{"id":2188,"date":"2015-01-22T22:44:46","date_gmt":"2015-01-22T21:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2188"},"modified":"2015-01-22T22:48:06","modified_gmt":"2015-01-22T21:48:06","slug":"sansibar-tag-28-22-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2188\/sansibar-tag-28-22-januar\/","title":{"rendered":"Sansibar \u2013 Tag 28 \u2013 22. Januar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2189\" title=\"Day-28---Rabe\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Rabe.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Rabe.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Rabe-300x196.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Der letzte Tag bricht an und ich bin ziemlich platt, als ich mich aus dem Bett qu&#228;le. Draussen steht Afrika vor der T&#252;r: Heiss wie immer. Barbara sitzt schon auf der Terrasse als ich um halb zehn vor die T&#252;re trete. Ziemlich zerkn&#252;llt hoffe ich, dass mein K&#246;rper doch noch auf Touren kommt. Ich habe kein grosses Programm, Barbara und Malou sind aber schon bald auf Draht. Barbara macht Inventar und bereitet sich mit ihrem Haushalt schon ein bisschen auf die Abreise vor und m&#246;chte die Dinge, die hier in Afrika bleiben, oder nicht mehr gebraucht werden etwas aussortieren. Ich versuche die Tagesberichte, denen ich seit ein paar Tagen immer hinterher renne, vor dem Ferienende nochmal aufgearbeitet bekommen. Nach einem Weilchen kommt dann der Hunger, aber Barbara ist schneller und bereitet das Fr&#252;hst&#252;ck zu. Eigentlich hatte sich Bo heute nochmal auf einen Schwatz angemeldet, sagt aber ab, weil sie nicht fit ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2190\" title=\"Day-28---Fischer\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Fischer.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Fischer.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Fischer-300x177.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Malou macht sich auf einen Morgenspaziergang und auch mich ziehts nochmal hinunter zum Strand. Ist heute doch eine Minus-Ebbe angesagt, die mich nochmal aufs Riff lockt. Ich bin &#228;hnlich wie gestern grade beim Ebbe-Niedrigststand unten an der K&#252;ste und staune einmal mehr, wie unglaublich hier die Unterschiede zwischen Ebbe und Flut erlebbar sind. Wo gestern das Wasser den Sand bis hinauf ins Wave abgetragen hat, ist der Weg zur Wasserkante in weiter Ferne. Das Riff kann mehrere hundert Meter hinaus begangen werden. Ich laufe ein St&#252;ck bis zum Hilton vor und spaziere auf der Sandbank hinaus aufs Riff. Wieder fesselt mich die Sch&#246;nheit dieser so sonderbaren Wasserwelt, die ich so gar nicht kenne. Ich entdeckt zwar nicht viel neues, ausser ein paar recht grosser Vogelkolonien, die sich auf Sandb&#228;nken niedergelassen haben. Mit etwas Gl&#252;ck erwisch ich sogar ein paar ganz nette Schnappsch&#252;sse, als die V&#246;gel aufgescheucht werden und in kleinen Schw&#228;rmen in die Luft steigen, um nur ein paar Meter weiter auf dem n&#228;chsten trockenen Fleck im Riff wieder zu landen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich stapfe mit meinen Crocs! durch Pf&#252;tzen, &#252;ber Rifffelsen, Sandb&#228;nke und zirkle mich zwischen Seeigeln und Seesternen durch. Irgendwann springe ich wie von der Tarantel gestochen auf. Ein stechender Schmerz durchzuckt meinen rechten Fussballen. Ich wundere mich &#252;ber diesen Fiesen \u00abStich\u00bb, denn ich stand bestimmt nicht auf einen Seeigel. Als ich meinen Schuh vom Fuss nehme staune ich aber nicht schlecht. Hat sich doch ein kleiner, spitzer Korallenstein durch die Schuhsohle gebohrt und steckt noch immer im Schuh. Zum Gl&#252;ck nicht im Fuss. Das Souvenir steck ich mir dann in die Hosentasche. Am Abend meint Barbara dann, mach dir doch ne Kette dran &#8230; das &#252;berleg ich mir nun ernsthaft. Dinge zu denen man einen Bezug mag ich und vielleicht wollte dieser kleine, fiese Korallenstein ja mal in die Schweiz und hat sich deshalb in mich gebohrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2191\" title=\"Day-28---Birds\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Birds.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Birds.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Birds-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Heimweg geh ich nochmal bei den Bootbauern vorbei. Ich bitte nochmal, ein paar Fotos zu machen. Die Frage wird mit einem Hinweis auf die aufgestellte Donationbox genehmigt. Gegen eins bin ich dann wieder zur&#252;ck und widme mich wieder meiner Schreiberei, w&#228;hle ein paar Bilder aus und bin froh, dass ich langsam wieder up to date bin. Barbara und Malou m&#246;chten noch ein Schwumm machen, ich habe noch zu schreiben und geh dann zum sp&#228;ten Lunch um 15 Uhr auch noch an die Beach. Wir geniessen wohl zum letzten Mal einen relaxten Nachmittag unter dem Palmendach vom Waves und h&#252;pfen zwischdurch mal ins warme Wasser.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2192\" title=\"Day-28---Dhau\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2193\" title=\"Day-28---Dhau-2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau-2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau-2.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Dhau-2-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Als wir wieder zur&#252;ck sind, sitzt King draussen vor der Wasserpumpe von Malou am Boden und hat die Steckdosen auseinandergeschraubt. Das Kabel sieht ziemlich mitgenommen aus und die Reparaturarbeiten anfangs Woche, als die Pumpe schon mal versagte, hatten nicht lange gehalten. Barbara d&#252;st darauf kurz zum Obi und organisiert ein neues Kabel und neue Stecker, die King zusammenschraubt und die Pumpe so wieder zum laufen bringt. Malou trifft vor dem Haus noch Rosl, eine freundlich, lebendige deutsche Frau, die sie vor ein paar Jahren mal zuf&#228;llig getroffen hatten und die sich vor kurzem hier in Nungwi \u00abniedergelassen\u00bb hat und als Rentnerin das afrikanische Leben geniesst. Sie kommt schnell auf einen Kaffee herein und plaudert mit den M&#228;dels. Kurz nachdem sie wieder gegangen ist, klopft es erneut am Tor und Majassa mit Ismail, ihrem kleinen Br&#252;derchen kommt strahlend vorbei. Sie ist ein bildh&#252;bsches M&#228;dchen, dass die M&#228;dels so um die 16 sch&#228;tzen mit ihrem monatigen Br&#252;derchen. Ihre Mutter wohnte fr&#252;her gleich nebenan, bevor Sele ihr Land gekauft hat und sein arabisch angehauchtes Haus darauf gebaut hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2194\" title=\"Day-28---Majassa\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Majassa.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Majassa.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Majassa-245x300.jpg 245w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Nach all den Besuchen, meldet sich dann auch noch Mussa, bei King. Unser Schildchenschnitzer ist mit einem Tag Versp&#228;tung zum Gl&#252;ck mit seiner Arbeit noch fertig geworden und steht f&#252;nf Minuten sp&#228;ter vor dem Tor. Wir beiden sind sehr gespannt, wie er unsere W&#252;nsche umgesetzt hat und es haut uns fast aus den staubigen Flip Flops als er die wundersch&#246;n geschnitzten T&#228;felchen aus einer braunen Papiert&#252;te zieht und uns pr&#228;sentiert. Barbara zahlt noch den Restbetrag und strahlend tragen wir unser \u00abGeschenk\u00bb ins Haus. Eigentlich zu schade um die Dinger in einem Schweizer Wald aufzuh&#228;ngen ;-)<\/p>\n<p>Nach all den Besuchen, machen wir uns dann fertig f&#252;rs letzte Abendessen, wo wir nochmal ins Langi Langi gehen wollen, um uns auch von Sele zu verabschieden. Der etwas unbeholfene Kellner bringt mich zum schmunzeln, aber im Ferienmodus st&#246;rt es auch nicht, dass der Wein in einem grossen K&#252;bel mitten auf den Tisch gestellt wird. Die Gl&#228;ser dazu fehlen und auch das bestellte Wasser bleibt aus. Nach einem Weilchen fragen wir dann mal nett nach und peinlich ber&#252;hrt und entschuldigend d&#252;st er dann los und stellt uns drei verschiedene Weingl&#228;ser auf den Tisch. Thats Africa :-) Ich bestelle mir zum Abschluss Stone Town Beef. Ein wunderbares Geschnetzeltes in einer feinen Sauce gekocht, dazu Reis und Gem&#252;se. Die Frauen entscheiden sich f&#252;r Prawns Masala, dass auch lecker ausschaut. Etwas Wehmut macht sich schon breit und wir diskutieren zwischendrin auch mal, wie wenig uns typische Schweizer Dinge fehlen. Da ging mir nach Amerika- oder Australienreisen schon nach kurzer Zeit nach normaler K&#252;che gesehnt. Hier fehlt mir nicht mal S&#252;sses und das will was heissen. Bin gespannt, wie ich die R&#252;ckkehr aus dieser doch so anderen Welt erlebe. Wir bleiben nicht allzulange sitzen und spazieren dann nach Hause. Auf dem Dorfplatz tanzen die Nungwianer noch zu afrikanischer Musik, welche eine politische Veranstaltung der CCM ausklingen l&#228;sst, die heute schon den ganzen Tag mit Musik und ziemlich polternden Reden durchs ganze Dorf dr&#246;hnte. Wir sind froh, dass das Fest gegen halb zw&#246;lf doch noch ein Ende gefunden hat und wir nun doch eine letzte ruhige Nacht vor uns haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2195\" title=\"Day-28---Sunset\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Sunset.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Sunset.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-28-Sunset-300x228.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Inzwischen ist der letzte Kaffee gekocht und ich habe meinen letzten Bericht auch im Kasten. Es ist schon wieder halb eins und meine Augen sind schwer. Werd mich gleich schlafen legen und zum letzten Mal, dieser sch&#246;nen Insel eine gute Nacht w&#252;nschen.<\/p>\n<p>Gute Nacht Nungwi, gute Nacht liebe Menschen und Tiere die ich hier kennenlernen durfte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte Tag bricht an und ich bin ziemlich platt, als ich mich aus dem Bett qu&#228;le. Draussen steht Afrika vor der T&#252;r: Heiss wie immer. Barbara sitzt schon auf der Terrasse als ich um halb zehn vor die T&#252;re trete. Ziemlich zerkn&#252;llt hoffe ich, dass mein K&#246;rper doch noch auf Touren kommt. 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