{"id":837,"date":"2010-01-11T13:33:57","date_gmt":"2010-01-11T12:33:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=837"},"modified":"2011-07-07T23:52:56","modified_gmt":"2011-07-07T22:52:56","slug":"ornitologiestunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2010-837\/ornitologiestunde\/","title":{"rendered":"Ornitologiestunde"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-839\" title=\"26-ulva-1\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-1.jpg\" alt=\"26-ulva-1\" width=\"432\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-1.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-1-300x173.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><br \/>\nTag 26, Samstag, 9. Januar<br \/>\nStewart Island, Ulva Island<\/strong><\/p>\n<p>Es geht wieder fr&#252;h raus. Um sieben klingelt uns das Handy wach. Wir packen schnell unsere Koffer und gehen zum Fr&#252;hst&#252;ck runter. Ein kleines Buffet ist hergerichtet und ich freu mich mal wieder, ein paar Cereals mit Yoghurt zu essen. Dazu den obligaten Toast und Kaffee. Danach Hotel zahlen, Koffer deponieren und r&#252;ber zur Golden Bay, wo wir um zehn nach Acht zur Ulva Tour einchecken sollen. Wir sind schon vor acht dort. Es regenet mal wieder, ist ziemlich kalt und recht unangenehm. Alles tief verhangen. Ein alter Mann der sein Boot parat macht und ein &#228;lteres Ehepaar sind die einzigen die unterwegs sind, aber weder ist der alte Mann unser Guide oder Wassertaxi-Fahrer, noch nehmen die beiden anderen an unserer Tour teil. Kurz nach acht trudelt dann erst eine Frau ein, die mit auf die Tour kommt und Matt unser Guide und noch ein &#228;lteres Ehepaar. Matt ist ein sehr sympathischer, gespr&#228;chiger aber nicht aufdringlicher Kiwi. Auf die Minute kommt dann auch noch das Wassertaxi. Kommentar von Matt: Wieso auch eine Minute fr&#252;her kommen, wenns nicht n&#246;tig ist ;-) Die Chemie stimmt und wir freuen uns alle auf eine interessante Tour. Die &#220;berfahrt dauert nur 10 Minuten. Noch in der Buch verlangsamt unser K&#228;ptn die Fahrt und Matt zeigt mit dem Finger auf zwei blaue Pinguine die in der Bucht herumschwimmen. Danach gehts weiter und wir werden in der Post Cove oder &#228;hnlich abgesetzt. Eine h&#252;bsche kleine Bucht, mit dem einzigen Haus auf der ganzen Insel. Dieses Haus war fr&#252;her das Post Office, weil es am besten f&#252;r alle erreichbar war. Es ist heute in Privatbesitz. Die Eigent&#252;mer sind die einzigen Menschen die das Haus nutzen d&#252;rfen, k&#246;nnen es aber nicht an Fremde verkaufen. Solange sie es in der Familie behalten haben sie Recht es zu behalten, ansonsten darf es nur das DOC (Department of C&#8230;) kaufen. Es regnet nun wieder heftiger, aber alle sind gespannt und die Matt beginnt den Rundgang. Er hat Ornitologie studiert und weiss wirklich alles &#252;ber diese Insel. Sie ist seit einigen Jahren von s&#228;mtlichen nicht heimischen Tieren und Pflanzen befreit und ein Schutzgebiet. Wir wandern &#252;ber drei Stunden &#252;ber die kleine Insel, die ein paar hervorragend gepflete Wege &#252;berziehen. Ich kann mir die Namen der V&#246;gel nicht merken, die wir alle sehen, aber das ist nicht so wichtig. Der \u00abunn&#252;tze\u00bb Baum den ich f&#252;r mich so benannt habe ist aber ein ganz interessantes Gew&#228;chs, dass uns Matt auch erkl&#228;rt. Die ersten 3 oder 4 Jahre wachsen auf einem ganz d&#252;nnen Stil der sicher vier Meter hoch werden kann ganz schmale und lange Bl&#228;tter die an den Aussenkanten wie Widerhaken entwickeln um die Pflanze vor Moas zu sch&#252;tzen. Moas sind ausgestorbene Laufv&#246;gel &#228;hnlich dem Vogel Strauss. Wenn die Pflanze dann eine gewisse H&#246;he erreicht hat, &#228;ndern sich die Bl&#228;tter und der Baum bekommt ein anderes aussehen. War wohl nix mit unn&#252;tzer Pflanze. Ganz im Gegenteil, das ist ein richtig raffiniertes Ding. Captain Cook oder sonst ein Entdecker nahm die vermeintlich verschiedenen Pflanzen mit nach Hause, bis er entdeckte, dass es sich um dasselbe Gew&#228;chs handelt. Nat&#252;rlich erkl&#228;rt er uns auch die verschiedenen einheimischen B&#228;ume, s&#228;mtliche V&#246;gel die rumschwirren und halt einfach alles was es zu sehen gibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-842\" title=\"ulva-taube\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ulva-taube.jpg\" alt=\"ulva-taube\" width=\"216\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ulva-taube.jpg 216w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ulva-taube-196x300.jpg 196w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/>Spannend auch, dass er immer weiss wo welche V&#246;gel zu sehen sind. Er kennt die Nistpl&#228;tze, weiss an welchen Pl&#228;tzen die Tiere ihr Futter finden und so sehen wir auch die seltenen Yellowheads oder die kleinen Riffle Birds (der kleinste Vogel Neuseelands). Er bleibt pl&#246;tzlich stehen und meint, wir sollen ein Momentchen hier warten und still sein. Es geht keine Minute bis ein kleines V&#246;gelchen angeschwirrt kommt und auf den &#196;sten herumt&#228;nzelt und schliesslich in einem Baumloch verschwindet. Kaum ist er im Loch verschwunden, h&#246;rt man auch schon die Kleine fiepen. Wirklich s&#252;ss. Als wir auf der anderen Seite der Insel an eine Beach kommen, wimmelt es nur so von Wekas, die ich weder kannte und nat&#252;rlich auch noch nie gesehen habe. Matt scheint daran gefallen zu finden und verspricht mir mit einem Schmunzeln im Gesicht, als ich zu Beginn nachfrage, was denn der Weka f&#252;r ein Vogel sei (welcher nat&#252;rlich jeder Neuseel&#228;nder kennt), dass ich davon heute hundertprozentig noch ein paar sehen werde. Diese V&#246;gel sind auch flugunf&#228;hig und &#228;hneln ein bisschen den Kiwis. Mit ihren langen Schn&#228;beln w&#252;hlen sie am Strand in angeschwemmten Sea Weed nach M&#252;cken, Larven und Strandfl&#246;hen. Ganz lustig ist auch ganz am Anfang der Tour der erste Robin den wir sehen. Wir waren einem solchen schon auf dem Manapouri-Walk begegnet und wunderten uns &#252;ber dessen zutraulichkeit. Die Robins hier lassen sich von Menschen kaum erschrecken. Als dann Matt mit den Schuhen den Waldboden etwas aufw&#252;hlt kommt er prompt an diese Stelle und stochert dort in der Erde. Die Robins m&#246;gen deshalb auch die Wekas die auch den Waldboden aufw&#252;hlen und so die Suche nach Insekten im Boden nat&#252;rlich vereinfachen. W&#228;hrend der ganzen Tour regenet es immer wieder, wir sind aber alle gut angezogen und st&#246;ren uns nicht wirklich daran. Als wir wieder an der Post Bay ankommen erwartet uns schon unser Wassertaxi und bringt uns zur&#252;ck auf die Hauptinsel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-840\" title=\"26-ulva-2\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-2.jpg\" alt=\"26-ulva-2\" width=\"432\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-2.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ulva-2-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Wir spazieren zur&#252;ck, gehen im \u00abJust Cafe\u00bb noch einen Kaffee trinken (ich nick am Tisch mal kurz ein), holen im Hotel unser eingestelltes Gep&#228;ck und spazieren zu unserem neuen Heim f&#252;r diese Nacht. Ein wundersch&#246;n gelegenes Haus bei einer freundlichen alten Dame. Das Zimmer ist tipp topp, der Preis von $250.\u2013 die Nach auch. Autsch&#8230; anderes gabs aber leider nicht mehr. Die Lady l&#228;dt uns dann gleich mal auf einen Kaffee und Tee ein und wir plaudern ein bisschen &#252;ber Stewart Island und dies und das. Ich muss m&#246;chte dann noch einen Moment Ruhe und noch bisschen schreiben und Nadja braucht noch einen kleinen Napp. Leider haben wir nur noch eine halbe Stunde Zeit, bis wir wieder zum Nachtessen los m&#252;ssen. Im Restaurant Church Hill haben wir einen Tisch reserviert. H&#252;bsches, sehr gem&#252;tliches Haus mit guter K&#252;che. Leider ziemlich teuer. Ich bestell mir eine Seafoodplatte auf dem heissen Stein, Nadja einen Blue Cod. Eigentlich dachte ich, dass es hier Cray Fish gibt, war aber nix. Egal, das essen war sehr lecker und das Dessert ebenso. Mit der Wirtin kommen tratschen wir auch noch kurz und ich muss mir nochmal eine der essbaren Bl&#252;ten bestellen, weil ich beim ersten Mal einfach nicht dahinter kam, nach was sie schmeckt. Beim zweiten Versuch definiere ich die Bl&#252;tenbl&#228;tter dann als w&#252;rzigere Variante von Sauerklee, den St&#228;ngel hinten eher Apfelm&#228;ssig und den Stil dann irgendwie Radieschenm&#228;ssig. Lustig auch, dass &#252;ber unserem Tisch ein Herrnhuter Stern h&#228;ngt. Als ich die Dame frage, woher sie den hat, sagt sie mir, dass sie das nicht wisse. Eine deutsche die das Restaurant mal dekoriert h&#228;tte, habe ihn aufgeh&#228;ngt, aber wie br&#228;uchte noch einen zweiten. Ich lass mir ihre Mailadresse geben und verspreche ihr, dass ich ihr die Webadresse schicke, wo man die Sterne bestellen kann. Oder ich schick ihr die Bastelanweisung ;-)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-841\" title=\"26-ackers-point\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ackers-point.jpg\" alt=\"26-ackers-point\" width=\"432\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ackers-point.jpg 432w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/26-ackers-point-300x176.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/p>\n<p>Weil wir schon um sechs unseren Tisch reservieren mussten, sind wir zeitig fertig und entscheiden uns noch zum Ackers Point zu spazieren. Anscheinend kann man dort beim eindunkeln manchmal Blue Pinguins sehen. So latschen wir also um die ganze Halfmoon Bay. Der Walk beginnt dann bei den letzten H&#228;usern und zieht sich doch einiges weiter, als wir gerechnet haben. Nat&#252;rlich schiffts mal wieder zwischendrin. Als wir das Lighthouse erreichen sind noch zwei andere Leute dort. Ein junger Amerikaner steht mit dem Fernglas da und zeigt uns tats&#228;chlich einen Pinguin, der unten in den Wellen spielt. Es ist uns nicht klar, ob er es einfach geniesst in der Brandung zu plantschen oder einfach noch nicht an Land will. Gegen halb zehn machen wir uns dann wieder zur&#252;ck und kommen erst kurz vor Elf im B&amp;B an. Ich bin zu nix mehr f&#228;hig und fall gleich ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 26, Samstag, 9. Januar Stewart Island, Ulva Island Es geht wieder fr&#252;h raus. Um sieben klingelt uns das Handy wach. Wir packen schnell unsere Koffer und gehen zum Fr&#252;hst&#252;ck runter. Ein kleines Buffet ist hergerichtet und ich freu mich mal wieder, ein paar Cereals mit Yoghurt zu essen. Dazu den obligaten Toast und Kaffee. 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