{"id":2274,"date":"2018-08-26T17:29:27","date_gmt":"2018-08-26T16:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2274"},"modified":"2018-08-27T20:45:44","modified_gmt":"2018-08-27T19:45:44","slug":"scillywall-tag-2-23-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2274\/scillywall-tag-2-23-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 2 \u2013 23. Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#220;berfahrt Pencance \u2013 St. Mary\u2019s<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Um 7 Uhr klingelte der Wecker schon wieder und z&#252;gig machten wir uns f&#252;rs Fr&#252;hst&#252;ck fertig. Weil ich schon seit Ewigkeiten kein richtiges English Breakfast mehr hatte und immer gerne die lokalen Gepflogenheiten austeste, gab ich der Lady auf ihre Frage, was ich denn gerne Essen m&#246;chte, gr&#252;nes Licht und bestellte das komplette Programm: Scrumbled Eggs, Baked Beans, Pilze, Bacon und &#8230; jupp, ich wusste dass dies der h&#228;rteste Test sein w&#252;rde: ein englisches W&#252;rstchen. Dazu Toast und Butter und l&#252;ttrigen Kaffee. Ich kann sagen, dass dieser Test nicht sehr erfolgreich war. Die Baked Beans h&#228;tten f&#252;r den Lunch ganz gut gepasst, f&#252;rs Fr&#252;hst&#252;ck ist mir das einfach ein bisschen zu deftig. Die Eier waren ganz ok, der Bacon schon knapp grenzwertig und extreeeem fettig. Wenn die Dinger sch&#246;n cross gebacken sind mag ich die ganz gerne, aber diese Dinger waren nicht sehr anm&#228;chelig. Die Wurst war dann aber wie bef&#252;rchtet der Fr&#252;hst&#252;cks-Gau. Die Konsistenz der undefinierbaren F&#252;llung erinnerte an einen 4 Tage im Wasser aufgeweichten Karton, der Geschmack war dementsprechend widerlich. Ich versuchte vergebens irgendetwas fleisch&#228;hnliches im Gaumen wahrzunehmen. Nach dem zweiten Biss, gab ich auf, den Rest des Essens verdr&#252;ckte ich mehr aus Anstand, aber wirkliche Gl&#252;cksgef&#252;hle l&#246;ste diese deftige Fr&#252;hst&#252;cksvariante in mir nicht aus. Somit war f&#252;r mich klar, dass ich f&#252;r den Rest der Ferien auf ein Full English Breakfast problemlos verzichten kann. Gerne in reduzierter Form, mit Dingen die ich mag, aber bestimmt nicht mehr das ganze Konzert ;-)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-faehre.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2278\" title=\"tag2-faehre\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-faehre.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"auto\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-faehre.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-faehre-300x178.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach mussten wir uns dann pl&#246;tzlich etwas beeilen. Gut war unsere Unterkunft nur etwa 10 Minuten von Penzance weg. Schnell wurden die Koffer fertig gepackt und Mami und Brigitte am Quai, samt Gep&#228;ck ausgeladen. Barbara half mir dann nochmal beim navigieren zum bewachten Dauerparkplatz, wo wir unseren Mietwagen f&#252;r die Tage auf den Scillys f&#252;r 40 Pfund abstellen konnten. Ein Shuttlebus brachte uns dann zum Hafen zur&#252;ck. Das lief alles sehr unkompliziert und gut organisiert. Unser Gep&#228;ck mussten wir dann noch mit unserer Ferienadresse auf St Mary\u2019s beschriften. Danach wurden die Koffer in einen Container geladen und wir gingen an Board. Die F&#228;hre war gut besetzt. Ich sah auf jeden Fall kaum mehr einen freien Sitzplatz. Das Wetter war bei der Ankunft im Hafen noch bedeckt und neblig, aber die Temperaturen trotzdem angenehm warm. P&#252;nktlich um 9:15 legte die F&#228;hre ab. Ich beobachtete das Ablegeman&#246;ver auf dem hinteren Aussendeck. Platz fanden wir aber unter Deck, sch&#246;n in der Mitte des Bootes. Die &#220;berfahrt dauerte knapp 3 Stunden. Ich verbrachte sie lesend, umherspazierend, schlafend, kaffeetrinkend und auch kurz mal am Laptop. Zwischendurch drehte ich immer mal wieder eine Runde, stand in der dieselrauch-geschw&#228;ngerten Luft auch gerne draussen unter freiem Himmel und sah das Mainland am Horizont kleiner und kleiner werden. In Fahrtrichtung tauchten schon bald mal die ersten Felsen und Klippen der Inseln auf. Die Fahrt war dank ruhiger See sehr angenehm und bekam allen Fahrg&#228;sten gut. Ich m&#246;chte ja nicht wissen, wie das hier ausschaut, wenns draussen mal richtig st&#252;rmt.<\/p>\n<p>Hugh Town, der Hauptort auf St Mary\u2019s ist ein schnuckliges kleines D&#246;rfchen, das zwischen zwei Buchten eingebettet liegt. An der engsten Stelle liegen zwischen den beiden Buchten grade mal f&#252;r 4 oder 5 H&#228;userreihen und keine 150 Meter.\u00a0Das D&#246;rfchen ist wunderh&#252;bsch und wirkt sehr pittorresk. Zum einen durch die kleinen, meist zusammengebauten H&#228;uschen und die teilweise wunderbar bepflanzten kleinen Vorg&#228;rtchen. Touristen sind zwar viele unterwegs, aber noch in ertr&#228;glichem Masse. Wir spazieren mit unseren Koffern von der Anlegestelle in kaum 10 Minuten zu unserer Bleibe und sind entz&#252;ckt, als wir von der sehr freundlichen Ian empfangen werden. Die Zimmer sind sehr sauber und stil- und liebevoll eingerichtet. Schnell sind die Zimmer unter uns aufgeteilt. Ich bekomme die Luxus-Suite im oberen Stock, Mami und Brigitte quartieren sich unter uns in der ersten Etage ein, Barbara bezieht das Zimmer neben mir. Wir haben das ganze B&amp;B f&#252;r uns allein, da wir vier Einzelzimmer gemietet haben und mehr Zimmer gibts hier nicht ;-) Was f&#252;r ein Luxus.<\/p>\n<p>Wir geben uns eine gute halbe Stunde, um uns kurz zu installieren und verabreden uns dann auf einen ersten Spaziergang und ein Restaurant f&#252;rs Mittagessen zu suchen. Inzwischen haben sich die Wolken fast v&#246;llig verzogen und es der blaue Himmel leuchtet &#252;ber St Mary\u2019s. Zum Strand sind es keine f&#252;nf Minuten und weil sich Barbara von ihrem Tagesauflug von vor ein paar Jahren, an ein nettes kleines Restaurant am Strand erinnert, entscheiden wir uns, gleich dort einzukehren. Das \u00abDibble and Grub\u00bb ist ein schnuckliges kleines Restaurant, von ein paar jungen Leuten gef&#252;hrt. Eine Terrasse l&#228;dt bei sch&#246;nem Wetter zum verweilen an der frischen Luft. Leider sind diese Pl&#228;tze zur Mittagszeit aber schon alle besetzt, sodass wir uns in die kleine Gaststube setzen, die vielleicht zwanzig Personen Platz bietet. Das Essen ist lecker. Ich bestell mir frittierte Makrelen auf einem Br&#246;tchen mit Cocktailsauce, dazu gibts eine herrlich erfrischende Himbeerlimonade. Mami bestellt sich ein kleines Bruschetta mit Parmaschinken und Barbara und Brigitte ordern einen griechischen Salat, typisch englisch ;-) Das Essen schmeckt uns allen und die Atmosph&#228;re gef&#228;llt mir sehr gut, auch wenns in der kleinen Gaststube manchmal etwas gar laut ist, besonders wenn die Jungs hinter der Theke ihre Mixer f&#252;r die frischen Fruchtdrinks anschmeissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag3-resti.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag3-resti.jpg\" alt=\"\" title=\"tag3-resti\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2280\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag3-resti.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag3-resti-300x213.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Essen bummeln wir noch etwas durchs Dorf und erledigen ein paar Besorgungen, gehen zur Tourist Info, auf die Bank zum Geldwechseln, auf die Post zum Marken und &#8230; Eiscreme kaufen. Diese Doppelnutzung der Post scheint hier seit l&#228;ngerem normal zu sein. Im hinteren Teil der Post kann man glaub ich auch noch Lebensmittel kaufen. Den \u00abBallast\u00bb k&#246;nnen wir zwischendurch in unserer h&#252;bschen Pension in der Church Street abladen, da die Wegstrecken hier im D&#246;rfchen immer nur einen Steinwurf vom Geschehen entfernt liegen.<\/p>\n<p>Am sp&#228;teren Nachmittag wollen wir dann noch einen Spaziergang zu einem kleinen Turm machen, der uns auf dem dem &#246;stlich gelegenen H&#252;gel aufgefallen ist und eine tolle Aussicht auf die beiden Buchten und das St&#228;dtchen verspricht. Danach m&#246;chten wir noch zu einer\u00a0Felsformation laufen, die wir vom Strand her auch schon bewundert hatten und wir gerne etwas genauer inspizieren m&#246;chten. Es schien, dass man dort ohne Probleme &#252;ber einen K&#252;stenweg hinkommen w&#252;rde. Mami und Brigitte sind von den vielen Blumen angetan, die hier wachsen und bl&#252;hen und bleiben noch ein- oder zweimal &#246;fter stehen, als Barbara und ich.\u00a0 Auf jeden Fall geniessen wir alle diese ersten tollen Eindr&#252;cke.<\/p>\n<p>F&#252;r Mami und Brigitte ist der Weg bis zu den Felsen dann doch etwas zu weit und sie entscheiden sich nach einem Weilchen umzukehren. Wir waren an diesem Tag auch schon lange auf den Beinen. So spaziere ich mit Barbara weiter und bin von diesen tollen Fels-Formationen v&#246;llig fasziniert. Ich h&#228;tte grosse Lust darauf herumzukraxeln, aber bestimmt bieten sich dazu noch gen&#252;gend M&#246;glichkeiten. Kurz nach Sechs treffen wir uns dann alle wieder im Linewood, unserem B&amp;B und verabreden uns zum Abendessen. Die Reservation, die wir vor dem Spaziergang noch machen wollten klappte leider nicht, aber wir fanden auf gut Gl&#252;ck doch noch ein Pl&#228;tzchen im \u00abBishop and Wolf\u00bb, wo wir ein leckeres Nachtessen in der ruhigen, oberen Etage geniessen. Als wir in die quirlige Gaststube des Pubs eintreten sind wir erst wenig zuversichtlich, hier &#252;berhaupt noch etwas zu Essen zu bekommen, da alle Tische besetzt oder reserviert sind. Die freundliche Pub Maid bietet uns dann aber einen Tisch in der oberen Etage an und bringt uns sogar Getr&#228;nke und Essen hinauf, obwohl dies eigentlich nicht zum Service geh&#246;ren w&#252;rde. Wir sind sehr gl&#252;cklich &#252;ber den ruhigeren Platz und geniessen unser erstes richtig englische Pub-Essen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-felsen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-felsen.jpg\" alt=\"\" title=\"tag2-felsen\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2279\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-felsen.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag2-felsen-300x171.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Barbara mach ich mich dann nach dem f&#252;lligen Abendessen noch auf eine kurze Runde, auf der wir noch zwei Kirchen-Mini-Multis angehen m&#246;chten. Die Aufgaben vor Ort k&#246;nnen wir zwar l&#246;sen, die dazugeh&#246;rigen Dosen finden wir allerdings nicht. Daf&#252;r lotsten uns die finalen Koordinaten einmal mehr an entz&#252;ckende Orte. Spannend und sch&#246;n war vor allem der Trampelpfad der uns durch einen kleinen \u00abUrwald\u00bb vorbei am Liveboat House zur&#252;ck zur Townbeach f&#252;hrte. Die Townbeach ist auf der Seite des St&#228;dchens, wo die Anlegestellen f&#252;r die F&#228;hre  nach Penzance und die kleinen Inselboote sind. Der Badestrand ist auf der anderen Seite von Hugh Town. Auch ohne gefundene Caches, war es noch ein sch&#246;ner und lohnender Abendspaziergang, der uns kurz bevors ganz dunkel war, wieder zur&#252;ck in unser B&amp;B brachte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#220;berfahrt Pencance \u2013 St. Mary\u2019s Um 7 Uhr klingelte der Wecker schon wieder und z&#252;gig machten wir uns f&#252;rs Fr&#252;hst&#252;ck fertig. 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