sein. Sie ist S&#252;dafrikanerin, dies auch der Grund, dass sie dorthin geflogen sind. Michael kommt aus Deutschland und wahrscheinlich w&#228;r der Flug dorthin zu weit gewesen.<\/p>\n<p>In Stone Town m&#246;chten wir noch ein paar Besorgungen machen. Abra h&#228;lt zuerst bei der Barclays Bank, wo wir alle unsere Geldb&#252;ndel wieder anwachsen lassen, danach bringt er uns hinunter zum Buni Caf\u00e9, wo wir einen kleinen Lunch einnehmen. Hier gibts prima getoastete Sandwiches und lecker frische Fruchts&#228;fte. Verschiedene Strassenh&#228;ndler winken uns von der Strasse her zu, um unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als ein Schwarzer mit einem Tansania Fussballshirt vorbeikommt, winke ich ihn zu uns. &#220;ber den Zaun zum Resti wird verhandelt und probiert. Das Shirt ist mir zu klein. Da haben an meinem K&#246;rperumfang auch drei Wochen dauerschwitzen noch nicht sichtbar was ver&#228;ndert und so d&#252;st er los, um sich irgendwo ein gr&#246;sseres Teil zu krallen. Flugs steht er wieder da, reicht mir die n&#228;chstgr&#246;ssere Nummer, die dann passt und verhandelt &#252;ber den Preis. Bei 35&#8217;000 Schilling werden wir uns einig und der Deal kommt zustande. Er gibt sich dann sogar mit 34&#8217;000 zufrieden, da ich keinen F&#252;nfer habe. Wenig sp&#228;ter kommt ein H&#228;ndler mit bunten Afrikashorts vorbei, die Barbaras Aufmerksamkeit wecken. Dieses Gesch&#228;ft geht blitzschnell. Hosen &#252;ber den Zaun gereicht, Barbara zieht sie sich kurz &#252;ber und kauft. Grosse Preisverhandlungen gibt es nicht&#8230; bei 20\u2019000 Schilling auch nicht wirklich ein Ding. Frisch gest&#228;rkt gehn wir dann um die Ecke zur Post und werfen unsere Postkarten ein und weiter zum Inder, wie die M&#228;dels den Laden nennen. Ein Tourishop, recht gross und aufger&#228;umt mit Fixpreisen. Wir waren schon mal hier, kauften unsere Postkarten und die M&#228;dels glaub ich noch T&#252;cher oder Schals. Gleich &#252;ber die Strasse liegt das Memories, ein modern eingerichteter Souveniershop, ohne nervige Verk&#228;ufer. Hier ist alles h&#252;bsch ausgelegt und mit Preisschildchen versehen. Bei Barbara und mir keimte in den letzten Tagen die Idee auf, einen Sansibar-Cache in Z&#252;rich zu legen. Die Sache ist im Detail noch nicht ausgereift, aber gen&#252;gend weit gediehen, um f&#252;r die einzelnen Stationen, die wir bauen m&#246;chten, entsprechende Souvenirs zu kaufen. So wird ein kleines Bao-Game und eine Sansibar-Kiste mit goldenen Messingverziehrungen ins K&#246;rbchen gelegt. Gew&#252;rze hatte ich vorhin schon beim Inder gekauft. Ich kaufe mir auch noch zwei, drei andre Nippesdinge und auch Barbara f&#252;llt ihr K&#246;rbchen mit diesem und jenem. Die zwei Stunden, die wir Abra gebeten haben zu warten, vergehen wie im Flug. Die letzten zehn Minuten die noch geblieben w&#228;ren verbringen wir dann noch in einem T-Shirt-Shop.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Day-23---Buni-Cafe\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Buni-Cafe.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Weg zur&#252;ck von Sansibar Town nach Nungwi ist nat&#252;rlich die &#220;berfallgeschichte wieder ein Thema, aber mehr als mutmassen k&#246;nnen wir im Moment nicht. Baryl (Bo) hat sich f&#252;r morgen fr&#252;h bei uns auf einen Kaffee angemeldet. Sie hat den beiden Attackierten nach dem &#220;berfall geholfen Fl&#252;ge zu buchen und zu organisieren und sich um ihre Hunde gek&#252;mmert. Wir sind alle gespannt, was uns Barell morgen neues zu erz&#228;hlen hat.<\/p>\n<p>Zur&#252;ck in Nungwi muss nach drei Tagen erst mal alles durchgefegt werden. Bevor wir m&#252;de werden, verfallen wir in Werkelmode. Barbara nimmt sich das Badezimmer vor, ich fege Stube, K&#252;che und Veranda und pack meine verschwitzten, verbrauchten Kleider aus. Ich m&#246;chte gleich noch ein paar Zeilen schreiben und auch gucken, was in Melbourne abgeht. Da gehen die Australien Open am Montag los und &#252;ber mein Lieblings-Tennisturnier m&#246;chte ich nat&#252;rlich auch hier eingermassen uptodate sein. Als die Batterieanzeige unter 15% f&#228;llt, &#252;berkommt mich ein laues Gef&#252;hl. Ich gehe zwar ins Zimmer und schaue in meine Tasche und meinen Rucksack nach dem Adapter f&#252;r meinen Laptop, m&#252;sste es aber gar nicht tun, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass ich das Kabel beim Einpacken im Evergreen nie aus der Steckdose beim kleinen Tischchen gezogen habe. Nat&#252;rlich finde ich das Ding auch nicht in meinem Gep&#228;ck. Was f&#252;r ein &#196;rger, lief ich doch in meinem Bungi extra noch ums Bett, um auch ja zu checken, ob mir da mal was runtergefallen war, aber beim Tischchen hatte ich nat&#252;rlich nichts kontrolliert. Und bis in Nungwi Apple einen Store er&#246;ffnet d&#252;rften wohl noch ein paar Tage ins Land ziehen ;-) Gut hat Barbara auf ihrem Zanzihandy all ihre Tansania-Nummern gespeichert und so kann ich kurz bei Edmond anrufen. Er best&#228;tigt mir ein paar Minuten sp&#228;ter, dass das Ding noch im Zimmer war und er es zur Seite lege. Danach engagiere ich Abra, mir das Ding im Evergreen zu holen. Viel Aufwand f&#252;r einen Stecker, aber ein neuer kostet ja auch immer viel Geld und den bek&#228;me ich hier auf Sansibar eh nicht. Wir vereinbaren einen Preis, er willigt ein und wir vereinbaren, dass er ihn mir morgen im Verlaufe des Tages bringen wird. So bin ich f&#252;r die n&#228;chsten zwei Tage vom Internet getrennt und kann die letzten Berichte auch nicht mehr hochladen, denn die restlichen paar Prozentchen Ladung sind schnell aufgebraucht. Alles halb so wild. Ich bin auf die eine Seite froh, dass der Adapter nicht verloren ging und dass ich mit Abra einen noch zahlbaren Deal machen konnte. Ob ich hier zwei Tage Blogpause mache ist gleich nochmal egal, hab ich dann wenigstens mal etwas mehr Zeit zum lesen. Sy: Jupp&#8230; Auenland, Ring, Frodo und Co. sind f&#252;r mich v&#246;llig neu. Ich hatte als die Filme ins Kino kamen mir fest vorgenommen, erst die B&#252;cher zu lesen. Und da ich leider in den letzten Jahren kaum mehr gelesen hatte, dauerte es \u00abein Weilchen\u00bb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2137\" title=\"Day-23---Dalla-Dalla\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Dalla-Dalla.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Dalla-Dalla.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-23-Dalla-Dalla-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Den Abend verbringen wir zuhause. Die M&#228;dels kochen: Malou kocht ein wunderbar afrikanisch gew&#252;rztes Chabis-R&#252;ebli-Gem&#252;se, Barbara macht dazu Omletten und Salat. Einfach aber sehr gut. Und da an diesem Abend auch bei uns keine Weltgeschichte mehr geschrieben wird, nehme ich dies zum Anlass, den Bericht zum 17. Januar hiermit zu beschliessen.<\/p>\n<p>Gute Nacht Nungwi, guuuuute Besserung Michael<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry for the delay! Hatte meinen Adapter f&#252;r meinen Laptop an der Ostk&#252;ste liegen lassen und war deshalb zwei Tage ohne Internet. Hat mir nicht geschadet und meine Tage um gef&#252;hlte zwei Stunden verl&#228;ngert :-) Die zweite Nacht im Evergreen hab ich prima geschlafen. Ich wache kurz nach sechs Uhr auf, weil die Blase dr&#252;ckt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2130"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2130"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2133,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2130\/revisions\/2133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}