{"id":94,"date":"2006-06-20T18:57:10","date_gmt":"2006-06-20T17:57:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=94"},"modified":"2006-06-29T00:10:46","modified_gmt":"2006-06-28T23:10:46","slug":"ausbildungswoche-engadin-tag-2-dienstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2006-94\/ausbildungswoche-engadin-tag-2-dienstag\/","title":{"rendered":"Ausbildungswoche Engadin (Tag 2, Dienstag)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" id=\"image92\" alt=\"Olav sichert\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/06\/tag3.jpg\" \/><br \/>\nLangsam wirds ernst. Wir stehen schon um 6 auf und machen uns nach dem Fr&#252;hst&#252;ck auf den Weg Richtung Corn da M&#252;rasciola. Hinter diesem Berg verschwindet jeden Abend p&#252;nktlich um sieben die Sonne und man schaut ihn immer an, wenn man auf der Terasse vor der H&#252;tte sitzt. Wir laufen eine gute Stunde einen kleinem Weg hoch, verlassen diesen &#252;ber der Baumgrenze und laufen dann auf ca. 2400 Meter direkt Richtung Grat. Wir wollen den Gipfel &#252;ber den Westgrat erreichen. Das Wetter ist perfekt, die Sonne brennt und wir schwitzen schon kr&#228;ftig. Als wir den Grat erreichen bilden wir zwei 3er-Seilschaften. Jetzt wirds spannend. Ich glaube jeder hat dieses erste kleine Adventure genossen. Das Gel&#228;nde ist nicht zu anspruchsvoll. Aber immer wieder kommen schwierigere Passagen, wo man mal die Seilschaft sichern muss. Das heisst der Vorderste klettert vor und sichert sich am Ende der Seill&#228;nge oder der Schwierigkeit, was die Unteren nat&#252;rlich auch machen sollten &#8230; erkl&#228;rt uns Werner, nachdem sich die Seilf&#252;hrer euphorisch ohne daran zu denken auf den Weg gemacht haben. Wenn der F&#252;hrer dann oben sich selber und das Seil gesichert hat, kommt der Zweite nach und dann der Hinterste, der falls benutzt, Sicherungskarabiner und sonstiges Material beim Aufstieg wieder einsammelt.<\/p>\n<p>Keine Lust zum lesen? <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/66391969@N00\/sets\/72157594179067675\/\">Hier gibts die Bilder<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bei weniger schwierigen Passagen klettert man einzeln. Nat&#252;rlich immer noch am Seil, von seinen Kameraden gesichert aber sichert sich selber nicht jedesmal. Man muss immer drauf achten dass das Seil sch&#246;n gespannt ist, damit ein eventueller Sturz oder Ausrutscher problemlos aufgefangen werden kann. Die einfacheren Passagen klettert man am kurzen Seil gemeinsam, das heisst dass alle Drei immer gemeinsam in Bewegung sind und zwischen den einzelnen Leuten das Seil ganz kurz gehalten wird. Auch hier lernen wir wieder das eine oder andere dazu. Wie man z.B. das Seil &#252;ber einem Grat f&#252;hren sollte, dass man das Pendeln immer verhindern sollte, das heisst, dass man m&#246;glichst sich in der Falllinie bewegen sollte und nicht unn&#246;tig traversiert. Denn die Kraft die zu wirken beginnt, wenn jemand nur schon einen Meter ins Seil f&#228;llt ist um ein vielfaches gr&#246;sser, als wenn man seinen Kameraden am straffen Seil wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Na? Noch alles klar? Ich w&#252;rd am liebsten gleich wieder irgendwo hochkraxeln &#8230; aber heute tun wir ja ein bisschen schreiben.<\/p>\n<p>Den Gipfel auf 2819 Metern &#252;berschreiten wir um die Mittagszeit. Da es hier oben aber keine gem&#252;tlichen Pl&#228;tze zum Pausieren hat, laufen wir wieder ein St&#252;ck in einen Sattel hinunter und vespern auf einer sch&#246;nen kleinen Wiese mit pr&#228;chtiger Aussicht. F&#252;r den Abstieg folgen wir dem Wanderweg. Zum Gl&#252;ck bl&#228;st ein ziemlich kr&#228;ftiger Wind, der unseren Schweiss etwas trocknet. Ohne diesen Wind w&#228;r der Abstieg m&#246;rderisch heiss und unangenehm.<\/p>\n<p>Wir sind gegen drei Uhr wieder in der H&#252;tte, ruhen uns vor dem Haus bei einem k&#252;hlen Schorle aus und strecken die m&#252;den Beine von uns. Und weil der Tag ja noch nicht zu intensiv war gehen wir nach der Rast noch in den Klettergarten, der gleich f&#252;nf Minuten hinter dem Haus ist. Mein Respekt vor der Kletterei ist immer noch ziemlich gross und so lasse ich netterweise Martin vorklettern. Beim Nachsteigen falle ich beim ersten Tritt auch prompt ins Seil. Na ja, w&#228;r wohl nix passiert, aber grade gut f&#252;rs Selbstvertrauen ist des net. Werner hilft wieder oben und unten. Es gibt immer viele Varianten wie man sichern kann. Von unten im Stand, von oben, selbst gesichert am Fels. Das gleiche gilt f&#252;rs Abseilen. Man kann sich selber am Abseil-Achter runterlassen oder von einem unten oder oben gesicherten Gsp&#228;nli runter gelassen werden. Man kann sich mit der Schleife sichern, die Reppschnur dazu verwenden oder sich am Hauptseil einh&#228;ngen und festmachen. Ich glaub ich weiss jetzt schon nimmer alle Varianten. Aber da eignet sich wohl auch jeder seine eigenen Techniken an. Es gibt so viele M&#246;glichkeiten. Ich bin auf jeden Fall froh, dass Werner am Fels steht wo wir uns sichern und uns mit Rat und Tat zur Seite steht und pr&#252;ft ob wir die Abseil- und Sicherungsprozeduren richtig machen. Ich sag jetzt nicht, wie oft ich den Schraubkarabiner nicht zugeschraubt hatte.<\/p>\n<p>Muss ich noch erw&#228;hnen, dass das Essen und der Service von Bruno und seiner Tochter Nadja einmal mehr phantastisch war?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langsam wirds ernst. 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