{"id":951,"date":"2010-06-21T10:58:28","date_gmt":"2010-06-21T09:58:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/?p=951"},"modified":"2010-06-21T11:12:41","modified_gmt":"2010-06-21T10:12:41","slug":"wanderweekend-auf-die-piano-delle-creste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/2010-951\/wanderweekend-auf-die-piano-delle-creste\/","title":{"rendered":"Wanderweekend auf die Piano delle Creste"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-954\" title=\"piano-delle-creste\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano-delle-creste.jpg\" alt=\"piano-delle-creste\" width=\"430\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano-delle-creste.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano-delle-creste-300x167.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nSpontanentscheide tun gut und bergen oft &#220;berraschungen und Unerwartetes. Geplant war eigentlich ein Wanderweekend zu viert in der Deutschschweiz. Weil dort aber der Sommer grad auf Urlaub war und die H&#228;lfte der Gruppe kurzfristig absagen musste, lag das ganze erst mal auf Eis&#8230; bis Freitag. Ich hatte Nadja am Freitag per skype mal gesagt, dass ich das verregnete Wochenende vielleicht arbeiten werde und mir daf&#252;r Mitte Woche mal einen Wandertag g&#246;nnen werde. Spontan entschieden wir dann aber: Egal, wir gehen einfach zu zweit ins Tessin, denn dort waren die Wetterprognosen so einigermassen passabel. So machten wir uns auf die Suche. Ich hatte zwischendrin mal ne Stunde Zeit und googelte mit durch die Tessiner SAC H&#252;tten und klickte in der Swisstopo herum und wurde dabei auf die \u00abPiano delle Creste\u00bb aufmerksam. Das Bild der H&#252;tte hatte mich schon fast &#252;berzeugt und als ich mir Karte und weitere Infos &#252;ber diese Region angeschaut hatte, war ich schon hin und weg. Nadja liess sich auch schnell &#252;berzeugen und zu meiner &#220;berraschung hatte es inder H&#252;tte sogar noch Platz. Also hab ich gleich mal zwei Pl&#228;tze gebucht und die Tickets f&#252;r die Weltreise ins Tessin gekauft.<br \/>\nWer keine Lust zum weiterlesen hat: <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/finkenmann\/sets\/72157624198177829\/show\/\">Bilder bei flickr<\/a>.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMorgens um f&#252;nf dann aus den Federn und um sechs m&#252;de in den Zug gestiegen. Die Hosen war schon mal nass, denn auf dem Weg auf den Bahnhof hats mich doch schon mal sch&#246;n verregnet. Die Reise ins Bavonatal ist ziemlich aufw&#228;ndig: Erst gehts mit dem Zug mal sch&#246;n Rictung S&#252;den: Z&#252;rich \u2013 Bellinzone \u2013 Locarno. Dann mit dem Bus wieder zur&#252;ck nach Norden, das Maggiatal hoch bis Bignasco und dann mit dem Poschtauto weit hinein ins Val Bavona, bis nach San Carlo. P&#252;nktlich, fast auf die Minute beginnts dann zu regnen. Also nochmal Kaffeepause im Beizli bei der Bushaltestelle bis es uns dann um 12 Uhr doch langsam zu viel wird und wir uns entscheiden trotzdem loszulaufen. Der Entscheid passte, denn der Regen h&#246;rte wieder auf und wir starteten den steilen Aufstieg ins Val Antabia. Schon das Val Bovina ist wundersch&#246;n. Die typischen tessiner Steinh&#228;uschen der kleinen D&#246;rfchen sind alle in &#252;berraschend gutem und oft frisch restauriertem Zustand. Heute wohl eher als Ferienh&#228;uschen genutzt, aber immer noch sehr authentisch. Herrlich! Zeit zum einlaufen hat man hier nicht. Aus der Beiz &#252;ber die Br&#252;cke und dann &#252;ber endlose Treppen gehts steil bergauf. Regenjacke und warme Fliessjacke m&#252;ssen wir nach 10 Minuten im Rucksack verstauen. Es ist schweisstreibend aber herrlich. Der Aufstieg geht erst durch Laubw&#228;lder bis ca. 1500 Meter. Immer wieder passiert man kleine Alpen mit wundersch&#246;nen Rusticos. Auch diese sind meist frisch hergerichtet und in gutem Zustand. Die Laubb&#228;ume werden hier oben durch wundersch&#246;ne lichte L&#228;rchenw&#228;lder abgel&#246;st. Kurz vor der Corte Grande beginnt uns dann der Hunger zu plagen und wir halten Ausschau nach einem trockenen Stein, sehen dann aber etwa hundert Meter weiter oben das Holzkreuz, dass zu Alp geh&#246;rt und entscheiden dort oben nach einem trockenen Mittagspl&#228;tzchen zu suchen. Die h&#252;bsche kleine Siedlung bietet dann auch ein windgesch&#252;tztes Pl&#228;tzchen und w&#228;hrend des Essens zeigt sich dann zum ersten mal auch die Sonne und taucht die Landschaft in ein wunderbares, kontrastreiches Licht. Wir sind beide von der Umgebung hier begeistert. Die letzten 200 H&#246;henmeter sind dann schnell &#252;berwunden, obwohl wir beide schon ziemlich m&#252;de Beine haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-956\" title=\"alpe-d'antabia\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/alpe-dantabia.jpg\" alt=\"alpe-d'antabia\" width=\"430\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/alpe-dantabia.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/alpe-dantabia-300x171.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Die H&#252;tten der Piano delle Creste begeistern mich dann total. Wundersch&#246;n im Talkessel gelegen sind sie so gar nicht typisch SAC. Die kleine Siedlung besteht aus zwei restaurierten oder eher wieder aufgebauten Hauptgeb&#228;uden und einem kleinen Zwischengeb&#228;ude mit gedeckter Feuerstelle. Emsiges treiben rund um die H&#252;tte. Die Mitglieder des Vereins er&#246;ffnen an diesem Wochenende die H&#252;tte und da gibts viel zu tun und wieder herzurichten. Wir werden freudlich empfangen und gehen nach kurzer Rast noch zu den beiden Seen die in einer kleine Mulde oberhalb der H&#252;tte liegen. Der Schnee d&#252;rfte erst seit ein paar Tagen weg sein. Kaum vorzustellen, wie&#8217;s hier ausschaut wenn alles Gr&#252;n ist. Kurz nach sechs sind wir wieder zur&#252;ck und freuen uns aufs Abendessen. Der Duft von Rosmarin und Fleisch str&#246;mt uns schon draussen entgegen und wir werden mit einem phantastischen Abendessen &#252;berrascht. Als einzige auswertige G&#228;ste sitzen wir zwischen den parlierenden Tessinern und geniessen deren Gastfreundschaft, bis wir uns dann gegen halb Elf m&#252;de in der oberen H&#252;tte hinlegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-957\" title=\"piano\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano.jpg\" alt=\"piano\" width=\"430\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/piano-300x220.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nIn der Nacht hats dann nochmal m&#228;chtig abgek&#252;hlt und vereinzelte Schneeflocken tanzen am fr&#252;hen Morgen noch in der Luft herum. Nach dem Fr&#252;hst&#252;ck machen wir uns dann auf den R&#252;ckweg. Die harte Tour &#252;ber Crasa Pass und dei Crosa Seen ist Nadja aber zu deftig und so entscheiden wir uns f&#252;r die vermeintlich einfachere Variante &#252;ber den Fornasel Pass. Aber auch diese Tour ist nicht ganz ohne, m&#252;ssen wir doch einige absch&#252;ssige Schneefelder queren und durch oft wegloses Gel&#228;nde kraxeln. Aber Nadja ist tapfer und &#252;berwindet ihre H&#246;henangst an ein paar kniffligen Stellen. Die Landaschaft und rauhe Natur hier oben ist einmal mehr phantastisch. Der eisige Nordf&#246;hn bl&#228;st uns aber manchmal fast weg. An Rast ist nicht wirklich zu denken. Es ist bitter kalt, aber wir sind ja immer sch&#246;n in Bewegung und trotzen den garstigen Bedingungen. Ich bin froh, dass ich die Routen auf mein GPS geladen habe, denn an der einen oder anderen Stelle m&#252;ssen wir doch den Weg suchen und da ist der kleine Helfer doch recht praktisch und weist einen bevor man sich verlaufen hat wieder in die richtige Richtung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-955\" title=\"btta-fornasel\" src=\"http:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/btta-fornasel.jpg\" alt=\"btta-fornasel\" width=\"430\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/btta-fornasel.jpg 430w, https:\/\/www.per-net.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/btta-fornasel-300x163.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><br \/>\nNach der &#220;berquerung des Fornasel Passes gehts dann endlos und oft sehr steil wieder hinunter ins Tal. Wieder vorbei an verschiedenen h&#252;bsch gelegenen kleinen Alpwirtschaften. Anfangs in felsigen Ger&#246;llh&#228;ngen, dann &#252;ber Wiesen und wieder hinein in die lichten L&#228;rchenw&#228;lder. Baumriesen &#252;berraschen immer wieder: Anfang sind es st&#228;mmige und wohl gegen tausend Jahre alte L&#228;rchen und Weisstannen unten im Tal dann unheimliche Kastanien-Riesen. Phantastisch. Die Tour ist so abwechslungsreich und es gibt auf jedem Wegabschnitt etwas zu entdecken. Die Strecke ist ganz oben manchmal etwas tricky, aber mir gef&#228;llt sowas nat&#252;rlich. In Rosed erreichen wir dann wieder den Talboden und laufen den letzten Kilometer noch bis Foroglio, wo wir uns mit m&#252;den Beinen erst mal aus dem Rucksack noch verpflegen, bevor wir im gem&#252;tlichen Restaurant neben dem imposanten Wasserfall uns bei Kaffee und Kuchen wieder aufw&#228;rmen. Hier lohnt es sich bestimmt auch mal zum Abendessen vorbei zu schauen, denn aus der K&#252;che duftet es uns herrlich entgegen.<br \/>\nUm Vier steigen wir dann wieder in den Bus und die Tour de Suisse geht wieder los. Von Foroglio w&#228;ren es Luftlinie grad mal gut 15 km nach Airolo, aber bis wir mit dem Zug wieder dort sind, sind wir mal gut 3 Stunden unterwegs. Egal. Ich habe f&#252;r mich auf jeden Fall wieder eine wundersch&#246;ne Ecke Schweiz entdeckt, wo ich sicher nicht zum letzen Mal war. Besonders die Piano delle Creste hats mir angetan und die auch die Wanderung dorthin ist wundersch&#246;n. Wer also mal einen Wandertipp der besonderen Art braucht: Hier werden sie geholfen. :-)<br \/>\nBilder bei flickr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spontanentscheide tun gut und bergen oft &#220;berraschungen und Unerwartetes. Geplant war eigentlich ein Wanderweekend zu viert in der Deutschschweiz. 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