{"id":2139,"date":"2015-01-22T01:28:42","date_gmt":"2015-01-22T00:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2139"},"modified":"2015-01-22T11:31:12","modified_gmt":"2015-01-22T10:31:12","slug":"sansibar-tag-24-18-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2139\/sansibar-tag-24-18-januar\/","title":{"rendered":"Sansibar &#8211; Tag 24 &#8211; 18. Januar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2149\" title=\"Day-24---Waves-2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Waves-2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Waves-2.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Waves-2-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeit rauscht an uns vorbei. Seit dem kleinen Debakel mit dem vergessenen Adapter im Evergreen in Bwejuu hat mich mit der Schreiberei etwas zur&#252;ckgeworfen. Gut lief die letzten Tage nicht allzuviel und die Eindr&#252;cke, die mich die ersten beiden Wochen noch erschlagen haben, prasseln nicht mehr ganz so heftig auf mich ein. F&#252;r heute Morgen hat sich Bo f&#252;r einen Kaffee angemeldet und wir warten alle gespannt, auf ihre News zum &#220;berfall. Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck starten wir gem&#252;tlich in den Tag, da mein Laptop leer auf dem K&#252;chentisch steht und ich keine Lust habe auf dem iPad m&#252;hselig zu tippen, hab ich mal wieder Zeit zum lesen.<\/p>\n<p>Kurz vor Mittag klopft Beryl ans Tor und setzt sich zu uns auf die Terrasse. Sie erz&#228;hlt, dass ungef&#228;hr acht Scharze am &#220;berfall beteiligt waren. Delene hat ihr erz&#228;hlt, dass sie morgens um drei auf die Toilette musste und just in dem Moment an der Eingangst&#252;re einen Schwarzen mit einem grossen Stein, bereit um die T&#252;rscheibe einzuwerfen vor ihr stand. Sie fl&#252;chtete ins Schlafzimmer um Michael zu wecken und der sagte ihr, dass sie fl&#252;chten solle. Wie es scheint, hatten es die T&#228;ter aber auf ihn abgesehen und griffen ihn mit Pangas an, die ihn schwer an den Armen und am Kopf verletzten. Delene konnte mit den Hunden fl&#252;chten, aber Michael wurde heftig angegriffen. Den Watchman hatten sie, wenn ich das richtig verstanden hatte, mit Handschellen gefesselt. Von den T&#228;tern wurde wohl niemand erkannt. Ein Nachbar in der N&#228;he wurde wach und raste mit seinem Auto zur Polizeistation. Dort vertr&#246;delten die M&#228;nner aber nochmal Zeit, um die Gewehre zu laden und als die Polizei dann eine Viertel Stunde sp&#228;ter am Tatort war, war von den T&#228;tern nat&#252;rlich nichts mehr zu sehen. Gestohlen wurde nicht, was auf einen Racheakt schliessen l&#228;sst. Die beiden haben ein gut laufendes Divecenter unten beim Waves und zwei Basen in grossen Hotels hier in Nungwi. Inzwischen sind Delene und Michael in S&#252;dafrika und Michael wurde schon zwei oder dreimal am Arm operiert. Nach Baryls Aussage stehen die Chancen aber nicht gut, dass Michaels rechte Hand gerettet werden k&#246;nnte. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass der Arm oder die Hand amputiert werden muss, aber wenn er nicht grosses Gl&#252;ck hat, kann er seine Hand vielleicht nicht mehr gebrauchen. Eine wirklich tragische Geschichte, die vor allem Bo und die M&#228;dels ziemlich mitgenommen hat. Ich mag mich hier nicht grosse Mutmassungen anstellen und m&#246;chte die Geschichte hier in diesem &#246;ffentlichen Raum auch nicht weiter ausf&#252;hren. Nur soviel: Sansibar ist ein Drittweltland. Die Menschen ticken hier einfach anders. Ohnmach, Korruption und bestimmt auch fehlende Mittel und Ressourcen, schw&#228;chen das Rechtssystem oder hebeln es aus. Der Tourismus, der auf der einen Seite einen gewissen Fortschritt mit sich bringt, bringt auch viele neue Probleme. Die Weissen, die hier ein Business aufbauen und gut Geld verdienen, bringen zwar ein paar Arbeitspl&#228;tze, aber auch Neid oder falsche Erwartungen. Die Schwarzen sind auch nicht alles L&#228;mmer und f&#252;r uns oft auch schwer zu verstehen, wie sie ticken, was sie erwarten und wie sie funktionieren. Ein Problem bei dieser Attacke war bestimmt auch, dass die beiden ihr neues Haus, am Rande von Nungwi auf einer kleinen Anh&#246;he gebaut haben, es von allen Seiten einsehbar war und vielleicht aus Sicht einiger Einheimischer auch zu gross und protzig war. Die Schutzmauer niedrig und leicht zu &#252;berwinden. Einbruch und Fluchtweg, somit auch relativ einfach waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2150\" title=\"Day-24---Minigekko\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Minigekko.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Minigekko.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Minigekko-300x165.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Nach diesen betr&#252;blichen News, lassen wir den weiteren Tag ruhig angehen und tr&#246;deln etwas zuhause rum. Lesen, spielen, relaxen. Am sp&#228;teren Nachmittag gehen wir noch f&#252;r einen kurzen Schwumm ins Waves. Barbara und ich beschliessen, f&#252;r unseren Cache den wir planen, uns Holzt&#228;felchen schnitzen zu lassen, die wir f&#252;r die einzelnen Posten verwenden m&#246;chten. King kennt jemand, der das macht und d&#252;st mit unserem Scribblezettelchen davon. Nach einem ganzen Weilchen kommt er wieder zur&#252;ck, hat das Zettelchen bei Mussa abgeladen. Als wir von unserem Nachmittagsschwumm wieder nach Hause kommen, steht dieser bei uns schon vor dem Tor, um mit uns noch die Details zu besprechen. Die Kommunikation ist nicht immer ganz einfach, besonders wenn das ganze nur am Telefon, oder &#252;ber Drittpersonen l&#228;uft. So sind wir ganz froh, dass wir nochmal genau schildern k&#246;nnen, wie gross, welche Form und in welcher Art die elf T&#228;felchen zu schnitzen sind. Wir vereinbaren einen Preis, wo beide zufrieden sind und bekommen die T&#228;felchen f&#252;r Mittwoch versprochen. Barbara und ich sind sehr gespannt, was wir dann bekommen. 40\u2019000 Schilling sind auf jeden Fall anbezahlt, den Rest gibts dann bei der Lieferung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2151\" title=\"Day-24---Boot-moove\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Boot-moove.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Boot-moove.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Boot-moove-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Da es schon am eindunkeln ist, bleibt gar nicht mehr viel Zeit bis zum Abendessen. Auf dem Nachhauseweg vom Strand, haben wir noch schnell bei Chef\u2019s Bakery nachgefragt, wie lange sie die K&#252;che ge&#246;ffnet haben. Der Chef meint, dass wir sp&#228;testens um acht da sein sollen. Chef\u2019s Bakery ist tats&#228;chlich die B&#228;ckerei, wo wir morgens unser Brot holen. Nebenher betreiben sie aber noch ein kleines Restaurant, dass aus drei Tischchen besteht, die vor der B&#228;ckerei auf der staubigen Strasse stehen. Die Preise sind fast die h&#228;lfte billiger, als im Waves, die K&#252;che aber auch sehr fein. Die M&#228;dels bestellen sich asiatisches Nudelzeug. Barbara ist hin und weg, ich probier auch ein bisschen, ist aber nicht so mein Ding, aber weil ich es einfach nicht mag. Ich lass mir eine Fischsuppe als Starter bringen. Die sieht recht &#252;bel aus, ist aber sensationell fein. Zum Hauptgang gibts einen Tassi, den lokalen Fisch, den ich in Tanga schon mal probiert hatte. Ein wunderbarer Fisch, der hier nochmal besser als in Tanga war. Barbara erz&#228;hlt mir, dass dieser Fisch elektrische St&#246;sse aussenden kann. King best&#228;tigt das, denn er hatte fr&#252;her auch mal als Fischer gearbeitet. Auf dem R&#252;ckgrat hat der Tassi ziemlich spitze Stacheln und wenn man die ber&#252;hrt, ist der Schlag so stark, dass man das bis in die Achselh&#246;hle sp&#252;rt und dieser Fisch ist grade mal 25 cm lang. Als ob die spitzen Stacheln nicht schon gen&#252;gen w&#252;rden. Irr ist auch, dass auch der tote Fisch noch eine ganze Weile \u00abgeladen\u00bb\u00a0ist und man ihn auch dann nicht falsch anfassen darf. Zum Dessert kaufen wir uns alle im Nachbargesch&#228;ft, dass es beim letzten Besuch von Malou und Barbara noch nicht gab ein Glac\u00e9. Der Laden hat ein sehr spezielles, kleines Angebot. Unter anderem eben Eiscr\u00e8me, die zwar ganz gut schmeckt, aber ziemlich s&#252;ss und ziemlich stark kristallisiert ist. Dazu gibts wie in JEDEM Gesch&#228;ft hier Pringels. Nicht ganz so allgemein ist dann wieder der frische Yoghurt, den Malou sich unbedingt kaufen muss, denn sie liebt das Label von Tanga Fresh. Eine Kuh unter einer Palme. Schon schr&#228;g.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2153\" title=\"Day-24---Chefs-Baking\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Chefs-Baking.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Chefs-Baking.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-24-Chefs-Baking-300x240.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die Glac\u00e9s haben wir alle nicht fertig gegessen, denn nach dem obersten Drittel wurde das Zeug pickelhart und mit dem kleinen Plastik-Glacel&#246;ffeli, die wir auch von unseren Glac\u00e9s kennen, war dieser Herausforderung nicht gewachsen. So schmeisst Malou dann alle drei Eiscr\u00e8mes (Banane, Vanille und Erdbeer) in ihren Mixer, sch&#252;ttet etwas Milch dazu und serviert uns vor dem Schlafengehn einen herrlichen Shake. Danach bin ich pappvoll und nach dem allabendlichen Spielchen verziehn wir uns dann auch unter unsere Netze.<\/p>\n<p>Gute Nacht Nungwi, gute Nacht Holzschnitzer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit rauscht an uns vorbei. Seit dem kleinen Debakel mit dem vergessenen Adapter im Evergreen in Bwejuu hat mich mit der Schreiberei etwas zur&#252;ckgeworfen. Gut lief die letzten Tage nicht allzuviel und die Eindr&#252;cke, die mich die ersten beiden Wochen noch erschlagen haben, prasseln nicht mehr ganz so heftig auf mich ein. 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