{"id":810,"date":"2010-01-08T12:39:18","date_gmt":"2010-01-08T11:39:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=810"},"modified":"2010-01-08T12:39:18","modified_gmt":"2010-01-08T11:39:18","slug":"wald-sumpf-farn-baumriesen-und-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2010-810\/wald-sumpf-farn-baumriesen-und-regen\/","title":{"rendered":"Wald, Sumpf, Farn, Baumriesen und Regen"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-813\" title=\"laka-manapouri\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/laka-manapouri.jpg\" alt=\"laka-manapouri\" width=\"432\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/laka-manapouri.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/laka-manapouri-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nTag 23, Mittwoch, 6. Januar<br \/>\nManapouri<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist laufen angesagt. Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck gehts hinunter zum Pearl Harbour. Wir ordern ein Wassertaxi. Nadja m&#246;chte kein Ruderb&#246;&#246;tchen, weil sie zu grossen Respekt vor der Str&#246;mung hier im Fluss hat. Oben im Info-B&#252;ro des Doubtful Sounds Veranstalter wird f&#252;r uns das Taxi gerufen. Wir sollen unten am Steg warten. Nach ein paar Minuten kommt eine freundliche dicke, wasserfeste Frau, in einer ausgetragenen Wolljacke. Es beginnt grade zu regnen, was sie aber nicht weiter k&#252;mmert. Sie notiert unsere Namen, fragt woher wir kommen, welchen Track wir laufen m&#246;chten und wann wir wieder zur&#252;ck sein werden. Bevors los geht m&#252;ssen wir Schwimmwesten &#252;berziehn und d&#252;rfen uns auf eine trocken Weste setzen. Sie f&#228;hrt gem&#252;tlich los und beginnt etwas zu erz&#228;hlen und zeigt uns gleich auf dem Fluss schon die ersten Wasserv&#246;gel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-815\" title=\"bushwalk2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/bushwalk2.jpg\" alt=\"bushwalk2\" width=\"432\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/bushwalk2.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/bushwalk2-300x179.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Der Track beginnt auf der anderen Flusseite am Steg. Einen anderen Zugang gibts von hier aus nicht. Wir steigen aus und laufen los. Zuerst durch die uns schon bekannten Beech W&#228;lder dem Fluss folgend und nach dem Auslauf, noch ein St&#252;ck dem Manapouri Lake entlang. Nach einer halben Stunde macht der Weg einen Schwenker in den Wald hinein. Sofort &#228;ndert sich die Vegetation. Wir waren ja schon vom Kepler Walk beeindruckt. Zu Beginn dieser Wanderung gibts\u00a0 nicht viel neues zu sehen, was nicht schon auf dem Kepler Track war. Dieser Weg ist nicht so toll hergerichtet, aber das gef&#228;llt uns beiden eh besser. Dann bedecken die ersten Farnfl&#228;chen den Boden, ich entdecke einen Baum den ich \u00abder unn&#252;tze Baum\u00bb nenne, Sumpfgebiete, Moos&#252;berwucherte B&#228;ume und und und&#8230; Zuerst find ich: \u00abOk, &#228;hnlich wie beim Kepler Track gestern. Nur der Weg ist etwas wilder\u00bb. Aber je weiter wir laufen umso phantastischer und vielf&#228;ltiger wird der Weg. Zwischendurch wirds richtig sumpfig. Man balanciert &#252;ber Wurzeln, sucht den Weg mal links vom Pfad, mal rechts davon, manchmal auch in breiten Schritten mit dem linken Fuss auf der linken Seite des Trails, mit dem rechten auf der rechten Seite. Man durchquert Moore, &#252;berquert nat&#252;rlich irgenwann auch wieder ein wundersch&#246;nes Fl&#252;sschen auf einer Swinging Bridge, kommt an Mammutb&#228;umen vorbei, taucht unter Farnb&#228;umen hindurch, l&#228;uft wie durch Tunnels durch nieriges Gestr&#252;pp, oder durch schwarzen Sumpf und kommt schlussendlich am Hope Arm, einem Seitenarm des Manapouri Lake heraus. Die letzte halbe Stunde, bevor wir unser Ziel, die Hope Arm Hut erreichen beginnts dann erst leicht, sp&#228;ter aber ziemlich stark zu Regnen. Zum Gl&#252;ck k&#246;nnen wir uns dann nach ca. 3 Stunden Marsch in der H&#252;tte unterstellen. Die Neuseel&#228;ndischen Huts hier sind nicht mit unseren bewarteten SAC H&#252;tten zu vergleichen. Sie sind nur mit dem allern&#246;tigsten Ausger&#252;stet, nat&#252;rlich nicht bewartet. In einem Raum sind an der hinteren Wand ein paar Matrazen aufgestapelt. In der Mitte des Raumes ein Tisch, daneben ein Holzofen und ein Schrank. Alles ziemlich schmuddlig. Ich m&#246;cht hier nicht wirklich schlafen. Wir nehmen uns vor, hier mal ne halbe Stunde abzuwarten bis der Regen nachl&#228;sst.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-814\" title=\"hope-arm\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hope-arm.jpg\" alt=\"hope-arm\" width=\"432\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hope-arm.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hope-arm-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Nat&#252;rlich haben wir inzwischen auch Hunger bekommen und essen unser mitgebrachtes Picknick. Nach einer halben Stunde schiffts aber immer noch wie aus K&#252;beln und wir geben uns nochmal etwas Zeit. Nach einer guten Stunde, l&#228;sst dann der Regen tats&#228;chlich nach und so machen wir uns dann bei leichtem Niesel auf den R&#252;ckweg. Die grosse Runde mit einer weiteren H&#252;tte, lassen wir wegen dem schlechten Wetter, der knappen Zeit und der Bemerkung der Pulloverdame vom Wassertaxi bleiben. Sie meinte ein Teil dieses Weges sei sehr muddy. Diese Warnung nehmen wir ernst, denn wir haben auf unserem Weg schon manches Akrobatikst&#252;ckchen eingelegt um einigermassen unbeschadet sumpfige Passagen zu meistern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-816\" title=\"wassertaxi\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wassertaxi.jpg\" alt=\"wassertaxi\" width=\"216\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wassertaxi.jpg 216w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/wassertaxi-176x300.jpg 176w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/>Also retour auf demselben Weg. Spielt hier f&#252;r einmal keine Rolle, auch wenn ich das sonst wirklich nicht gerne mache. Aber diese W&#228;lder sind so interessant, dass sie in der anderen Richtung wieder ganz anders aussehen und der Weg nie langweilig wird. Wir setzen ein etwas h&#246;heres Tempo an und sind nach ca. 2,5 Stunden wieder am Steg. Die letzte halbe Stunde laufen wir wieder im Regen. Dort angekommen rufen wir dann wieder das Wassertaxi und nach kurzer Wartezeit kommt auch wieder die wasserrestistende nette dicke Dame im abgewetzten Wollpullover und bringt uns zur&#252;ck auf die andere Seite des Flusses. Und wie wenns schon immer so gewesen w&#228;re, reisst der Himmel auf und alles leuchtet h&#252;bsch und frisch in der Sonne. So &#228;ndert sich hier das Wetter im Minutentakt. Irgendwie scheint hier immer April zu sein. Kalt isses aber immer noch. Eine faszinierende und sehr eindr&#252;ckliche Wanderung, die uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Es d&#252;rfte schwierig sein, diese Eindr&#252;cke trotz Fotos weitergeben zu k&#246;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 23, Mittwoch, 6. Januar Manapouri Heute ist laufen angesagt. Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck gehts hinunter zum Pearl Harbour. Wir ordern ein Wassertaxi. Nadja m&#246;chte kein Ruderb&#246;&#246;tchen, weil sie zu grossen Respekt vor der Str&#246;mung hier im Fluss hat. Oben im Info-B&#252;ro des Doubtful Sounds Veranstalter wird f&#252;r uns das Taxi gerufen. 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