{"id":565,"date":"2009-06-01T23:03:02","date_gmt":"2009-06-01T22:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=565"},"modified":"2009-07-29T10:49:39","modified_gmt":"2009-07-29T09:49:39","slug":"hochtourenopening-auf-dem-baechistock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2009-565\/hochtourenopening-auf-dem-baechistock\/","title":{"rendered":"Hochtourenopening auf dem B&#228;chistock"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-566\" title=\"baechistock\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock.jpg\" alt=\"baechistock\" width=\"430\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock-300x161.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>B&#228;chistock die Zweite. Ein Spontanentscheid vom letzten Mittwoch machte es m&#246;glich, dass die diesj&#228;hrige Hochtourensaison schon am letzten Mai-Wochenende starten konnte. Dass ich den B&#228;chistock nach der <a href=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2006-139\/schneesturm-im-august-und-pickelsausen\/\">Misere vom letzen Mal<\/a> nochmal angehen wollte, war mir damals schon klar. Dieser Gipfel muss einen Z&#252;rcher einfach jucken, da sein strahlendes Firnfeld bei sch&#246;nem Wetter sogar von der Stadt zu sehen ist.<\/p>\n<p>F&#252;r Lesefaule: <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157618977540191\/show\/\">Hier gehts zu den Fotos<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach ein paar Abkl&#228;rungen im Internet und Nachfrage bei R&#246;ne mit &#214;, dem H&#252;ttenwart der Gl&#228;rnischh&#252;tte entschieden Rotti und ich, dass wir am Pfingstsamstag zur H&#252;tte aufsteigen und am Sonntag den Gipfel in Angriff nehmen w&#252;rden. Die Wetterprognosen waren recht gut, besonders f&#252;r die erste Tagesh&#228;lfte. Um uns am Sonntag den Abstieg zu verk&#252;rzen entschieden wir uns, bis W&#228;bern mit den Bikes hochzufahren. Ok, mit den schweren Rucks&#228;cken und 50 m Seil schafften wir das nat&#252;rlich nicht alles auf den R&#228;dern, war aber auch nicht unser Ziel&#8230; so schoben wir die Ger&#228;te an den steilen Stellen. Trotz allem war ein grossteil der Strecke fahrbar. Bei der Alp W&#228;bern dann die Bikes geparkt und den steilen Aufstieg zur H&#252;tte unter die F&#252;sse genommen. Bei stahlblauem Himmel war der Aufstieg zwar m&#252;hsam aber die Bise k&#252;hlte herrlich. In der H&#252;tte dann kurz Pause gemacht uns mit Apfelschorle und H&#252;tten-Linzertorte gest&#228;rkt und gegen Vier noch zum Klettergarten hochgelaufen und dort ein bisschen rumgekraxelt. Huch, hat mir das gut getan und war ich froh, dass Rotti noch nicht alles vergessen hatte ;-) Das Klettern nicht so wirklich mein Ding ist hab ich hier glaub ich sch&#246;n &#246;fters mal kundgetan, aber als Training und um das Seilhandling wieder mal etwas zu verinnerlichen tuts gut. Jeder kletterte einmal eine Route vor, der Andere dann dasselbe noch als Toprope. Das reichte dann auch denn das Znacht in der H&#252;tte wartete ja auch&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-568\" title=\"baechistock-map_small\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock-map_small.jpg\" alt=\"baechistock-map_small\" width=\"430\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock-map_small.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/baechistock-map_small-300x235.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p><strong>Pfingstsonntag<\/strong><\/p>\n<p>Tagwach um 4:45 Uhr. Fr&#252;hst&#252;ck um 5, Abmarsch um 5:30 bei wolkenlosem Himmel, hinein in den Tag. Wie schon beim letzten Mal waren wir die einzigen der H&#252;tteng&#228;ste, die auf den B&#228;chistock liefen. Alle anderen gingen aufs Vrenelisg&#228;rtli. Die Verh&#228;ltnisse waren phantastisch, die Bise frohr alles sch&#246;n durch. Der Gletscher ist noch sch&#246;n zugeschneit, noch keine Spalte zu sehen und das untere Couloir von unten bis oben noch voll Schnee. So schnallten wir die Steigeisen erst unten am Couloir an, banden uns ins Seil und hoch gings. Die steilste Stelle ist ungef&#228;hr in der Mitte. Hier gehts schon fast einfacher auf allen Vieren. Eine solche Steigung geht ganz sch&#246;n an die Kondition, aber wir durchstiegen das Couloir doch recht z&#252;gig. Oben bot sich mir dann zum ersten Mal ein phantastischer Blick &#252;ber die Firnfelder und den B&#228;chistock.<\/p>\n<div id=\"attachment_567\" style=\"width: 440px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-567\" class=\"size-full wp-image-567\" title=\"couloir\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/couloir.jpg\" alt=\"Oben am Couloir, der Blick hinunter auf den Gl&#228;rnischfirn.\" width=\"430\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/couloir.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/couloir-300x191.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><p id=\"caption-attachment-567\" class=\"wp-caption-text\">Oben am Couloir, der Blick hinunter auf den Gl&#228;rnischfirn.<\/p><\/div>\n<p>Im Vergleich zu meinem ersten Versuch konnten wir diesmal dank guter Sicht und viel mehr Schnee bis zum Gipfelgrat alles &#252;ber den B&#228;chifirn im Schnee hochsteigen. Die letzten 15 Minuten kraxelt man dann zum Grat hoch und diesem ein bisschen entlang bis zum Gipfelkreuz. Ganz sch&#246;n stotziges Berglein, dieser B&#228;chistock, aber ein wirlich lohnenswertes Gipfelziel mit phantastischer Rundumsicht. Leider war die Glarnerseite schon ziemlich in Wolken geh&#252;llt, aber hinunter Richtung Flachland und ins St. Gallische war noch tolle Sicht. Zwischen Ruchengipfel und Pt. 2915 lugte noch frech der S&#228;ntis hervor. Nach kurzer Rast, dem zweiten Zmorgen (es war ja erst grad halb Neun durch) und dem obligaten Gipfelfoto stiegen wir wieder ab, querten den B&#228;chistockfirn Nordostw&#228;rts und stiegen durch das breitere obere Couloir wieder zum Gl&#228;rnischfirn ab. Auch hier gehts m&#228;chtig steil hinunter und es reichte grade noch vorw&#228;rts abzusteigen. Auf allen Vieren ists dann doch schon sehr m&#252;hsam und auch viel langsamer. Ein wilder Engl&#228;nder der ohne Steigeisen irgendwie das Couloir hochkam hatte dann beim Abstieg doch so seine Probleme und schickte von oben noch ein paar Steine die zirrend, dank Warnruf von ihm, an uns vorbeisausten. Der Rest war dann wieder normale Wanderroutine. Abstieg zur H&#252;tte mit kurzer St&#228;rkung. Diesmal gabs lecker Zwetschgenkuchen und Schorle und nach kurzer Pause gings dann runter zu den Bikes. Leider rutschte Rotti am morgen auf einem vereisten Felsen mal ziemlich ungl&#252;cklich aus, dass er mit ziemlichen Schmerzen im Sprungelenk den letzten Abstieg in Angriff nehmen musste. Was waren wir froh, dass wir das letzte St&#252;ck auf den Bikes hinunterfahren konnten.<\/p>\n<p>Am Kl&#246;ntalsee gabs dann noch eine kurze Einkehr in der Gartenbeiz. Dort konnten wir aber nur das halbe Glas leeren, den Rest vermieste uns ein kleiner Regenschauer. Daf&#252;r tauschten wir drinnen noch mit einem &#228;lteren Ehepaar ein paar Tourengeschichten aus. Was ein phantastischer Start in die Tourensaison. Besser k&#246;nnen die Verh&#228;ltnisse wirklich nicht sein. Was freu ich mich auf meine n&#228;chsten Abenteuer, hoch oben in den Schweizer Alpen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B&#228;chistock die Zweite. Ein Spontanentscheid vom letzten Mittwoch machte es m&#246;glich, dass die diesj&#228;hrige Hochtourensaison schon am letzten Mai-Wochenende starten konnte. Dass ich den B&#228;chistock nach der Misere vom letzen Mal nochmal angehen wollte, war mir damals schon klar. 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