{"id":794,"date":"2010-01-07T23:00:27","date_gmt":"2010-01-07T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=794"},"modified":"2010-01-07T23:15:00","modified_gmt":"2010-01-07T22:15:00","slug":"vom-gletscher-in-den-wilden-westen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2010-794\/vom-gletscher-in-den-wilden-westen\/","title":{"rendered":"Vom Gletscher in den wilden Westen"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-801\" title=\"robroy-swinging\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy-swinging.jpg\" alt=\"robroy-swinging\" width=\"432\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy-swinging.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy-swinging-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nTag 21, Montag, 4. Januar<br \/>\nWanaka, Rob Roy Track, Wild West<\/strong><\/p>\n<p>In unserem Motorhome schl&#228;ft sichs wirklich gut. Eigentlich wollten wir um 9 an der Tourist-Info in Wanaka sein und uns &#252;ber eine Tagestour informieren. Klappt nicht, denn wir wachen erst nach 9 auf. Eh zu sp&#228;t, also easy Fr&#252;hst&#252;ck machen und den Tag etwas langsamer angehen. Bis wir dann zum ersten Mal alles zusammengepackt haben und ins St&#228;dtchen fahren isses schon bald 12. Die nette Dame an der Info empfiehlt uns den Rob Roy Trail. Eine 4 st&#252;ndige Tour hinten im Mount Aspiring Nationalpark. Wir finden dass das passt und gen&#252;gend Zeit bleibt diese Wanderung zu machen und d&#252;sen los. Gut 50 Kilometer ins Tal hinein, immer wieder mit Blick auf den schneebedeckten Berg, der dem Nationalpark den Namen gab. Nach etwa der H&#228;lfte der wundersch&#246;nen Strecke ist fertig mit geteerten Strassen und weiter gehts auf der Gravel Road. Anfangs ganz spassig, aber unsere B&#252;x ist nicht wirklich f&#252;r solche Unterlagen gemacht und so wird die Fahrerei eher m&#252;hsam. Je weiter man ins Tal hineinf&#228;hrt umso mehr Fords muss man durchqueren. Fords sind Mulden oder Dumps, wo die B&#228;che &#252;ber die Strassen gef&#252;hrt werden. Man weiss nie so richtig wie tief die Dinger sind, aber wir k&#228;mpfen uns mutig vorw&#228;rts bis wir endlich nach einer guten Stunde Fahrt den Parkplatz erreichen. Hier merkt man dan pl&#246;tzlich wieder, dass man nicht alleine unterwegs ist. Der Parkplatz ist richtig voll und viele Leute sind unterwegs. Die einen kommen schon zur&#252;ck, andere machen sich auch erst auf den Weg. Die Landschaft ist herrlich und der Weg geht zuerst &#252;ber sanfte Wiesen, einem Bergbach folgend bei dem ich finde, dass hier doch Wildwasser Kanuten herunter kommen m&#252;ssten. Nach ein paar Minuten f&#252;hrt eine Swinning Brigde auf die andere Flussseite und man taucht in den Regenwald ein.<\/p>\n<p>Ich bin wieder hin und weg. Bisher dachte ich immer: \u00abRegenwald gibts da irgendwo um den &#196;quator rum\u00bb, aber dem ist nicht so. Gut, vielleicht etwas &#252;bertrieben, denn nat&#252;rlich hab ich schon in den Reisef&#252;hrern davon gelesen, aber wenn man dann das mit den eigenen Augen sieht isses doch nochmal neu. Nach ein paar Minuten f&#228;llt uns auf, dass die B&#228;ume hier alle nur ganz kleine Bl&#228;ttchen tragen. Etwa in der Gr&#246;sse der Bl&#228;tter der Heidelbeerstauden. Lustig, werd wohl mal googlen, denn sicher gibts daf&#252;r einen Grund. Der Wald ist dicht bewachsen, und nat&#252;rlich gibts auch viele Farne die die Bodenfl&#228;chen bedecken. Moose &#252;berall. Ich kann mich mal wieder kaum satt sehen, alles ist neu. Der gut ausgebaute Pfad schl&#228;ngelt sich durch einen M&#228;rchenwald. Nach einer kurzen Weile zweigt der Weg vom breiten Haupttal in eine Seitental ab und folgt dem Gletscherfluss talaufw&#228;rts. Grosse Aussicht hat man auf dem Waldpfad kaum, aber immer mal wieder kann man einen Blick auf den milchigen Bergbach werfen. Die bewaldeten H&#252;gel auf der anderen Seite erinnern vom Aussehen trotzdem immer an tropische Gebiete. H&#228;ngt sicher damit zusammen, dass bei uns keine Laubb&#228;ume solch steilen Gel&#228;nde bev&#246;lkern und dann haben diese Beeches, so heissen sie wohl, gestufte Astgruppen, die wie riesige Bonsaib&#228;umchen ausschauen. Auf den Fotos sieht mans vielleicht ein bisschen besser. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir dann das Ende des Tracks. Hier sitzen schon viele andere Wanderer und bestaunen den Rob Roy Glacier und den hohen Wasserfall der an einer Flanke ins leere f&#228;llt. Gierige Keas schnorren nach Futter, aber wir halten uns zur&#252;ck und beachten die Schilder die &#252;berall stehen und das F&#252;ttern dieser zutraulichen Bergpapageien verbieten. Nach einem Lunchbreak gehts dann auf demselben Pfad wieder zur&#252;ck ins Tal, da dieser Trail hier endet<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-797\" title=\"robroy\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy.jpg\" alt=\"robroy\" width=\"432\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/robroy-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Als wir wieder den Hauptfluss unten im Tal erreichen sind doch tats&#228;chlich Wildwasser Kanuten in den Fluten und paddeln mutig in den reissenden Fluten Flussabw&#228;rts. Wir steigen in unseren Back Packer und r&#246;sten auf der Gravelroad zur&#252;ck in die Zivilisation. Zur&#252;ck nach Wanaka, diesmal &#252;ber die Hauptstrasse um den Pass herum nach Queenstown und weiter Richtung Te Anau. Wir m&#246;chten einfach mal fahren, soweit wir kommen. Wir durchqueren wieder phantastische Landschaften. Karge Landschaften mit riesigen Schafweiden, gefolgt von Wein- und Obstbaugebieten, einsame Flusst&#228;ler, Ebenen umrahmt von Gebirgsz&#252;gen die in der Abensonne leuchten, saftige Wiesen und und und. Ich k&#246;nnt alle paar Kilometer wieder anhalten und ein Bild knipsen, aber irgendwie ist mir das zu bl&#246;d. Auch wenns viele tolle Eindr&#252;cke sind, sinds am Ende dann doch irgendwelche Fotos, die man zuhause kaum noch zuordnen kann, ausser dass man vielleicht noch weiss, dass das irgendwo zwischen Punkt A und B war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-798\" title=\"wildwest\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wildwest.jpg\" alt=\"wildwest\" width=\"432\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wildwest.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wildwest-300x124.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Als die D&#228;mmerung schon fortgeschritten ist und wir noch nicht in Te Anau sind, entschliessen wir uns, einen Spot in der Pampa zu suchen und biegen um halb 10 mal in eine Gravel Road ab. Wider erwarten ist es gar nicht so einfach einen h&#252;bschen Spot zu finden, denn s&#228;mtlichen Feldwege die von der Strasse abzweigen sind mit Toren verschlosssen und auch links und rechts der Fahrbahn ist alles eingez&#228;unt. Erst jetzt werd ich mir bewusst wie intensiv hier trotz allem alles f&#252;r die Schaf-, Vieh- oder Wildzucht genutzt wird. Wir landan dann irgenwann auch noch in einer Sackgasse, wollen aber in der N&#228;he des Flusses n&#228;chtigen, der das Tal durchzieht. Also wieder zur&#252;ck und der urspr&#252;nglichen Gravelroad folgen, bis wir dann doch noch ein St&#252;ckchen Gras neben der Piste finden, dass uns Gef&#228;llt. Ist schon ganz praktisch hier in Neuseeland mit einem Camper unterwegs zu sein. Wir verdr&#252;cken die restlichen Pastas von gestern und knipsen dann in dieser Wildwest-Ebene das Licht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 21, Montag, 4. 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