{"id":2307,"date":"2018-08-27T08:38:42","date_gmt":"2018-08-27T07:38:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2307"},"modified":"2018-08-28T00:13:19","modified_gmt":"2018-08-27T23:13:19","slug":"scillywall-tag-6-27-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2307\/scillywall-tag-6-27-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 6 \u2013 27. Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>St. Agnes &#8211; Penzance<\/strong><\/p>\n<p>Heute kann ich mich nicht zu einem early Walk aufraffen, aber ich versuche als ich um halb acht wach werde, noch ein paar Zeilen zu schreiben. Danach gehts zum Fr&#252;hst&#252;ck und da ich gerne noch St. Agnes besuchen m&#246;chte, Brigitte aber lieber noch ein bisschen mehr von St. Mary\u2019s sehen will, entscheiden wir uns, dass wir zwei Jungen nochmal eine kleine Bootstour unternehmen und die &#196;lteren hier auf der Insel bleiben. Wir nehmen wie gewohnt das 10:15 Boot und legen bei stark bew&#246;lktem Himmel, aber milden Temperaturen ab. F&#252;r einmal ists am Quai ziemlich ruhig. Keine Queue und keine doppelt gef&#252;hrten Bootkurse. Wir finden schnell unseren Platz und tuckern gem&#252;tlich nach St. Agnes.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-gugh.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-gugh.jpg\" alt=\"\" title=\"tag6-gugh\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2310\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-gugh.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-gugh-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zuerst gehts in wenigen Schritten vom Quai hin&#252;ber zur \u00abBar\u00bb. Als Bar wird hier der kleine &#220;bergang zur Insel Gugh bezeichnet, der bei Flut unter Wasser steht und man also nicht immer trockenen Fusses auf das angrenzende Eiland kommt. Auf Gugh gibt es nur zwei Wohnh&#228;user, wovon nur eines der beiden das ganze Jahr bewohnt ist. Wir folgen einem kleinen Pfad quer &#252;ber die Insel und erreichen nach einem kurzen Spaziergang eine tolle Steinformation die am Ende einer h&#252;bschen kleinen Bucht steht. Ein Geocache hat uns hier her gelockt und einmal mehr best&#228;tigt mir dieses tolle Hobby, dass man dadurch immer wieder kleine Trouvailen entdecken kann. Das Besondere an dieser Felsformation sind die Flechten, die wie ein Pelz die runden Steine &#252;berziehen. Ein tolles Bild. Sch&#246;n ist auch die Aussicht, hin&#252;ber zur Garrison auf St Mary\u2019s. Ob Brigitte und Mami uns wohl winken sehen? Auf einem Pfad, der in einem etwas weiteren Bogen am \u00abstanding Stone\u00bb vorbei f&#252;hrt, kehren wir zur Bar zur&#252;ck.<\/p>\n<p>Damit wir stressfrei am Nachmittag die F&#228;hre zur&#252;ck aufs Festland nach Penzance erwischen, m&#252;ssen wir um 14:15 wieder hier am Quai sein. St. Agnes ist ziemlich klein und darum sind wir recht zuversichtlich, diese Insel in gut zwei Stunden umwandern zu k&#246;nnen. Den Weg gibt uns ein Multi-Cache vor, der uns zu verschiedenen Buchten und Str&#228;nden f&#252;hrt, an denen wir sonst wahrscheinlich nicht vorbeigekommen w&#228;ren. St. Agnes ist etwas wilder als die anderen Inseln, da sie am meisten dem Westwind und dem Wetter ausgesetzt ist. Tolle Buchten und viele beeindruckende Gesteinsformationen pr&#228;gen hier das Bild und versetzen uns immer wieder in grosses Staunen. Das Wetter spielt heute nicht so mit, wie die letzten Tage. Zwischendrin beginnts sogar mal kurz zu regnen und der Wind frischt auch ziemlich auf. Unser Weg folgt einem herrlichen K&#252;stenabschnitt und nach einem ganzen Weilchen erreichen wir dann die Troytown Farm, wo das auf den Scilly Inseln weit herum bekannte Eis hergestellt wird. Nat&#252;rlich treten auch wir in den klitzekleinen Verkaufsladen, wo es neben dem feinen Glac\u00e9 auch die eigene Milch, Rahm, Butter und Yoghurt zu kaufen gibt. Gleich nebenan liegt auch ein gut belegte Campingplatz und einen kurzen Steinwurf weiter machen wir in Lower Town bei der kleinen Kirche St. Agnes nochmal Halt und versuchen uns mal wieder an einem Kirchenmulti. Auch wenn uns dieser Zusatzstopp etwas mehr Zeit kostet als uns lieb ist freuen wir uns sehr, dass wir nach den zwei Fehlversuchen auf St Mary\u2019s nun endlich so einen Church Multi l&#246;sen k&#246;nnen. Dumm nur, dass die verbleibende Zeit schon wieder knapp wird und wir f&#252;r den langen Multi, der uns um die Insel f&#252;hrte kaum mehr Zeit haben und dann auch prompt an den letzten Aufgaben scheitern. Hier ist wohl nicht mehr alles so wie es mal war. Trotzdem erreichen wir das Quai ohne hetzen zu m&#252;ssen noch rechtzeitig und tuckern mit dem Boot wieder zur&#252;ck nach St. Mary\u2019s. Auf dem Weg zur&#252;ck zur Unterkunft laufen wir Mami und Brigitte &#252;ber den Weg. Die Koffer stehen ja schon gepackt im Esszimmer und so vertr&#246;deln wir keine Zeit mehr und verabschieden uns von Dave. Ian k&#246;nnen wir nur unsere Gr&#252;sse hinterlassen, da sie nicht zu Hause ist. Von Lynnwood in der Church Street sind es nur gute zehn Minuten zum Hafen. Mir f&#228;llt der Abschied ziemlich schwer, denn die Scilly Islands haben es mir wirklich angetan und meine Vorstellungen weit &#252;bertroffen. Ich h&#228;tte noch so manchen Ort entdecken und erwandern wollen, aber vielleicht komme ich ja mal wieder auf diese tollen Inseln zur&#252;ck, dann auch gerne wieder zu Ian und Dave, die wirklich hervorragende und superfreundliche Gastgeber waren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-kruemelmonster.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-kruemelmonster.jpg\" alt=\"\" title=\"tag6-kruemelmonster\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2311\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-kruemelmonster.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-kruemelmonster-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da der Wind inzwischen ziemlich aufgefrischt hat, folgen wir gerne der Empfehlung von Dave und suchen uns auf der Scillonian III einen Platz in der Mitte und unten im Bauch, dem Lower Deck. Hier schaukelts am wenigsten und das ist bei dem hohen Wellengang heute bestimmt keine schlechte Idee. Die F&#228;hre ist wieder sehr gut besetzt und legt p&#252;nktlich ab. Ich verdr&#252;ck auf dem Boot noch eine Portion Fish &#038; Chips, die mich aber nicht sehr begeistert. Die H&#228;lfte schmeiss ist weg. Ist extrem mastig und sehr fettig. Die Koffer wurden beim Einchecken wieder in Container verladen, welche per Kran aufs Vorderdeck gehoben werden. Die Fahrt kommt mir k&#252;rzer vor, als der Hinweg. Ich nicke am Anfang der Reise kurz mal ein und bin ganz froh, ein Tablettchen gegen Seekrankeit eingeschmissen zu haben, denn der Seegang ist wirklich heftig. Wir &#252;berstehen die knapp dreist&#252;ndige &#220;berfahrt aber alle ohne das es uns schlecht wird. In Penzance lasse ich die Frauen dann die Koffer entgegen nehmen, w&#228;hrend ich per Shuttlebus zum Long Term Parking gefahren werde und dort unseren Mietwagen wieder in Empfang nehme. Das Wetter ist immer noch ziemlich bescheiden und immer wieder nieselt es, bei st&#252;rmischem Wind. Bevor wir Penzance verlassen halten wir noch bei Tesco, um uns mit dem wichtigsten f&#252;r die n&#228;chsten Tage zu versorgen. Ab sofort m&#252;ssen wir uns selber ums Fr&#252;hst&#252;ck und Abendessen k&#252;mmern. Es ist nicht ganz einfach, sich in einem fremden Land im Supermarkt zurecht zu finden. Viele Produkte sind einem unbekannt. Welches ist die gute Butter, welche Milch die Lokale? Wo findet man Bioprodukte und welcher Cheddar- oder Stiltonk&#228;se ist nun der Gute, welcher der Langweilige. Beim O-Saft tappen wir gleich mal voll in die Falle, wie sich am n&#228;chsten Morgen beim Fr&#252;hst&#252;ck herausstellt. Das einzige was dieser Saft mit dem uns gewohnten Orangensaft gemein hat, ist seine Farbe. Der Geschmack ist undefinierbar und obwohl wir extra einen der teureren gew&#228;hlt haben, ist diese Pleurre aus meiner Sicht ungeniessbar. Ein Geschmack der mich eher an ein Experiment aus dem Chemiekasten mit 50% Zuckeranteil erinnert, als an gepresste Orangen.<\/p>\n<p>Dank der Hilfe von Dave wussten wir nun auch, wo das Rose Cottage, unsere Unterkunft f&#252;r die kommende Woche in Cornwall liegt und dank Navi auf dem iPhone und Barbara als Co-Pilotin fanden wir den Weg auch problemlos. Die Str&#228;sschen hinunter zum kleinen Strand sind eng und zwar so eng, dass der Parkassistent permanent von irgend einer Ecke her piept. Zu Gl&#252;ck musste ich noch nie gross rangieren oder r&#252;ckw&#228;rts fahren. Von Susan der Besitzerin des H&#228;uschens hatten wir erfahren, dass die letzten Meter zum Haus w&#228;hrend der Flut nicht befahrbar sind und unter Wasser stehn. So wirklich vorstellen konnte ich mir das bis zu dem Moment als wir vor diesem kleinen Kiesstrand stehen nicht. Gut waren wir sp&#228;t genug dran, denn die 15 Meter, auf welcher die Strasse tats&#228;chlich &#252;ber den einen Strand f&#252;hrt waren wasserfrei und so konnten wir &#252;bers Kies bis vors Haus fahren. Lustig, dass es sowas &#252;berhaupt noch gibt und hier die Strasse nicht erh&#246;ht oder so gesichert wurde, dass sie auch bei Flut befahrbar bleibt und nicht t&#228;glich zweimal f&#252;r ca. 3 bis 4 Stunden unpassierbar ist. Als wir dann vor dem klitzekleinen H&#228;uschen stehen sind wir erst ganz entz&#252;ckt, als wirs dann aber inspizieren, ein bisschen ern&#252;chtert, denn es ist wirklich sehr klein, bietet im oberen Stock nur 3 Zimmer (ok, das wussten wir), die aber etwas ung&#252;nstig aufgeteilt sind. Das grosse und mittlere Schlafzimmer hat ein grosses und etwas kleineres Doppelbett und je ein Waschbecken. Dann gibt es noch einen dritten Raum, der nur &#252;ber das kleinere Schlafzimmer erreichbar ist. Da stehen zwar zwei Einzelbetten drin, aber die Kammer ist so klein, dass es unm&#246;glich ist, zwei Koffer darin abzulegen. Wir &#252;berlassen Mami und Brigitte die gr&#246;sseren Schlafzimmer, weil die n&#228;her bei der Treppe sind und ein Waschbecken mit warmen Wasser haben und ich teile mir mit Barbara das K&#228;mmerchen. Meinen Krempel deponiere ich bei Mami im Zimmer, denn auch im Untergeschoss finde ich keinen Platz f&#252;r meinen Koffer, ohne dass er irgend jemandem im Weg stehen w&#252;rde. Alles ein bisschen gew&#246;hnungsbed&#252;rftig und auch etwas &#228;lter als die Fotos vermuten liessen, aber nach dem 5-Sterne Luxus von Ian und Dave im Lynwood Haus, waren unsere Erwartungen vielleicht etwas zu hoch und wir zu verw&#246;hnt. Eigentlich ist das Rose Cottage n&#228;mlich ganz schnucklig und man gew&#246;hnt sich auch schnell wieder an das einfache und nicht ganz optimale Zuhause. Also alles ist gut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-ueberflutete.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-ueberflutete.jpg\" alt=\"\" title=\"tag6-ueberflutete\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2312\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-ueberflutete.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag6-ueberflutete-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Abendbrot wird dann das Eingekaufte aufgetischt. Einfach mal wieder zuhause Essen. Es gibt Brot und K&#228;se, Tee und Wein und wir geniessen unser neues Zuhause.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Agnes &#8211; Penzance Heute kann ich mich nicht zu einem early Walk aufraffen, aber ich versuche als ich um halb acht wach werde, noch ein paar Zeilen zu schreiben. 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