{"id":2366,"date":"2018-08-30T13:22:19","date_gmt":"2018-08-30T12:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=2366"},"modified":"2018-08-30T13:43:12","modified_gmt":"2018-08-30T12:43:12","slug":"scillywall-tag-10-31-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2018-2366\/scillywall-tag-10-31-juli\/","title":{"rendered":"Scillywall \u2013 Tag 10 \u2013 31. Juli"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geevor Mines, St. Just, Minack Theatre<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Touristen-&#220;berdosis von gestern, fahren wir unser Programm wieder etwas zur&#252;ck. Ich mache mich mit Barbara heute alleine auf den Weg. Wir m&#246;chten die Geevor Mine besichtigen. Mami interessiert das nicht sehr und Brigitte ist auch nicht b&#246;se, einen Tag mal etwas ruhiger anzugehen und leistet Mami zuhause Gesellschaft. In Cornwall sind an vielen Orten die &#220;berbleibsel der fr&#252;heren Zinn und Kupferminen noch zu sehen. Immer wieder stechen einem die alten Schornsteine oder Bauruinen mitten in der Landschaft ins Auge. Die Geevor Mine war eine der gr&#246;ssten und wurde erst 1992 stillgelegt. Damals wurden fast 400 Bergleute arbeitslos. Versuche, die stillgelegte Anlage wenigstens als Museum weiter zu betreiben, um wenigstens ein paar Arbeitspl&#228;tze zu retten, scheiterten. Erst sp&#228;ter wurde die Geevor Mine der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemacht und das in der heutigen Form bestehende Museum er&#246;ffnet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-leevan-mine.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-leevan-mine.jpg\" alt=\"\" title=\"tag10-leevan-mine\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2368\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-leevan-mine.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-leevan-mine-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele der alten Geb&#228;ude k&#246;nnen besichtigt werden und sind mit informativen Schautafeln versehen. Alles wirkt dadurch sehr authentisch und man kann sich doch recht gut vorstellen, wie es hier fr&#252;her zu und her ging. So wird man vom Steuerhaus des Schachtaufzugs &#252;ber den Kompressorraum, wo die Druckluft f&#252;r die Presslufth&#228;mmer und weitere Ger&#228;te erzeugt wurde gef&#252;hrt. Der Dryroom, wo die Bergarbeiter sich zur Schicht ein- und ausgestempelt, ihr Werkzeug gefasst und sich umgezogen und geduscht haben, wirkt so als w&#228;re er erst gestern verlassen worden. Weiter wird man durch grosse Hallen gef&#252;hrt, wo das gef&#246;rderte Gestein in verschiedenen Prozessen bis zu feinen Sand zerkleinert und vermahlen wurde. Erst dieser feine Sand wurde in den Hoch&#246;fen geschmolzen. Ich meine mich zu erinnern, dass dieses Endprodukt einen Zinngehalt von um die 50%, oder sogar noch mehr hatte. Neben all diesen Geb&#228;uden gibt es noch ein separates kleines Museum, wo der Prozess der Zinngewinnung und die Arbeiten in der Zinnmine von den fr&#252;hsten Anf&#228;ngen des Bergbaus bis in die Neuzeit in Bild und Ton und an Modellen erkl&#228;rt werden. Das einzige was wir uns nicht richtig vorstellen k&#246;nnen, muss der L&#228;rm, die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit gewesen sein, die besonders in den Fabrikhallen wo das Gestein zerkleinert wurde geherrscht haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-ruetteln.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-ruetteln.jpg\" alt=\"\" title=\"tag10-ruetteln\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2369\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-ruetteln.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-ruetteln-300x163.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem wir die verschiedenen Produktionsgeb&#228;ude durchschritten hatten, wurde uns noch ein R&#252;tteltisch gezeigt. Auf dem R&#252;tteltisch wird der leichte Sand von den schwereren Zinnteilen getrennt. Eine leicht abfallende Tischplatte mit Rillen wird in Schwingungen versetzt. Der Sand mit Wasser gemischt und &#252;ber den Tisch geleitet. Durch das R&#252;tteln l&#228;sst sich der leichtere Sand &#252;ber die Rillen vom Zinn trennen und am Ende des Tisches wird dieses relativ hochdosierte Endprodukt dann aufgefangen. Bevor wir aus dieser letzten Halle wieder nach draussen an die Sonne gingen, durften wir uns an einer langen Garderobe einen Blaumann nehmen und weiter zu einem alten Stollen noch etwas Untertag-Feeling schnuppern. Einen Helm hatten wir schon am Eingang erhalten und f&#252;r diese letzte Aktion machte er auch richtig Sinn. Dieses kleine Abenteuer hat mich dann aber fast etwas entt&#228;uscht, denn wahnsinnig viel gab es in diesem vor &#252;ber 200 Jahren in den Fels getriebenen Stollen nicht zu sehen. Trotzdem wars ganz spassig und ich hoffe, dass ich irgendwann einmal noch in einen richtig grossen Stollen steigen darf, wo mit grossem Ger&#228;t die Rohstoffe abgebaut wurden. Nach f&#252;nf Minuten sind wir wieder am Tageslicht und da die Levant Mine von hier nur ein Katzensprung entfernt und der Weg sogar ausgeschildert ist, spazieren wir auch noch schnell dort hin und nehmen einen kurzen Augenschein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-kamin.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-kamin.jpg\" alt=\"\" title=\"tag10-kamin\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2371\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-kamin.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-kamin-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als sich langsam Hunger breit macht, machen wir uns auf den Weg und entscheiden uns, unterwegs ein h&#252;bsches Pub zu suchen und danach zur&#252;ck ins uns inzwischen ans Herz gewachsene Rose Cottage zu fahren. Im St Just werden wir dann von einem wunderh&#252;bsch herausgeputzten Dorfplatz &#252;berrascht und lassen uns dort nieder. Ein Pub l&#228;dt mit ein paar Tischen vor dem Haus zum verweilen. Der Burger den ich mir bestelle ist richtig lecker und Barbara schmeckt ihr Omelett auch gut. Inzwischen hab auch ich raus, wie das ganze hier in England mit den Pubs und dem Essen funktioniert und kann den alten Zopf abschneiden, dass es in diesen Lokalen nur rauchig und laut zu und her geht und biertrinkende Engl&#228;nder sich die Kante geben ;-)<\/p>\n<p>Gegen halb vier sind wir dann wieder zur&#252;ck und ich leg mich f&#252;r ein Mittagsschl&#228;fchen hin. Sp&#228;ter machen wir uns dann alle gemeinsam wieder auf den Weg ins Minack Theater, wo wir schon in der Schweiz Tickets f&#252;r \u00abAlice im Wunderland\u00bb gekauft haben. Wir sind zwar etwas l&#228;nger unterwegs als geplant, aber schaffen es trotz ein paar Problemen mit dem Navi noch zeitig. Das Minack Theatre ist eine Freilichtb&#252;hne, die in der N&#228;he von Landsend in die Klippen gebaut wurde. Begonnen hatte alles in den fr&#252;hen 30er Jahren, als eine Laien-Theatergruppe ein Shakespeare-St&#252;ck auf einem nahen Feld aufgef&#252;hrt hatte. Rowena Cade, eine Frau die das Gel&#228;nde damals f&#252;r 100 Pfund gekauft hatte um darauf ihr Haus zu bauen, bot dem Ensemble ihren Garten f&#252;r das n&#228;chste geplante St&#252;ck an. Die steile Lage am Hang war ideal und die Umgebung passte auch gut zum n&#228;chsten St&#252;ck \u00abder Sturm\u00bb von William Shakespeare, welches das Ensemble als n&#228;chstes geplant hatte. Im Winter legte sie mit ihrem G&#228;rtner ein paar Sitzpl&#228;tze und eine B&#252;hne an. 1932 wurde dann das St&#252;ck aufgef&#252;hrt und war ein grosser Erfolg. Ab diesem Moment arbeitete Cade ihr ganzes Leben am Ausbau des Minack Theatre weiter, wo heute den ganzen Sommer und bei jedem Wetter ein w&#246;chentlich &#228;nderndes Programm von verschiedenen Ensembles aufgef&#252;hrt wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-minack.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-minack.jpg\" alt=\"\" title=\"tag10-minack\" width=\"430\" height=\"auto\" class=\"alignnone size-full wp-image-2372\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-minack.jpg 640w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/tag10-minack-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein imposante Kulisse, die auch ohne Theater-Vorstellung einen Besuch wert ist. Leider ist mein Englisch nicht gut genug, sodass ich ziemlich M&#252;he habe, der Story zu folgen und bekomme nur bruchst&#252;ckweise mit, was die Darsteller von sich geben. Aber es ist eine herrlich bunte und liebevoll gemachte Auff&#252;hrung. Die Geschichte kenne ich leider kaum und bereue es nat&#252;rlich, dass ich dieses M&#228;rchen vor meinem Urlaub nicht als Vorbereitung auf diesen Abend gelesen habe. Das h&#228;tte mir bestimmt geholfen, die Story und das gespielte besser zu verstehen. Aber egal, die Kulisse und das ganze Drumherum sind f&#252;r sich schon eine Reise wert. Gegen halb elf ist das Theater dann zu Ende und wir m&#252;ssen noch eine gute Stunde nach Hause fahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geevor Mines, St. Just, Minack Theatre Nach der Touristen-&#220;berdosis von gestern, fahren wir unser Programm wieder etwas zur&#252;ck. Ich mache mich mit Barbara heute alleine auf den Weg. Wir m&#246;chten die Geevor Mine besichtigen. 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