{"id":2327,"date":"2018-08-29T09:32:26","date_gmt":"2018-08-29T08:32:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2327"},"modified":"2018-08-29T16:01:52","modified_gmt":"2018-08-29T15:01:52","slug":"scillywall-tag-8-29-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2327\/scillywall-tag-8-29-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 8 \u2013 29. Juli"},"content":{"rendered":"<p>Falmouth \u2013 Lanhydrock<\/p>\n<p>Auch heute Morgen &#252;berrascht uns Brigitte wieder mit einem gedeckten Fr&#252;hst&#252;ckstisch. Wir geniessen unsere M&#252;esli mit frischen Fr&#252;chten und Obst, Toastbrot und Kaffee. Beim Fr&#252;hst&#252;ck werden die Tagespl&#228;ne besprochen. Brigitte pl&#228;diert wegen der schlechten Vorhersagen auf einen ruhigen Tag im Rose Cottage, Barbara und ich w&#252;rden aber trotz allem gerne etwas unternehmen. So suchen wir nach Ideen, mit denen wir auch Brigitte locken k&#246;nnen. Wir &#252;berfliegen die diversen Reisef&#252;hrer und den Infoordner, der im Cottage f&#252;r die G&#228;ste aufliegt und finden dabei das perfekte Schlechtwetterprogramm: Ein Stadtbummel verbunden mit einer Bootsfahrt auf dem Fal River. Wir haben herausgefunden, dass es zwischen Falmouth und Truro eine F&#228;hrverbindung gibt. Diese Idee &#252;berzeugt auch Brigitte und so machen wir uns bei grauem und windigem Regenwetter auf den Weg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-falmouth.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-falmouth.jpg\" alt=\"\" title=\"tag8-falmouth\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2349\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-falmouth.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-falmouth-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Falmouth ist eine Hafenstadt mit etwas &#252;ber 20\u2019000 Einwohnern. Sie ist bekannt f&#252;r ihren Hafen. Es soll der drittgr&#246;sste Naturhafen der Welt sein. Verschiedene Meeresarme reichen hier weit ins Land hinein. Auch unser Rose Cottage liegt an einem dieser Meeresarme, der hier schon eher wie ein breiter Fluss aussieht. Die Gezeiten wirken im Fal River bis ins 15 km flussaufw&#228;rts liegende Truro. Bei Flut kann man mit der F&#228;hre bis an die Stadtgrenze fahren, bei Ebbe bleibt vom Fluss nur ein schlammiges Bett, mit einem erb&#228;rmlichen Rinnsal &#252;brig und die letzen 2,5 Kilometer von Malpas m&#252;ssen mit dem Bus zur&#252;ck gelegt werden. <\/p>\n<p>Mit dem Auto erreichen wir das Stadtzentrum von Falmouth in nur zwanzig Minuten. Das Wetter zeigt sich heute von seiner tristen Seite: Ein sanfter Spr&#252;hregen wechselt sich mit kurzen Sonnenperioden ab. Die Temperaturen bleiben wie die Tage zuvor aber im angenehmen Bereich, sodass man trotz allem, wenn denn der Wind nicht zu stark bl&#228;st, oder grad wieder ein Schauer nieder geht, problemlos im T-Shirt herumlaufen kann.<\/p>\n<p>Das St&#228;dtchen gef&#228;llt mir richtig gut und nachdem wir &#252;ber einen ersten gr&#246;sseren Platz (The Moor) spazieren, finden wir bald das Quai wo die F&#228;hren anlegen und auch die Touristen-Info steht. Ein netter Herr erkl&#228;rt uns dann aber, dass die verschiedenen F&#228;hren heute, wegen des immer noch starken Windes alle nicht verkehren und erst morgen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Wir sind etwas konsterniert und m&#252;ssen umdisponieren. Nachdem ich den netten Herrn nach dem Verlassen der Info ein zweites Mal aufsuche und mit Fragen l&#246;chere, ob es denn hier in der Gegend noch ein nettes Schloss zu besichtigen gibt, empfiehlt er uns Lanhydrock, ein altes Herrschaftshaus mit einem riesigen Umschwung in der N&#228;he von Bodmin. Das liegt zwar ein ganzes St&#252;ck &#246;stlich, aber wir entschliessen uns trotzdem, diese Attraktion am Nachmittag zu besuchen. Nach diesem kleinen D&#228;mpfer nehmen wir uns aber erst mal etwas Zeit um Falmouth zu besichtigen und bummeln durch die inzwischen recht belebte Altstadt. Die Market und Church Street laden zum shoppen ein. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-shop.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-shop.jpg\" alt=\"\" title=\"tag8-shop\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2351\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-shop.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-shop-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als es wieder zu regnen beginnt meint Mami, dass sie einen Regenschutz f&#252;r ihren Rucksack br&#228;uchte. Mir f&#228;llt die Auslage vom Mountain Warehouse auf, wo wir grad zuf&#228;llig davor stehen. Also nichts wie rein. Schnell finden wir das Gesuchte und sind erstaunt &#252;ber das grosse Angebot dieser Outdoor-Ladenkette. Weil gerade Ausverkauf ist und die Frauen ein paar sehr g&#252;nstige und sch&#246;ne Fleecepullover entdecken, bleiben wir einen Moment l&#228;nger im Gesch&#228;ft. Da in England auch am Sonntag die Gesch&#228;ft ge&#246;ffnet sind, ist hier ganz sch&#246;n was los. Auf den Strassen herrscht inzwischen emsiges treiben und so f&#228;deln wir uns ins in den Sonntags-Shopping Verkehr ein und spazieren der Einkaufsstrasse entlang weiter. Mal mit offenem, mal mit geschlossenem Regenschirm. Al wir bei einer Kirche vorbei kommen, machen wir einen kleinen Abstecher und m&#246;chten das Gotteshaus besichtigen. Die T&#252;ren sind aber verschlossen, aber wir haben Gl&#252;ck. Ein Aufseher kommt zuf&#228;llig vorbei und &#246;ffnet uns gerne die T&#252;r. Wir schauen uns in der kleinen Kirche um und halten noch einen kurzen Schwatz mit dem netten Herrn. Einmal mehr freue ich mich &#252;ber die freundlichen und aufgeschlossenen Menschen hier. Aber die Zeit rennt schon wieder und nach diesem kurzen Abstecher macht sich auch der Hunger wieder breit und wir machen uns auf die Suche nach einem Pub oder Restaurant.<\/p>\n<p>Es dauert ein Weilchen, bis wir was passendes finden, merken aber erst, als wir an der Theke die Speisekarte suchen, dass die K&#252;che zur Zeit etwas &#252;berfordert ist. Erst jetzt bemerken wir die Schilder, worauf zu lesen ist, dass wegen des grossen Andrangs erst in einer dreiviertel Stunde wieder Bestellungen entgegen genommen werden. Das dauert uns dann doch etwas zu lange und so r&#228;umen wir das Feld wieder. Als wir auf dem R&#252;ckweg zum Auto dann nichts wirklich passendes finden entscheiden wir uns einen Snack holen und anstatt noch mehr Zeit zu verlieren, das gekaufte auf dem Weg nach Bodmin zu vespern. In einer B&#228;ckereikette, die Barbara schon von ihrer Cornwall-Wanderwoche her kennt, holen wir uns dann ein paar Pastys. Pasty ist ein typisches Geb&#228;ck aus dieser Gegend und wird einem hier an jeder Ecke angeboten. Es ist ein zusammengeklappter Teig mit F&#252;llung. Der Teig wird rund ausgewallt, mit der F&#252;llung belegt und dann in der Mitte zusammengeklappt und je nach Hersteller an der Rundung, wo die Teigh&#228;lften zusammengeklebt werden, mehr oder weniger kunstvoll verziert. Das fertige Pasty sieht wie eine kleine Pizza Calzone aus. Die F&#252;llungen sind ein Gemisch aus Fleisch und Gem&#252;se. Man kann w&#228;hlen ob man gerne Beef, Chicken oder Pork m&#246;chte, es gibt aber auch asiatisch angehauchte F&#252;llungen oder vegetarische Varianten. Die Dinger sind wirklich lecker und bleiben sch&#246;n lange warm. Als wir uns eingedeckt haben, gehen wir zum Auto zur&#252;ck und verspeisen unser Mitgebrachtes auf der Fahr nach Lanhydrock.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-schloss.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-schloss.jpg\" alt=\"\" title=\"tag8-schloss\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2352\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-schloss.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag8-schloss-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrt nach Lanhydrock dauert dann eine knappe Stunde und als wir gegen halb drei dort ankommen, sind wir ganz froh, dass man das Landhaus, was eher einem Schloss &#228;hnelt bis 17:30 besichtigen kann und nicht nur bis 16:00 wie es im Internet gestanden hatte. Der Parkplatz ist riesig und ziemlich voll. Gut, dass wir heute mal etwas sp&#228;t dran sind, denn die meisten Besucher kommen uns am Eingang der Anlage bereits entgegen und so hegen wir die Hoffnung, dass im Schloss kein allzu grosses Get&#252;mmel mehr herrscht. Vom Parkplatz zum Haus l&#228;uft man bestimmt 10 Minuten. Die Parkanlage ist riesig und in der Ost-West-Ausdehnung noch viel gr&#246;sser. Im Haus herrscht immer noch ein ganz sch&#246;nes Gewusel, trotz allem lohnt der Besuch. Viele R&#228;ume sind noch originalgetreu eingerichtet und zeigen die Ausstattung von Fr&#252;her. Mich fasziniert vor allem die K&#252;che mit all ihren angegliederten kleineren R&#228;umen. Es gibt f&#252;r alle Zubereitungsarten der Lebensmittel einen eigenen Raum. Im einen Raum ist eine B&#228;ckerei, in einem anderen wird gekocht, im n&#228;chsten Milchprodukte verarbeitet. Nat&#252;rlich gibts auch eigenen R&#228;ume f&#252;r die Zubereitung von Fleisch, Getreide und und und&#8230; Auch die verschiedenen Schlafr&#228;ume und Bedienstetenzimmer geben einen tollen Eindruck in das Leben von damals. Die Orientierung f&#228;llt einem schwer. Zuviele G&#228;nge und Verbindungen, zuviele Etagen und die U-Form des Geb&#228;udes machen es einem gleich nochmal schwerer, sich zurecht zu finden. In einem Fl&#252;gel gibt es dann noch zwei gr&#246;ssere R&#228;ume, die in den verschiedenen Epochen immer wieder anders genutzt wurden. Nach einer Stunde sind wir dann alle etwas m&#252;de und machen draussen im Hof noch eine kurze Kaffee- und Eiscreme-Pause. Danach gehts zur&#252;ck zum Auto und nach Hause. Ich bin ziemlich k.o. und kann mich nicht mehr aufraffen, mit Barbara einen Spaziergang um die Halbinsel zu machen und leg mich zum Ausruhen f&#252;r ein St&#252;ndchen oder bisschen mehr auf mein Bett.<\/p>\n<p>In unserem kleinen H&#228;uschen f&#252;hlen wir uns inzwischen ganz wohl und ein einfaches Abendbrot, mit K&#228;se, etwas Wurst und Fleisch und rohem Gem&#252;se schmeckt lecker. Jeden Abend ausw&#228;rts essen zu gehen, muss auch nicht sein und so geniessen wir f&#252;r einmal das typische Abendbrot mit englischen Zutaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falmouth \u2013 Lanhydrock Auch heute Morgen &#252;berrascht uns Brigitte wieder mit einem gedeckten Fr&#252;hst&#252;ckstisch. Wir geniessen unsere M&#252;esli mit frischen Fr&#252;chten und Obst, Toastbrot und Kaffee. Beim Fr&#252;hst&#252;ck werden die Tagespl&#228;ne besprochen. 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