{"id":2267,"date":"2018-08-26T16:48:25","date_gmt":"2018-08-26T15:48:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2267"},"modified":"2018-08-27T20:19:00","modified_gmt":"2018-08-27T19:19:00","slug":"scillywall-tag-1-22-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2267\/scillywall-tag-1-22-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 1 \u2013 22. Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anreise Z&#252;rich &#8211; London &#8211; Pencanze<\/strong><\/p>\n<p>Der Wecker klingelt gnadenlos und reisst mich Morgens um sechs aus dem Schlaf. Die Nacht war kurz, weil ich bis gegen Mitternacht am Koffer packen war. Was war ich froh, dass ich in unseren Reisenotizen eine ziemlich umfangreiche Packliste zusammengestellt hatte, die ich nun ganz easy von oben nach unten durcharbeiten konnte. Zweimal liess ich die Schlummerfunktion des Weckers noch gew&#228;hren, bevor ich mich aus den Federn qu&#228;lte, meinen letzten frischen Kaffee kochte und mir ein w&#228;hrschaftes M&#252;esli zubereitete. P&#252;nktlich um zwanzig vor Acht verliess ich mit dem Rollkoffer die Wohnung. Vor der Haust&#252;re dachte ich, dass es v&#246;llig unn&#246;tig sei, meinen dicken Schl&#252;sselbund inklusive Auto- und Gesch&#228;ftsschl&#252;ssel mit in den Urlaub zu nehmen, lief nochmal hoch, tauschte ihn gegen meinen Ersatzschl&#252;ssel, merkte dabei, dass ich meinen Kompostk&#252;bel noch nicht geleert hatte, nahm den auch gleich noch mit und leerte ihn vor dem Haus in den Gr&#252;ngut Container. Ganz relaxed spazierte  ich dann mit dem Koffer im Schlepptau zum Bahnhof. Ich genoss es, dass ich mal zeitig dran war und ohne Stress den Zug erreichen w&#252;rde &#8230; bis mich kurz vor dem Bahnhof, 10 Minuten bevor der Zug fuhr, pl&#246;tzlich ein dumpfes Gef&#252;hl &#252;berkam das mich meine Hosentaschen pr&#252;fen liess. Mist, da war kein Schl&#252;ssel! Nicht links, nicht rechts und auch sonst nirgends. Eine Jacke hatte ich bei diesem heissen Sommerwetter auch keine an. Augenblicklich schoss mir das Blut in den Kopf und das Bild vom Schl&#252;sselanh&#228;nger, der &#252;ber dem herausgezogenen Koffergriff vor dem Gr&#252;ngut-Container hing, blitzte vor meinem inneren Auge auf. Ich hatte ihn beim Kompost leeren un&#252;berlegt &#252;ber die herausgezogene Griffstange des Koffers geh&#228;ngt und dann beim loslaufen wohl nicht mehr beachtet. Dabei muss mir der Schl&#252;ssel, ohne dass ich was h&#246;rte auf den Boden gefallen sein. Also zur&#252;ck im Laufschritt, mit einem Puls der mir schon bevor ich mich in Bewegung setzte am Halsz&#228;pfchen schlug. Mit dem 20 Kilo schweren Koffer den ich mir hinterher zog lief ich so schnell es eben ging wieder zur&#252;ck, betend, dass mir der Schl&#252;ssel irgendwo auf die Strasse gefallen war, wo ich ihn auch wieder finden w&#252;rde und hoffentlich nicht schon jemand anders das Ding aufgehoben und mitgenommen habe. Ein kurzes Gl&#252;cksgef&#252;hl &#252;berkam mich, als ich die Schlaufe auf dem Trottoir vor meinem Haus am Boden liegen sah, doch es war nur von kurzer Dauer. Was nun&#8230; der Zug war zu Fuss nicht mehr zu erreichen, das Auto aus der Garage holen war auch keine Alternative, weil auch da die Zeit nicht mehr gereicht h&#228;tte und dann hatte ich auch keine Lust, zwei Wochen im Parkverbot am Bahnhof zu stehen. Just in dem Moment bog ein Auto vor mir in die Strasse ein und reagierte zum Gl&#252;ck auf mein Winken. Eine freundliche &#228;ltere Dame erbarmte sich meiner und liess mich einsteigen. Ich hatte kaum Zeit meine Geschichte zu erz&#228;hlen und mich danach zu bedanken, weil der Zug bereits am einfahren war, als wir den Bahnhof erreichten. Im Stechschritt rannte ich durch die Unterf&#252;hrung und erwischte in der letzten Sekunde die schon verpasst geglaubte S-Bahn noch.<\/p>\n<p>Das nenn ich mal einen Start in den Urlaub. Ob das nun ein gutes oder schlechtes Ohmen f&#252;r meine Ferien in England war, lass ich einfach mal offen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-flieger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2270\" title=\"tag1-flieger\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-flieger.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-flieger.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-flieger-300x154.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Rest klappte dann reibungslos. Im Hauptbahnhof traf ich wie vereinbart Mami, Barbara und Tante Brigitte. Auch auf dem Flughafen lief alles rund. Der Flug war angenehm ruhig und in London Heathrow erwartete uns ruhiges und sch&#246;nes Sommerwetter. Ein Shuttlebus brachte uns zur Autovermietung, wo es dann nicht mehr ganz so geschmeidig lief: Die f&#252;llige Dame am Schalter wollte uns zuerst einen dicken Jaguar SUV f&#252;r zus&#228;tzliche 90 Pfund pro Tag aufschwatzen, was wir dankend ablehnten. Irgendwie fand sie ihr Angebot wohl unwiderstehlich, da sie nachdem sie sich kurz entfernte uns kurz darauf das selbe Angebot f&#252;r 30 Pfund weniger nochmal anbot. Sie meinte, dass unser reservierter Octavia wohl etwas knapp sei f&#252;r vier Personen mit Gep&#228;ck. Wir waren da aber dezidiert anderer Meinung. Wieder zwitscherte sie davon, um uns mit einem dritten Angebot den Speck durchs Maul zu ziehen: diesmal lockte sie uns mit einem VW Sharan, mit Platz satt f&#252;r 7 Personen, f&#252;r nur noch 40 Pfund Aufpreis. Auch dieses Angebot lehnte ich mit Barbara, die mir zur Seite stand ab und bat sie, uns doch einfach das Auto zu geben, welches wir reserviert hatten. Irgendwann kam dann noch der Team-Manager und bot uns den Sharan f&#252;r 20 Pfund Aufpreis an. Langsam wurde es mir dann doch zu bunt und ich bestand nach diesem Hickhack mit etwas mehr Nachdruck auf unserer Reservation. Die F&#252;llige erkl&#228;rte uns darauf, dass sie noch auf eine R&#252;ckgabe warte und wir uns deshalb noch 15 Minuten gedulden m&#252;ssten. Daraus wurde dann eine halbe Stunde und so langsam begann mich die Sache zu nerven. Auch dem Manager schien das Ganze inzwischen auch peinlich zu werden und so r&#252;ckte er endlich mit der Wahrheit heraus. Sie hatten Probleme mit den R&#252;ckgaben der Wagen und unsere reservierte Kategorie war im Moment komplett ausgemietet. Deshalb versuchten sie uns mit all den Upgrades zu k&#246;dern. So ganz wohl war es ihm bei seinen Ausreden und &#252;berteuerten Angeboten dann doch nicht mehr und da er wohl auch merkte, dass wir auf unserer Vereinbarung bestanden, machte er endlich vorw&#228;rts und wies die F&#252;llige am Schalter an, uns einen anderen Wagen zu geben. Keine zehn Minuten sp&#228;ter fuhr dann ein frisch gewaschener Sharan, f&#252;r das von uns gebuchte Geld vor und unsere Reise konnte endlich weiter gehen. Das w&#228;re wohl auch in der halben Zeit zu organisieren gewesen, aber was solls, schlussendlich hats ja doch noch geklappt und wir hatten f&#252;r die n&#228;chsten zwei Wochen einen sehr ger&#228;umigen und komfortablen Wagen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-resti.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2271\" title=\"tag1-resti\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-resti.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-resti.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-resti-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Leicht nerv&#246;s versuchte ich mich dann im hektischen Linksverkehr, m&#246;glichst schnell aus der Betonh&#246;lle rund um den Flughafen zu befreien. Barbara lotste mich mit Hilfe der iPhone Navi, nach ein paar Startschwierigkeiten gekonnt aus der Stadt. Schnell wurde die Gegend gr&#252;ner. Wir fuhren durch richtig h&#252;bsche Wohnquartiere und sch&#246;ne kleine Waldpassagen. Gegen 14:30 kamen wir an einem Restaurant mit grosser Gartenterrasse vorbei und entschieden spontan, hier unsere Mittagspause einzulegen. Die K&#252;che schien ganz passabel, wenn auch etwas gar fleischlastig. Wir w&#228;hlten alle einen Burger mit Beilagen. Das Essen war ganz gut und die Temperatur draussen im Garten angenehm warm. Frisch gest&#228;rkt gings dann weiter, durch eine immer typischer anmutende englische Landschaft. Wir fuhren durch viele D&#246;rfer, umkreisten endlos viele Roundabouts und waren etwas &#252;berrascht, dass es hier kaum Autobahnen gab. Ein paar Tage sp&#228;ter merkten wir dann, dass wir im Navi immer nach der sch&#246;nsten und nicht nach der schnellsten Route gefahren waren ;-) Gegen 21 Uhr erreichten wir\u00a0dann Longrock, wo wir uns im Mount View niederliessen. Ein nettes B&amp;B, keine hundert Meter vom Meer entfernt, von wo man direkt zum St Michael\u2019s Mount hin&#252;ber sehen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-bandb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2269\" title=\"tag1-bandb\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-bandb.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-bandb.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag1-bandb-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F&#252;r ein Abendessen in einem Pub oder Restaurant waren wir allerdings zu sp&#228;t und so setzten wir uns nach einem kurzen Spaziergang zum Strand, an einen Tisch vor an der Strasse vor unserem B&amp;B stand und verdr&#252;ckten noch ein paar &#252;brig gebliebene Kekse und Wasser von unterwegs. Die Nacht war dann trotz Strassenl&#228;rm ganz ok, aber recht kurz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anreise Z&#252;rich &#8211; London &#8211; Pencanze Der Wecker klingelt gnadenlos und reisst mich Morgens um sechs aus dem Schlaf. Die Nacht war kurz, weil ich bis gegen Mitternacht am Koffer packen war. 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