{"id":2202,"date":"2015-01-23T19:50:05","date_gmt":"2015-01-23T18:50:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2202"},"modified":"2015-01-24T17:31:09","modified_gmt":"2015-01-24T16:31:09","slug":"sansibar-tag-29-23-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2015-2202\/sansibar-tag-29-23-januar\/","title":{"rendered":"Sansibar \u2013 Tag 29 \u2013 23. Januar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2205\" title=\"Day-29---Letterbox\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Letterbox.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"492\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Letterbox.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Letterbox-262x300.jpg 262w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Tja, nun isses also soweit. Spannende, erlebnisreiche und eindr&#252;ckliche Tage durfte ich hier auf Sansibar und in Tanga erleben. Die Zeit hat gereicht, um mich auch in diesen Ort zu verlieben. Einige Dinge haben mich mal wieder ins Gr&#252;beln gebracht, andere haben mich erstaunt und und begeistert. Ich hoffe, ein bisschen etwas bleibt im Alltag h&#228;ngen. Unsere &#252;berfrachtete Konsumwelt ist im Vergleich zum Leben hier in Afrika ganz einfach irrwitzig. Strom ist nicht selbstverst&#228;ndlich, fliessend Wasser genauso wenig. Wir k&#246;nnen uns hier einen Luxus leisten, der in Sansibar wohl irrwitzig wirken muss. Wir haben uns zwar ein bequemes Leben geschaffen, wieviel wir von der gewonnen Freizeit und Freiheit davon auch sinnvoll nutzen, ist eine andere Frage und wieviel Ressourcen wir nur daf&#252;r verwenden erscheint pl&#246;tzlich so irrwitzig.<\/p>\n<p>Kurz nach acht, wache ich an diesem letzten Tag Ferientag auf und steh auf. Von Barbara ist noch nichts zu sehen. Sie wollte ausschlafen und wird wohl noch ein Weilchen weiterschlafen. Ich nutze die Zeit, um mal meinen ganzen Krempel zusammenzusuchen und mal probeweise zu packen. Platz sollte ich im Koffer und der Sporttasche eigentlich genug haben, aber die vielen Souvenir die sich inzwischen im Zimmer angesammelt haben, wiegen doch auch ein Kilos. So wird mein ganzer Krempel auf dem Bett erst mal einigermassen sinnvoll ausgelegt, um dann m&#246;glichst ideal in Koffer und Tasche verteilt zu werden. Zu meinem Erstaunen f&#252;llen sich die beiden Beh&#228;ltnisse be&#228;ngstigend schnell und frisches Obst soll ja auch noch dazukommen. Als Barbara etwas sp&#228;ter schlaftrunken auftaucht, ist mein Koffer schon mal gepackt, das Zimmer wieder leerger&#228;umt und mein ganzer Elektroschrott in den verschiedenen Taschen verstaut. Ein letztes Mal mache ich Fr&#252;hst&#252;ck. Viel ist nicht mehr im K&#252;hlschrank, aber es reicht grade noch.<\/p>\n<p>Barbara muss nicht nur packen, sondern auch ihr Zimmer und ihre privaten Dinge im Haus fertig aufr&#228;umen. Ich lass sie werkeln, wische mein Zimmer, das Haus und die Terrasse durch und guck, dass das Badezimmer von Sula sauber &#252;bernommen werden kann. Zwischendrin gehen wir dann noch gemeinsam zum Fr&#252;chtekaufen ins Dorf. Mangos, Bananen und Mangos landen in meiner T&#252;te, sp&#228;ter bringt mir Barbara von der zweiten Shoppingrunde noch zwei herrlich riechende, kleine Ananas mit. Ich packe alles in meine Tasche und hoffe, dass die Fr&#252;chte einigermassen unbeschadet die lange Reise &#252;berstehn. Gegen 14 Uhr ist dann alles ziemlich ready: Haus sauber, Koffer gepackt und wir nutzen die verbleibenden anderthalb Stunden f&#252;r einen letzten Schwumm und einen Saft im Waves. Malou gr&#252;sst einen Beachboy, der mit den &#252;blichen Prospekten in der Hand am Resti vorbeil&#228;uft. Mir f&#228;llt der Name mal wieder nicht ein, aber er hatte fr&#252;her mal ein kleines Restaurant in der N&#228;he der Bootsbauer. Er kommt zu uns und sagt, dass er hunger habe. Malou l&#228;dt ihn dann zu einem Essen ein. Man merkt ihm an, dass er hungrig ist. Er erz&#228;hlt ein biscchen aus dem Leben, wir quatschen ein bisschen &#252;ber die Politik und die vielen Probleme, die der Tourismus auch mit sich bringt. Von den Beachboys, die oft auch Drogen verkaufen und viele von ihnen auch oft ziemlich zugedr&#246;hnt sind. Das Restaurant dass er fr&#252;her recht erfolgreich f&#252;hrte, wurde vom Eigent&#252;mer &#252;bernommen, als dieser merkte, dass der Laden l&#228;uft und unseren Gast dann nicht mehr brauchte. Wir vergessen dar&#252;ber fast die Zeit und am Ende ist es fast ein hektisches Adjeusagen. Ein bisschen Wehmut macht sich auch bei mir breit. Freundlich nimmt uns Rose nochmal in den Arm und auch der Chef vom Waves, mit seinem stets freundlichen und breiten L&#228;cheln gibt uns allen dreimal die Hand. Alle fragen, wenn wir wieder zur&#252;ck seien. Da k&#246;nnen Barbara und Malou etwas konkreter Antworten, als ich. Eins ist auf jeden Fall sicher: Ich komme auch gerne wieder zur&#252;ck. Zuhause stellen wir uns alle unter die Dusche und ziehen frische Kleider an, um f&#252;r die Reise parat zu sein. Sula kommt nur einen Augenblick vor uns aus ihrem Asyl in Stone Town zur&#252;ck. Barbara bespricht mit ihr noch &#220;bergabedetails ab. Es gibt nat&#252;rlich noch einiges zu besprechen. Ich nutze die paar Minuten und hol f&#252;r King von eine Telefon-Voucher. Ein nicht gerade originelles Geschenk, aber f&#252;r ihn sehr n&#252;tzlich. Er freut sich auf jeden Fall dar&#252;ber und bedankt sich herzlich. Er begleitet uns noch auf den Flughafen und h&#252;pft zu Abra ins Auto, der p&#252;nktlich um viertel nach Vier vor dem Tor steht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2207\" title=\"Day-29---Airport\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Airport.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Airport.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Airport-300x210.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die letzt Fahrt. Ich sinniere dar&#252;ber, wie sich meine Sicht in den letzten Wochen ver&#228;ndert hat. Fielen mir am Anfang die M&#252;llberge links und rechts der Strassen noch extrem auf, blende ich das inzwischen fast v&#246;llig aus. Der grosse Fussverkehr der Strasse entlang erscheint mir inzwischen v&#246;llig normal. Hier in der Schweiz sieht man nur Leute in der Stadt oder im Dorf laufen, hier in Afrika sieht man &#252;berall Fussg&#228;nger. Oft tragen sie noch Lasten oder schieben ihr &#252;berladenes Rad. Die Minishops an der Strasse sind inzwischen auch ganz normal geworden. Die Hemmschwellen, auch dort einkaufen zu k&#246;nnen sind weg. So gehen mir nochmal viele Dinge durch den Kopf, die ich in den letzten vier Wochen hier erlebt habe. Kurz nach halb sechs, kommen wir dann am Flughafen von Sansibar an, verabschieden uns von King und Abra und checken satte 105!!! Kilo Gep&#228;ck ein :-) Auf dem lokalen Flug von Sansibar Town nach Dar es Salam sind grade mal 15 Kilo frei. &#220;bergewicht wird aber nur mit einem Dollar pro Kilo berechnet und so haben wir nat&#252;rlich nicht gross aufs Gewicht geschaut, sondern sch&#246;n geklotzt beim Fr&#252;chte- und Souvenirkauf. Wir fliegen in den Sonnenuntergang und m&#252;ssen nun nur noch in Dar einchecken und das wars dann. Da der Flughafen in Dar ziemlich klein ist und man drinnen nicht mehr rauchen darf, warten wir noch eine Stunde draussen unter dem grossen Dach, bis der Check-in Schalter um acht Uhr &#246;ffnet. Ich wechsle kurz vorher noch meine Hosen. Ein komisches Gef&#252;hl, nach vier Wochen wieder mal in Jeans zu schl&#252;pfen, Socken und Schuhe anzuziehen. Das einchecken und Koffer herumheben l&#246;st dann nochmal einen heftigen letzten Schweissausbruch aus und wir sind froh, als unsere Koffer hinter dem Checkinschalter davonrollen und wir nur noch auf unser Handgep&#228;ck achten m&#252;ssen. Weils im Flieger erst gegen Mitternacht Abendessen gibt, st&#228;rken wir uns im Flughafenresti noch mit einem kleinen Snack und streunen nachher noch durch verschiedenen Shops. Als wir uns nochmal kurz hinsetzen, bleiben mir grade noch f&#252;nf Minuten, um kurz zu berichten, dass wir gleich boarden k&#246;nnen. Kaum hab ichs gespeichert, kommt nochmal der Aufruf unseres Fluges und wir k&#246;nnen direkt durchs Gate und keine zehn Minuten sp&#228;ter wird der Flieger bereits vom Dock geschoben.<\/p>\n<p>Wir haben dieselben Pl&#228;tze wie auf dem Hinflug. Neben mir bleiben zwei Pl&#228;tze frei und als das nach dem 50-min&#252;tigen Zwischenstopp in Nairobi immer noch so ist, bin ich froh, weil der geschenkte Platz nat&#252;rlich viel mehr Komfort bietet. Ich find den Flug recht angenehm, auch wenns beim Nachtessen mal ein Weilchen r&#252;ttelt. Das Essen ist nicht so meins: Kartoffelstock mit Gehacktem, soweit so gut, nur dass &#252;berall Koriander drin ist, was ich so gar nicht mag, ist dann nicht so meins. Das Fleisch hat auch nicht mehr Schweizer Qualit&#228;ten, aber das st&#246;rt mich nicht. Bis halb zwei oder zwei, bleib ich wach, leiste mir mit bisschen mehr Wein als &#252;blich ne kleine Schlafhilfe und nickt dann tats&#228;chlich ein. Als die Crew im Flieger das Licht wieder anmacht, werde ich wach, brauch aber noch ein Momentchen, bis ich f&#228;hig bin das Fr&#252;hst&#252;ckchen zu mir zu nehmen. Immer wieder nicke ich ein, aber wir haben ja noch ne gute Stunde bis zur Landung. Draussen ist es noch dunkel, als wir p&#252;nktlich in Kloten landen. Es ist Scheissekalt hier! Z&#252;gig kommen wir durch alle Kontrollen und als wir zum Gep&#228;ckband kommen, liegt mein Koffer als zweites Gep&#228;ckst&#252;ck darauf, die Teile von Barbaraa und Malou gleich dahinter. So schnell hatte ich noch nie mein Gep&#228;ck bekommen. Corinne erwartet uns beim Ausgang und Malou hat noch ihre Nichte aufgeboten, die die beiden M&#228;dels nach H&#246;ngg bringt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2208\" title=\"Day-29---Souvenirs\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Souvenirs.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Souvenirs.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Day-29-Souvenirs-300x184.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Tja, das wars dann wohl. Nach vier eindr&#252;cklichen Wochen, hat mich die Schweiz wieder. Mir fehlen die Farben, als ich zuhause aus dem Fenster schaue. Weiss, grau, dunkel, eint&#246;nig. Trotz Schnee begeistert mich im Moment noch gar nicht, was ich zu sehen bekomme. Aber bestimmt stellt sich der Alltag schnell wieder ein.<\/p>\n<p>Liebe Barbara, liebe Malou: Ganz herzlichen Dank f&#252;r eure Gastfreundschaft und dass ich bei euch wohnen durfte. Merci f&#252;rs Abendessenkochen zuhause. Auch das war immer sehr lecker. Asante, dass ihr mich so gut gecoacht habt.<\/p>\n<p>Auf wiedersehen Nungwi, bye bye Sansibar, auf bald Afrika!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, nun isses also soweit. Spannende, erlebnisreiche und eindr&#252;ckliche Tage durfte ich hier auf Sansibar und in Tanga erleben. Die Zeit hat gereicht, um mich auch in diesen Ort zu verlieben. Einige Dinge haben mich mal wieder ins Gr&#252;beln gebracht, andere haben mich erstaunt und und begeistert. 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