{"id":2314,"date":"2018-08-27T13:20:08","date_gmt":"2018-08-27T12:20:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2314"},"modified":"2018-08-28T11:51:14","modified_gmt":"2018-08-28T10:51:14","slug":"scillywall-tag-7-28-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2314\/scillywall-tag-7-28-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 7 \u2013 28. Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trebah Garden &#8211; Lizard Point<\/strong><\/p>\n<p>Als ich aufwache h&#246;re ich Brigitte bereits in der K&#252;che werkeln. Sie ist Morgens immer fr&#252;h dran und bereitet f&#252;r uns schon das Fr&#252;hst&#252;ck vor. Kaffee gibts hier nur gefriergetrockneten, aber damit kann ich ganz gut leben. Dazu frisches Obst, wie bei Dave und M&#252;esli mit Cereals.<\/p>\n<p>F&#252;r unseren ersten Tag in Cornwall haben wir einen Besuch des Trebah Garden geplant. Das Wetter ist gekippt und die Prognosen sagen tiefere Temperaturen und auch Regen voraus. Wir sind der Meinung, dass ein Gartenbesuch auch bei schlechtem Wetter passt. Auf jeden Fall besser, als irgendwo weit draussen in der Pampa am Wandern zu sein. Zudem ist der Trebah Garden nicht allzu weit weg, also ein ganz passender Einstieg in die Cornwall-Woche. Die Fahrt dorthin dauert eine knappe dreiviertel Stunde und wir sind ganz &#252;berrascht, dass der grosse Parkplatz noch kaum belegt ist. Ok, das Wetter spielt heute nicht ganz mit, es ist extrem windig und nach ein paar Minuten im Garten beginnt es auch prompt zu regnen. Wir sind aber gut vorbereitet und holen den Schirm oder die Regenjacken aus dem Rucksack. Nat&#252;rlich ist der Spuk nach f&#252;nf Minuten wieder vorbei und kurz danach scheint auch wieder die Sonne. Der heftige Wind ist im Garten, der in einem kleinen Tal liegt, kaum wahrnehmbar. Die Gartenanlage gef&#228;llt mir sehr gut, auch wenn ich mit viel mehr bl&#252;henden Blumen gerechnet habe. Im Moment sind es vor allem die Hortensien, die dem Garten ihr buntes Kleid verleihen. Bestimmt ist es im Fr&#252;hling hier noch ein bisschen pr&#228;chtiger, wenn die Rhododendren bl&#252;hen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-trebah2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-trebah2.jpg\" alt=\"\" title=\"tag7-trebah2\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2322\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-trebah2.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-trebah2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sehr interessant sind die vielen exotischen B&#228;ume die hier wachsen. Faszinierend auch der Gunera-Wald. Gunera schaut aus wie Rhabarber, ist aber ein vielfaches gr&#246;sser, als die auch nicht grad kleinen Rhabarber-Bl&#228;tter. Die Stiele sind armdick und mit relativ weichen Dornen versehen. Sie wachsen drei bis vier Meter hoch und die Bl&#228;tter haben riesige Ausmasse. Die Gr&#246;ssten erreichen wohl Durchmesser von bis zu zwei Metern. Ein kleiner Pfad f&#252;hrt unter diesem gigantischen Bl&#228;tterdach durch und setzt uns alle in Verz&#252;ckung. Eine Urwald aus Blattriesen. Das untere Ende des Parks endet an einem kleinen Strand, der an einem weit ins Land f&#252;hrenden Meeresarm liegt. Die kleine Beach geh&#246;rt auch noch zur Parkanlage und beherbergt einen kleinen Kiosk und ein paar Tische. Nat&#252;rlich gibt es im Garten auch ein paar kleinere und gr&#246;ssere Weiherchen. &#220;ber den gr&#246;ssten spannt sich eine schmucke, holzige Bogenbr&#252;cke. Interessant ist auch der Bamboozle. Ein eigener Bereich wo verschiedenste Bambusarten wachsen. Mir war die Artenvielfalt dieses Gew&#228;chses bisher nicht bewusst. Erstaunlich wie sich die Gattungen, die sich in ihrer Blattgr&#246;sse, der Stammfarbe und der Art, wie die einzelnen Knoten ausgebildet sind unterscheiden.<\/p>\n<p>Als wir auf dem empfohlenen Hauptweg eine sch&#246;ne Runde gedreht haben, landen wir wieder oben beim Visitors Center und entscheiden uns, gleich hier zu Mittag zu essen. Es gibt verschiedene Tagesmenus und Snacks und das Essen sieht lecker aus. Trotz des Windes liess es sich auf der Terrasse ganz angenehm sitzen und so suchten wir uns f&#252;rs Essen einen Tisch an der Luft. F&#252;r den Nachmittag entschieden wir uns f&#252;r eine kleine Wanderung am Lizard Point. Als wir uns zum s&#252;dlichsten Punkt von Cornwall auf machten, zogen immer dunklere Wolken auf und als wir auf dem Parkplatz beim Leuchtturm ankamen, sah der Himmel alles andere als einladend aus. Die nassen Strassen deuteten auf einen k&#252;rzlich niedergegangenen heftigen Regenschauer. Trotzdem wagten wir uns nach draussen und zogen unter den Regenjacken noch was Warmes an. Die Brandung war gewaltig. Riesige Wellen barsten an den Felsen und spritzten heftige Font&#228;nen in die H&#246;he. Trotz den widrigen Bedingungen pilgerten erstaunlich viele Touristen hinunter zu den paar H&#228;uschen auf der Felsnase. Sehr spannend fand ich das jetzt nicht. Ein kleines Caf\u00e9, ein Souvenirl&#228;den und vielleicht noch drei kleine H&#252;tten standen da. Die Buchten links und rechts und die Felsen draussen im Meer waren da sehr viel eindr&#252;cklicher, besonders bei diesem wilden Wetter. Trotz allem knipsten nat&#252;rlich auch wir unsere Fotos, wollten aber noch ein St&#252;ck der K&#252;ste entlang wandern. Barbara schlug eine ca. 4km lange Wanderung zur Kynance Cove vor, die nach Angaben des Reisef&#252;hrers eine der sch&#246;nsten Buchten von ganz Cornwall sein soll. So machten wir uns auf den Weg und trotzten den schwarzen Wolken und dem orkanartigen Wind, der uns um die Ohren pfiff. Manchmal wurde man fast davon geweht und man hatte echt M&#252;he, geradeaus zu laufen. Mir machte das wilde Wetter Spass und einmal mehr hatte es sich gelohnt, sich auf den Weg zu machen, denn wie aus dem Nichts zeigten sich pl&#246;tzlich wieder erste blaue Fenstern am Himmel. Diese zauberten eine eindr&#252;ckliche Stimmung in die wilde K&#252;stenlandschaft. Kaum hatte man den Fotoapparat in der Tasche versorgt, bot sich wieder ein neuer Blickwinkel, eine neue Stimmung aus eindr&#252;cklichen Wolken, der Sonne und Gischt, dass man das Ger&#228;t gleich wieder hervorkramte und erneut den Ausl&#246;ser dr&#252;ckte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-lizard.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-lizard.jpg\" alt=\"\" title=\"tag7-lizard\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2323\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-lizard.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-lizard-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als wir dann nach einer Stunde erst etwa zwei Drittel der Strecke geschafft hatten, &#252;berlegten wir kurz, ob wir nicht umdrehen sollten, aber Barbaras Argumente zum weiterlaufen &#252;berzeugten uns und so ging es weiter. Ich bot den Frauen an, dass ich auch mit in Bucht hinunter komme, aber nach dem Kaffee zur&#252;ck zum Auto laufen und das Auto zum nahe gelegenen Parkplatz bringen w&#252;rde. Dieser war von der Cove in gem&#252;tlichen 15 Minuten erreichbar. Da wir gerade richtig zur Cream Tea Zeit in der Kynance Cove ankamen, bestellten wir uns nun endlich diese Cornish-Spezialit&#228;t. Die Scones waren nun nicht grade der Br&#252;ller, aber zusammen mit einer dicken Schicht Marmelade und dar&#252;ber einer eben so dicken Schicht Clotted Cream und einem heissen Tee dazu, war es eine herrliche Schlemmerei. Wir waren anfangs nicht mehr ganz sicher, wie die Scones hier richtig zu bestreichen waren, denn in Cornwall und Devon ist die Zubereitung nicht dieselbe. Inzwischen weiss ich aber, dass in Cornwall zuerst die Marmelade und dann die Clotted Cream aufs Br&#246;tchen gestrichen wird, in Devon ists genau umgekehrt. Dort ist die Marmelade oben. Clotted Cream ist eingedickter Rahm. Etwas &#228;hnliches gibt es bei uns nicht. Am ehesten kann man diese Kalorienbombe vom Geschmack mit Mascarpone vergleichen. Sie wird durch Erhitzen von roher, unbehandelter Kuhmilch hergestellt. Nach dem Erhitzen wird sie f&#252;r mehrere Stunden stehen gelassen, worauf sich der Rahm an der Oberfl&#228;che sammelt und Kl&#252;mpchen (Clots) bildet. Bei einem Fettgehalt von mindestens 55% wundert man sich auch nicht mehr &#252;ber die Konsistenz dieser Leckerei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-windy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-windy.jpg\" alt=\"\" title=\"tag7-windy\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2324\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-windy.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag7-windy-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wegen des hefitgen Windes und leichtem Nieselregen waren alle Tisch im kleinen Gasthaus belegt und wir mussten uns auf der Terrasse installieren. Gut hatten wir unsere warmen Jacken und den Regenschutz dabei. So liess es sich draussen am Tisch trotz leichtem Nieseln und ein paar Sandk&#246;rnern, die es uns in den Tee und die Scones bliess, grade noch aushalten. Ich beeilte mich mit etwas und machte mich dann bald auf den Weg, zur&#252;ck zum Auto. Es waren nicht mehr viele Leute unterwegs. Die Zeit war schon fortgeschritten und der fiese Wind bliess unabl&#228;ssig. Zudem zog der Himmel wieder zu, es blieb aber zum noch trocken. Ich gab ziemlich Gas und schaffte den Weg zur&#252;ck zum Auto in einer guten dreiviertel Stunde. Das Timing war perfekt, denn die 10 Minuten Fahrt zum Parkplatz bei der Kynance Cove, wo ich mich mit den Frauen verabredet hatte passte genau. Sie kamen just in dem Moment gelaufen, als ich auf den Parkplatz fuhr und zwei Minuten sp&#228;ter begann es wieder richtig zu Regnen. Den Weg nach Hause fanden wir, dank inzwischen gut eingespieltem Navigationsteam gut. Da wir f&#252;r Zuhause noch etwas einkaufen mussten, hielten wir unterwegs noch kurz bei Saynsbury, einem der grossen Lebensmittelm&#228;rkte in England.Als wir nach Hause kamen hatte die Flut gerade ihren H&#246;hepunkt erreicht und das kleine St&#252;ck &#252;ber den Strand unter Wasser. So mussten wir den Wagen im engen Zugangsstr&#228;sschen parken. Ich hatte immer Angst, dass es mal keinen Platz mehr haben w&#252;rde, aber auf den paar Metern, wo man das Auto noch hinstellen konnte, ohne den anderen den Weg zu versperren, fand sich w&#228;hrend unserer Ferien immer eine L&#252;cke. Da die Flut auch f&#252;r die kommenden Tage besonders auch am Morgen recht ung&#252;nstig war und die paar Meter zu Fuss eh ein Klacks waren, stellten wir das Auto f&#252;r den Rest der Ferien nie mehr direkt ans Rose Cottage. So liefen wir auch nie Gefahr, mal nicht wegzukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trebah Garden &#8211; Lizard Point Als ich aufwache h&#246;re ich Brigitte bereits in der K&#252;che werkeln. Sie ist Morgens immer fr&#252;h dran und bereitet f&#252;r uns schon das Fr&#252;hst&#252;ck vor. Kaffee gibts hier nur gefriergetrockneten, aber damit kann ich ganz gut leben. Dazu frisches Obst, wie bei Dave und M&#252;esli mit Cereals. 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